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Höherer Etat und fünf Verstärkungen: SC DHfK Leipzig startet in neue Saison – Jacob hört auf

Höherer Etat und fünf Verstärkungen: SC DHfK Leipzig startet in neue Saison – Jacob hört auf

Leipzig. Die Verantwortlichen beim Handball-Zweitligisten SC DHfK Leipzig haben gelernt. „Wir waren vor dem Start in die letzte Saison sehr euphorisch“, sagt Geschäftsführer Karsten Günther.

Damals wollten die Grün-Weißen den fünften Platz vom Vorjahr verbessern und ließen die Anhänger bereits von der ersten Liga träumen. Am Ende wendete die Mannschaft erst auf der Zielgeraden den Abstieg ab.

Von der ersten Liga sprach Günther am Montagabend deshalb ganz bewusst nicht, bei der offiziellen Saisoneröffnung vor Freunden und Sponsoren des Vereins in der Moritzbastei. Nummer zwei wolle er in Leipzig bei den Mannschaftssportarten hinter RB werden und Nummer drei bei den Handballteams in Ostdeutschland hinter Magdeburg und Berlin, sagte er. Am Ende solle in der Liga ein einstelliger Tabellenplatz mit mindestens 40 Punkten herauskommen.

Höherer Etat als im vergangenen Jahr

Trotz der nach außen demonstrierten Bescheidenheit ist die Erwartungshaltung nicht geringer als im vergangenen Jahr. Der Etat liegt mit 1,4 Millionen Euro leicht über dem der abgelaufenen Saison, die fünf Neuverpflichtungen kommen von gestandenen Vereinen. Neben Gabor Pulay und Michael Galia hat der norwegische Nationaltorhüter Henrik Ruud Tovas in Leipzig unterschrieben. Am Kreis verstärkt Bastian Roschek, der vergangene Saison schon in Essen trainierte, die Grün-Weißen. Im linken Rückraum bildet Matthias Gerlich mit dem vom SC Magdeburg gekommenen Philipp Weber ein wurfgewaltiges Duo. Im rechten Rückraum erhält Max Emanuel, Kapitän der deutschen U19-Nationalmannschaft, Unterstützung vom Schweden Maximilian Jonsson (bisher Eintracht Hildesheim). „Der wirft extrem hart“, weiß sein Trainer Christian Prokop.

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Leipzig. Vom Aufstieg in die erste Bundesliga sprach am Montagabend zur Saisoneröffnung beim SC DHfK Leipzig niemand. Die Vereinsverantwortlichen haben aus der Euphorie im vergangenen Jahr und dem danach folgenden Fastabstieg gelernt. Dennoch: Träumen ist erlaubt. Der Etat liegt leicht über dem der Vorsaison und die fünf Neuverpflichtungen lassen hoffen. Bitter dagegen: Eric Jacob muss seine Karriere beenden.

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Der neue Coach des SC DHfK ist zwar erst 34 Jahre alt, sitzt nach seinem verletzungsbedingten Aus als Spieler aber schon seit acht Jahren auf der Trainerbank. Im vergangenen Jahr schnupperte er mit Tusem Essen bereits eine Saison lang Erstligaluft. Die Leipziger entschieden sich für Prokop auch, weil er als gebürtiger Köthener in der Region verwurzelt ist. Zweiter Kandidat für den Posten war Patrik Liljestrand, der in Emsdetten keinen neuen Kontrakt erhielt, inzwischen aber beim polnischen Erstliga-Klub NMC Powen Zabrze arbeitet.

Beim Lolly nicht zugegriffen

Prokop ist mit der Vorbereitung seines 17-Mann-Kaders zufrieden. „Die Jungs haben eine schnelle Auffassungsgabe und einen guten Eindruck hinterlassen“, meint er. Vor allem der Sieg gegen Wetzlar und die nur knappe Niederlage gegen Gummersbach am vergangenen Wochenende lassen hoffen. „Der VfL hat uns den Lolly schon hingehalten, wir haben aber noch nicht zugegriffen“, verdeutlichte Günther bildhaft die Chance auf einen Achtungserfolg.

Ein Wunsch für die neue Spielzeit stand am Montag bei Spielern, Vereinsverantwortlichen und Sponsoren an erster Stelle: Das Verletzungspech aus dem Vorjahr darf sich nicht wiederholen. Bei diesem Thema musste der Geschäftsführer eine schlechte Nachricht verkünden. Eric Jacob kehrt nicht mehr auf das Parkett zurück. Sein Knorpel- und Meniskusschaden lassen keinen Leistungssport mehr zu. Auch sein Sportstudium kann der 26-Jährige nicht fortsetzen. „Wir suchen jetzt eine Lehrstelle im kaufmännischen Bereich für ihn“, so Günther. Der am Ellenbogen verletzte Matthias Gerlich soll dagegen schon bald wieder zur Mannschaft stoßen. Einzig Kreisläufer Thomas Oehlrich benötigt noch mehrere Wochen für ein Comeback.

Die Fans können ihre Mannschaft am kommenden Freitag erstmal beim Pokalspiel gegen Henstedt-Ulzburg in der Ernst-Grube-Halle erleben. Anpfiff ist um 19 Uhr. Das erste Spiel in der zweiten Bundesliga beginnt am 31. August um 19.30 Uhr in der Arena. Neu ist dann auch der Video-Livestream von LVZ-Online. Im Internetangebot der Leipziger Volkszeitung werden alle Heimspiele des SC DHfK der neuen Spielzeit übertragen.

Matthias Roth

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