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„Ich bin ein Mann ohne Nerven“ – Abati will zwei Siege mit dem SC DHfK Leipzig

„Ich bin ein Mann ohne Nerven“ – Abati will zwei Siege mit dem SC DHfK Leipzig

Leipzig. Ein Hauch von großem Bundesliga-Handball schwebt durch die Sporthalle Brüderstraße. Goran Stojanovic steht im Tor, Joel Abati tritt an den Siebenmeterpunkt und zieht kurz und trocken ab.

Tor! HSV Hamburg gegen SC Magdeburg hieß dieses Duell jahrelang. SC DHfK gegen SC DHfK heißt es heute. Bei ihrer zweiten Trainingseinheit mit dem Drittligameister aus Leipzig fallen die beiden für zwei Relegationsspiele verpflichteten Stars am Donnerstagabend wenig auf, ordnen sich unter.

„Sie drängen sich nicht in den Vordergrund“, findet auch Steve Baumgärtel, der bei den Grün-Weißen auf derselben Position wie Abati spielt. Sieht auch Marcus Leuendorf so. „Abati hat alles gewonnen, da schaut man schon nach oben“, sagt er. Der Franzose sei in Ordnung, habe keine Starallüren. Gerade für Leuendorf, der in der nächsten Saison für die SG LVB Leipzig aufläuft, hat das Engagement des Weltmeisters Folgen. Als jetzige Nummer drei auf der Position sind seine Einsatzchancen auf ein Minimum gesunken.

Wer am Sonnabend tatsächlich im rechten Rückraum spielen wird, bleibt noch geheim. Da will sich Trainer Uwe Jungandreas nicht in die Karten schauen lassen. „Ich habe einen Plan im Kopf, mehr sage ich aber nicht“, so der Coach. Abati jedenfalls, gerade von einem Urlaub auf der Karibikinsel Martinique zurück, sei zu einhundert Prozent fit. Stojanovic helfe mit seiner Ruhe und Erfahrung.

Beim Training am Donnerstag ließ Jungandreas noch einmal Abwehrvarianten üben. „Wir wollen Tölle und Petersen nicht ins Spiel kommen lassen“, erklärt Baumgärtel. Die beiden Rückraumshooter der HSG Tarp-Wanderup, dem ersten Gegner im Kampf um den Zweitligaaufstieg, haben in der abgelaufenen Drittligasaison fast die Hälfte aller Tore der Norddeutschen geworfen. „Wenn wir uns dann auch vorn nicht blöd anstellen, könnte es mit einem Sieg klappen“, glaubt Baumgärtel.

Am Ende werde die Kondition entscheiden. Und da hat der SC DHfK zuletzt gegen Pirna und Münden ein beeindruckendes Tempo vorgelegt. Beide Konkurrenten um den Staffelsieg in der 3. Liga waren in den Partien gegen die Grün-Weißen in den letzten zehn Minuten stehend Ko. „Da haben sich unsere acht Trainingseinheiten pro Woche ausgezahlt“, freut sich Rechtsaußen René Boese noch immer.

Am Freitag fährt Coach Jungandreas den Übungsumfang runter. Taktikschulung ist angesagt. „Mit Goran haben wir uns in der Deckung schon prima abgestimmt“, berichtet Baumgärtel. Stojanovic kennt sich mit jungen Spieler aus. In Hamburg hat er für den HSV die Torhüter betreut. Sein Vertrag läuft allerdings im Sommer aus, und der 45–Jährige sucht eine neue Herausforderung, gern auch als Coach bei einem ambitionierten Zweit- oder Drittligisten. Von DHfK-Torhüter Sebastian Schulz, der mit Zweitspielrecht nächste Saison auch für die SG LVB aufläuft, ist er jedenfalls begeistert: „Ein guter Junge mit viel Potential“.

Für Joel Abati zählt am Sonnabend und dann am Mittwoch nur eines: „Es sind zwei Spiele, ich will zwei Siege“. Druck oder Nervosität sind für den 41-Jährigen Fremdwörter. „Ich bin ein Mann ohne Nerven“, sagt er selbst von sich und legt Stojanovic noch ein paar Siebenmeter ins Netz..

Kartenvorverkauf

Am Freitag startet der Kartenvorverkauf für das Spiel gegen den Zweitligisten am Mittwoch in der Ernst-Grube-Halle. An diesem Tag erhalten alle diejenigen Fans ein Ticket, die ihre Eintrittskarte vom letzten Punktspiel gegen Bad Neustadt oder dem ersten Relegationsspiel in Tarp vorlegen. Verkauft werden die Tickets von 13 bis 19 Uhr im Fitness- und Gesundheitszentrum des SC DHfK, Am Sportforum 10.

Am Sonnabend startet dann der Vorverkauf für alle anderen Anhänger beim Sommerfest des Vereins auf der Festwiese. Der Stand dort hat von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Die Restkarten sind von Montag an in der Sportfabrik, Wittenberger Straße 79, im Angebot. Das Sitzplatzticket kostet neun Euro (ermäßigt sieben Euro), die Stehplatzkarte ist für sieben Euro (ermäßigt fünf Euro) erhältlich.

Matthias Roth

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