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In Dessau kocht die Stimmung – Zweitligist kommt mit breiter Brust zum SC DHfK

In Dessau kocht die Stimmung – Zweitligist kommt mit breiter Brust zum SC DHfK

Marco Rösike hat sich den Adrenalinschub vom vergangenen Sonnabend bis Montag bewahrt. Regelrecht euphorisch spricht der sportliche Leiter über seine Mannschaft, den Handballzweitligisten Dessau-Roßlauer HV.

Leipzig. In letzter Minute haben sich die Sachsen-Anhalter noch für die Relegation um den Klassenverbleib mit dem zehnten Platz qualifiziert.

Ausgerechnet beim Tabellenvierten gewannen die Muldestädter mit 31:29, eine Leistung die ihnen im Vorfeld niemand mehr zugetraut hatte. „Ich habe 25 Jahre Handball gespielt, war bestimmt 15 mal in Emsdetten, gerissen haben wir dort nie etwas“, berichtet der Dessauer. Nie aufgesteckt hätten seine Jungs, jeder habe seine Leistung gebracht, Spaß am Spiel gehabt.

Die Freude am Handball ist seit zwei Wochen im Verein zurück. Da trennte sich der Zweitligist nach einer Niederlage gegen den Vorletzten Füchse Berlin II von Coach Peter Pysall. Rösike und Spielertrainer Armands Uscins übernahmen. „Wir haben viel im psychologischen Bereich gearbeitet und endlich wieder knackige Spielzüge gezeigt“, sagt der sportliche Leiter.

Einen Rückschlag müssen die Anhalter aber hinnehmen. Uscins sah in Emsdetten in der Schlussminute die rote Karte und ist für das Spiel in Leipzig gesperrt. Damit fehlt er nicht nur als einzig verbliebener Kreisspieler, sondern auch als Coach. „Das war ein Schlag ins Gesicht für uns, jetzt muss ich mich auf die Bank setzen“, so Rösike.

Für die Kreisposition sucht er noch Ersatz. Eine interne Lösung komme kaum in Frage. Der Kader der Dessauer ist schmal. „Wenn ich da jemanden umsetze, reiße ich an anderer Stelle eine Lücke“, sagt der sportliche Leiter. Ein Blitztransfer muss also her. „Wir führen bereits Gespräche, Namen nenne ich nicht“, berichtet Rösike. Während er nach einer Verstärkung sucht, laufen in der Geschäftsstelle die Telefone heiß. Die Kartennachfrage sei enorm. Die einhundert Tickets für die Gäste reichten hinten und vorn nicht.

In den beiden Tagen vor der entscheidenden Partie am Mittwoch um 19 Uhr in der Ernst-Grube-Halle wollen die Verantwortlichen „die Stimmung hochhalten“. Von seiner Tochter Isa-Sophia, die im Juniorteam des HC Leipzig spielt, weiß Rösike, dass auch in der Messestadt „die Laune rebellisch ist“. Taktisch werde der SC DHfK ganz anders als in Tarp auftreten, erwartet Rösike. Eine Sonderbewachung für Joel Abati werde es nicht geben, ihn dürfe man nicht überbewerten, meint der Sportchef. Zumindest wird es zum Wiedersehen zweier Weggefährten kommen. Dessaus Robert Lux spielte zusammen mit Abati beim SC Magdeburg.

Matthias Roth

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