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Hoffen auf den großen Gegner: SC DHfK Leipzig zieht ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein

Hoffen auf den großen Gegner: SC DHfK Leipzig zieht ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein

Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich am Dienstagabend in der zweiten Runde des DHB-Pokals für ihre erste Saisonniederlage am vergangenen Sonnabend revanchiert.

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Franz Semper (SC DHfK) gegen Moritz Lambrecht (TV Hüttenberg)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Mannschaft von Trainer Christian Prokop gewann gegen TV Hüttenberg mit 25:18 (8:6) und darf nun auf einen attraktiven Gegner im Achtelfinale hoffen.

Die Spiele werden nächste Woche Mittwoch vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland ausgelost. Ebenfalls schon im Lostopf: Der VfL Gummersbach und der THW Kiel, die auch am Dienstag gewannen.

Es war für die Grün-Weißen, und vor allem für die Fans, wie eine Rückkehr nach Hause: Für den Pokalfight wechselten die Leipziger von der Arena hinüber in die Ernst-Grube-Halle. Dort hat der SCDHfK legendäre Handball-Schlachten geschlagen. Unvergessen: Das entscheidende Aufstiegsspiel in die 2. Bundesliga gegen Dessau vor drei Jahren mit den beiden Altstars Joel Abati und Goran Stojanovic in den eigenen Reihen. Allerdings folgte nur der harte Kern mit an die alte Wirkungsstätte. Lediglich 561 Zuschauer wollten das Spiel sehen.

Beiden Mannschaften begannen nervös, leisteten sich viele Fehler. Nach zehn Minuten führten die Hausherren gerade 2:0. Vor allem im Angriff ließ der SC DHfK zu viele Bälle liegen, langte dafür aber in der Abwehr ordentlich zu und hatte einen bestens aufgelegten Felix Storbeck zwischen den Pfosten, der gleich mit einer ganze Reihe von Paraden seine Team vor einem Rückstand bewahrte. Der Torhüter schwang sich in dieser Phase auch zum Motivator auf, rannte bei einem Angriff gleich mit bis in die gegnerische Hälfte und schrie seine Männer zur nächsten Offensive.

Prokop hatte sich über das Spiel an diesem Dienstag gefreut. Er wollte eine Antwort seiner Männer nach der überraschenden Pleite gegen Saarlouis am Wochenende sehen. Zumindest ein Verantwortlicher des SC DHfK hat persönlich vom doppelten Punktverlust profitiert: Geschäftsführer Karsten Günther konnten sich von seinem Bart trennen, stand glatt rasiert an der Seite. Acht siegreiche Spiele in Folge durfte der Gesichtsschmuck zuvor wachsen.

Das Angriffsniveau der Partie blieb in der ersten Hälfte weiter bescheiden. Beide Mannschaften fanden einfach nicht ihren Rhythmus und gingen schließlich beim Stand von 8:6 in die Pause. "Im Angriff haben wir nicht stark gespielt", analysierte dann auch Prokop. Seine Männer hätten mit den Chancen "geschludert". Dafür war der Coach mit Engagement und Tempo "hochzufrieden".

Ein Schrei ließ in der 26. Minute das Publikum verstummen: Hüttenbergs Maximillian Kraushaar verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung am Knie und blieb minutenlang auf dem Parkett liegen. Besonders tragisch: Kraushaar ist gerade erst nach einer Blessur am Meniskus des anderen Knies und einjähriger Pause wieder fit geworden.

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Der SC DHfK steigerte sich im Angriff ohne zu brillieren. Hüttenberg blieb erschreckend harmlos und lud so zu Kontern ein. Die Statistik bestätigt das schwache Offensivspiel der Gäste: Der SC DHfK bekam nur einen Siebenmeter und eine Zeitstrafe gegen sich gepfiffen. Gästetrainer Axel Spandau war dennoch mit seinem Team zufrieden. "Ich habe heute drei Stammspieler geschont, den Jüngeren eine Chance gegeben", sagte er. Ihm sei schon vor dem Spiel klar gewesen, dass die Möglichkeit zum Weiterkommen für Hüttenberg bei zwei bis drei Prozent lag. Seinen Männern habe er das aber nicht gesagt. "Leipzig ist die stärkste Mannschaft der Liga und wird auch nach oben gehen", glaubt Spandau.

SC DHfK: Storbeck, Tovas - Emanuel, Streitenberger 1, Krzikalla 4, Pöter 5/4, Oehlrich 2, Greß 1, Boese, Roscheck, Weber 2, Milosevic 4, Pechstein 2, Naumann, Semper 4

TV Hüttenberg: Schomburg, Poltrum - Höpfner 1, Zörb, Wernig 2, Kraushaar 1, Warnke 1, Fernandes 1, Bubalo 1, Mappes, Schmidt 4, Liebald 3, Semmelroth, Ludwig 4/1

Zuschauer: 561

Siebenmeter: SC DHfK 5/4, Hüttenberg1/1

Zeitstrafen: SC DHfK 1, Hüttenberg 5

Schiedsrichter: Patrick Arndt/Christian Kobilke (Biederitz)

Matthias Roth

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