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Hausaufgaben: DHfK-Handballer starten am 15. Januar ins Training

Niederlagen in Stuttgart und Erlangen Hausaufgaben: DHfK-Handballer starten am 15. Januar ins Training

Als die DHfK-Riesen vor zwei Wochen im eigenen Wohnzimmer das Sahnehäubchen von der Handball-Torte naschten, stand an und jenseits der Pleiße alles Kopf. Im zweiten Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit machten die Leipziger mit einem Sieg gegen Hannover erstmals den Einzug in die Endrunde des DHB-Pokals klar. Doch damit nicht genug.

Trotz des Sieges gegen Hannover mahnt DHfK-Trainer Prokop seine Mannschaft, auf dem Boden zu bleiben. (Archivfoto)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Lange stand das Team von Trainer Christian Prokop auf Platz fünf in der Bundesliga, vor dem altehrwürdigen SC Magdeburg. Als „Überraschungsmannschaft“ der Saison wurden die Leipziger betitelt. Der Coach sogar als heißer Kandidat für die Nachfolge von Nationalmannschaftstrainer Dagur Sigurdsson gehandelt. Was wiederum die Arbeit des 38-Jährigen adelt. Einem, der sich auch abseits der Platte (fast) voll und ganz dem Handball verschrieben hat. Einzige Ausnahme: die just vor der Weihnacht geehelichte Herzdame Sabrina, Töchterchen Anna und Sohnemann Luca. Ja, Erfolg weckt Begehrlichkeiten ...

„Wir haben noch nichts erreicht“, wiederholt Prokop in Momenten, wenn andere die Bodenhaftung verlieren, immer wieder gern. Und das nicht etwa nach den beiden bitteren Niederlagen, die die Leipziger kurz vor und nach Heiligabend in Erlangen (22:31) und Stuttgart (26:28) einstecken mussten, sondern auf dem bisherigen Höhepunkt der Saison – der Final-Four-Qualifikation vor zwei Wochen.

Die Impfung hat gesessen. Das beweisen Lukas Binder und seine Mitspieler, allesamt geerdet, indem sie nicht müde werden zu betonen, dass das vornehmliche Ziel der Klassenerhalt ist. Geträumt wird später.

Nun, die Bundesliga-Hinrunde der Grün-Weißen kann sich sehen lassen, bis zum letzten Heimspiel des Jahres: Balingen wurde mit 31:22-Toren überrannt. Die Halle stand – mal wieder. „Eine Stimmung, die seinesgleichen sucht“, sind Prokop & Co. beeindruckt. Neun Siege (davon sieben daheim) und ein Unentschieden standen sechs Niederlagen gegenüber – am 16. Spieltag. Platz fünf.  

Zwei Spieltage und zwei Niederlagen später sind die Leipziger auf Rang acht gerutscht. „Das haben wir uns anders vorgestellt“, sagt Team-Manager Karsten Günther. „Ein erhobener Zeigefinger“ sei das. „Ein Zeichen, dass wir verdammt hart arbeiten müssen“, fügt der 35-Jährige an. Aber auch der Handball-Abteilungs-Hansdampf weiß den derzeitigen achten Tabellenplatz einzuordnen: „Das ist realistisch“.

Die WM-Spielpause bis Mitte Februar kommt gerade recht. Einzig Niclas Pieczkowski darf sich Hoffnung machen, im Januar das Trikot der DHB-Auswahl überzustreifen. Der Rest der Mannschaft schont die geschundenen Knochen. ( Franz Semper kann aber zu einm Kurs Lehrgang der Junioren.) Regeneration steht auf dem Programm. Am 15. Januar geht das Training wieder los. Kurz zuvor wird per Leistungsdiagnostik die Konstitution eines jeden Einzelnen geprüft.

Und dann müssen die Hausaufgaben erledigt werden. In der Abwehr beispielsweise, wenn Sebastian Roscheck nicht die Zügel in der Hand hält. „Unsere Aufgabe ist es, für jede Position ein Backup zu entwickeln“, bestätigt Günther, „das muss der Anspruch von Aivis, Max und Piecze sein. Aber nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff gibt es bei uns das gleiche Potenzial.“ Nur im Rückraum wird nach einer Verstärkung gesucht.   

Von Alexander Bley

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