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„Hier braut sich was zusammen“ – DHfK-Torhüter Felix Storbeck hat ein großes Ziel

„Hier braut sich was zusammen“ – DHfK-Torhüter Felix Storbeck hat ein großes Ziel

Felix Storbeck ist angekommen. Gerade fünf Zweitligaspiele hat er für die Handballer des SC DHfK Leipzig absolviert, und schon wird der neue Torhüter als großer Rückhalt in seiner Mannschaft gefeiert.

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DHfK-Torhüter Felix Storbeck.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Mit seinen Paraden hielt er in den ersten Spielen die stets knappen Siege fest. Die Grün-Weißen liegen so ohne Verlustpunkt auf dem zweiten Tabellenplatz.

Storbeck ist bescheiden. „Das ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft, ohne Abwehr kann auch ich nichts ausrichten“, sagte der 22-Jährige. Viel hat sich für ihn schon in der Vorbereitung im Sommer entschieden. „Da sind wir eine eingeschworene Truppe geworden“, freut er sich. 

Trainer Christian Prokop war in der vergangenen Saison mit seinem Torhüter-Duo unzufrieden. Die Leistungen des in die Jahre gekommenen Gabor Pulay und Henrik Ruud Tovas waren ihm zu wacklig. Der 43-Jährige Pulay bekam keinen neuen Vertrag, spielt jetzt unterklassig in Zwenkau und steht nur noch für den Notfall zur Verfügung. Ein neuer Mann musste her und die Wahl fiel auf Storbeck.

Der Torhüter und sein Coach: Beide kennen sich bestens. Prokop hat den in Genthin aufgewachsenen Keeper schon im Nachwuchs betreut, damals in der A-Jugend und der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg. Danach trennten sich die Wege. Prokop ging nach Schwerin und Storbeck später nach Rostock. „Ich habe ihn aber nie aus dem Auge verloren“, berichtet der Handball-Lehrer.

In diesem Jahr passte es endlich wieder. Storbecks Vertrag beim Ligakonkurrenten Hamm lief aus. Dort war er Publikumsliebling und hatte eine starke Saison abgeliefert. Die Westfalen legten ihm einen neuen Kontrakt auf den Tisch und der Torhüter lehnte ab. „Mich hat das Projekt in Leipzig überzeugt, hier haben wir ein Ziel“, so Storbeck. Was er damit meint ist klar, Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nur aussprechen will der 22-Jährige das so nicht. Der Trainer hört das nicht gern. Auch nach der Serie von 10:0 Punkten mahnt Prokop immer wieder. „Wir wollen die Mannschaft weiterentwickeln“, nennt er eines seiner Saisonziele. Der Tabellenstand sage noch überhaupt nichts aus. Empor Rostock sei in der vergangenen Spielzeit genauso gestartet und am Ende fast abgestiegen. Storbeck formuliert anders: „Hier braut sich was zusammen“, sagt er und meint das positiv. 

Mit dem Tabellenkeller will Storbeck nämlich nichts zu tun haben. Für seinen Traum, einmal in der besten Liga der Welt zu spielen, legt er auch gern Extraschichten ein. Mit Teamkollege Tovas bekommt er zweimal in der Woche Einzeltraining bei Olympiasieger Wieland Schmidt. Der einstige Nationalspieler trainiert nicht nur die Schlussleute des SC DHfK, sondern ebenfalls die des HC Leipzig. Und so übt auch noch Katja Schülke von den Bundesligafrauen mit beim Einzelunterricht. Für Storbeck ist das nichts Besonderes: „Sie ist wie wir sehr ehrgeizig, das passt.“ Bei Spielen des HCL schaut der DHfK-Spieler deshalb gern zu, wertet dann gleich nach dem Abpfiff die Partie mit der Kollegin aus.

Und noch etwas ist neu in dieser Spielzeit: Tovas und Storbeck sind ein eingeschworenes Team, reden viel miteinander, pushen sich gegenseitig zu Höchstleistungen. „Wir freuen uns auch über die Paraden des anderen, geben uns im Spiel immer gegenseitig Tipps“, verrät Storbeck. Auch in der Freizeit unternehmen die Torleute viel gemeinsam. 

Die nächste Aufgabe wartet am Sonntag (Anwurf 17 Uhr, Arena) gegen den VfL Bad Schwartau. Storbeck bereitet sich sogar zu Hause auf den Gegner vor, will sich dort die letzten Prozente für eine Topleistung holen. „Ich studiere auf Video die Spieler, gucke mir an, was sie im Spiel gern machen“, sagt er. Wenn sie dann ihre Lieblingswürfe abfeuern, will er schon zur Stelle sein.

Matthias Roth

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