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Handball-Turnier in Paris: Akademie-Talent Emanuel führt Jugend-Nationalmannschaft an

Handball-Turnier in Paris: Akademie-Talent Emanuel führt Jugend-Nationalmannschaft an

Max Emanuel von der Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch führt das deutsche Aufgebot der neu formierten Jugend-Nationalmannschaft (Jahrgänge 94/95) beim Vier-Länder-Turnier vom 27. bis 30. Oktober in Paris als Kapitän an.

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Rückraum-Talent Max Emanuel von der Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch ist beim Vier-Länder Turnier in Paris Kapitän der A-Jugend-Nationalmannschaft.

Quelle: Martin Glass

Leipzig/Delitzsch/Paris. Der rechte Rückraumspieler gilt als einer der größten Talente der Bundesrepublik auf seiner Position. Ebenfalls im Kader für die Spiele gegen Polen, die Schweiz und Gastgeber Frankreich steht sein Akademie-Vereinskollege Lucas Krzikalla. Im Interview äußert sich der 17-jährige Emanuel zum bevorstehenden Turnier, dem eigenen Anspruch und seinem Erwachsenenspielrecht für Zweitligist SC DHfK Leipzig.

Hallo Max. Herzlichen Glückwunsch erst einmal zur Nominierung. Wie schon in den letzten beiden Jahren in der Auswahl der B-Jugendlichen schenkt dir Klaus-Dieter “Pitti” Petersen als DHB-Trainer das Vertrauen, das Team aufs Feld zu führen. Was sind deine Aufgaben als Kapitän?

Zuallererst ist es natürlich eine große Ehre und etwas Besonderes, die Auswahl anzuführen. In meiner Funktion muss ich das Team zusammenhalten, schauen, ob alles ordentlich läuft und die Chemie stimmt. Wenn das nicht so ist, kann ich natürlich auch mal laut was sagen. Das ist aber bisher noch nicht nötig gewesen.

Der Erfolg spricht bisher für die DHB-Auswahl: Ihr seid Zweitplatzierter bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen (EYOF) Ende Juli im türkischen Trabzon geworden. Es fand bereits ein Lehrgang mit der neuen Formation im Euroville Naumburg statt, in Paris stehen nun die ersten Spiele an. Worin besteht denn deiner Meinung nach der Unterschied von der bisherigen B-Auswahl zur jetzigen A-Jugend-Nationalmannschaft?

Soviel hat sich gar nicht verändert, denn der Kern der Mannschaft ist zusammen geblieben. Auch die Gegner sind die gleichen, haben sich aber logischerweise weiterentwickelt - das müssen wir auch. Generell wird erwartet, dass wir uns in den nächsten beiden Jahren im Erwachsenenbereich der Bundesligisten einen festen Kaderplatz erarbeiten und zunehmend Spielanteile erhalten.

Zurück zum Turnier in Paris: Wie schätzt du die deutschen Gegner ein?

Aus Erfahrung sind es immer knappe Ergebnisse zwischen den europäischen Jugend-Teams, daher ist das Niveau auf ungefähr dem gleichen Level. Dies haben wir zuletzt auch in der Türkei beim EYOF gesehen. Wir müssen uns auf die eigenen Stärken besinnen, denn wir haben eine schlagkräftige Truppe. Wir wollen immer gewinnen und können dies auch.

Am schwersten wird dies sicher gegen die sehr ausgeglichenen Franzosen. Dort entscheidet ganz klar die bessere Tagesform das Match. Die Schweizer sind sicher auch nicht zu unterschätzen, denn sie haben einige neue Spieler mit an Bord. Polen ist die große Unbekannte des Turniers.

Erstmals ist auch dein Teamkollege von der Handball-Akademie, Rechtsaußen Lucas Krzikalla, mit dabei. Macht das dein Spiel speziell auf dem rechten Flügel einfacher, weil routinierter?

Natürlich ist es leichter, denn wir spielen jeden Tag zusammen im Training und in der Jugend- Bundesliga. Aber auch die anderen Rechtsaußen in der Nationalmannschaft haben große Klasse. Lucas bestreitet seine ersten Länderspiele, muss seine Leistung beim DHB festigen und sich so für weitere Aufgaben empfehlen.

Wie sieht der Konkurrenzkampf auf deiner eigenen Position im rechten Rückraum aus?

Ich war bis jetzt zu jeder Maßnahme seit Beginn dabei. Mit Andreas Bornemann aus dem Nachwuchs der Rhein-Neckar-Löwen habe ich mich eingespielt, wir ergänzen uns gut. Generell legen sich die DHB-Trainer aber nicht zu sehr auf einzelne Spieler fest, denn sie haben glücklicherweise eine wirklich große Auswahl an Talenten. Daher kann sich niemand seines Platzes sicher sein.

Als Kapitän der Jugend-Nationalmannschaft steht man sicher oft auch bei den Spielen des Heimvereins in der Jugend-Bundesliga unter besonderer Beobachtung. Ist das eine Last für dich?

Ich kann mir schon vorstellen, dass die Leute besonders auf meine Leistung achten. Eine Belastung ist das aber nicht. Mir tut es nur für die anderen Spieler leid, die das gleiche Trainingspensum wie ich fahren und ich trotzdem im Fokus stehe, beispielsweise wenn ich verletzt bin und gar nicht spiele. Die Leistung der anderen ist aber genauso wichtig für das Team wie meine und das sollte auch so gewürdigt werden.

Zu guter Letzt: Du bist wie einige deiner Teamkollegen für hochklassige Vereine aus der Region mit einem Männerspielrecht ausgestattet. Bei Robin John ist dies Viertligist HG 85 Köthen und bei Clemens Uhlig, Patrick Baum sowie Franz Flemming Drittligist SG LVB Leipzig. Lucas Krzikalla und du sind im Kader von Zweit-Bundesligist SC DHfK Leipzig. Was sind deine Ziele für die Saison?

Ich möchte zuallererst ordentlich und regelmäßig mit der Mannschaft mittrainieren, denn ich habe in den letzten Wochen immer wieder mit einer Ellenbogenreizung zu kämpfen gehabt und konnte nicht immer trainieren und spielen. Anschließend sollte ich schauen, wo ich leistungsmäßig stehe und mich dementsprechend weiterentwickeln. Dazu hoffe ich natürlich, hier und da Spielzeiten zu erhalten.

Das Deutsche Aufgebot in Paris

Kader:

Christopher Rudeck (SG Flensburg-Handewitt), Jonas Maier (SG Kronau/Östringen); Jannik Hofmann (TV Hüttenberg), Lars Spieß (TVG Junioren Akademie), Yves Kunkel (HSG Völklingen), Jaron Siewert (SG Spandau/Füchse), Simon Ernst (TSV Bayer Dormagen), Marcel Engels (SG Kronau/Östringen), Max Emanuel (Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch), Andreas Bornemann (SG Kronau/Östringen), Alexander Saul (SC Magdeburg), Timo Kastening (TSV Burgdorf), Lucas Krzikalla (Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch), Moritz Preuss (TSV Bayer Dormagen), Jannik Kohlbacher (TVG Junioren Akademie), Tom Spieß (TVG Junioren Akademie)

Reserve:

Tim Suton (TSV Bayer Dormagen), Paul Drux (SG Spandau/Füchse), Lukas Reese (TSV Anderten), Tim Keupp (JSG Echaz-Erms), Konstantin Straßburg (1. VfL Potsdam), Moritz Krieter (THW Kiel), Phil Holland (GWD Minden), Kevin Herbst (HSV Hamburg), Jannik Hausmann (JSG Balingen-Weilstetten), Peter Strohsack (SG Altenheim/Ottenh.)

Offizielle:

Klaus-Dieter Petersen (DHB-Trainer), Dr. Christof Armbruster (DHB-Trainer), Khalid Khan (Trainer), Dr. Ralf Schaeffer (Mannschaftsarzt), Roland Müller (Physiotherapeut)

Martin Glass

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