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Leipzigs Grube-Halle bereitet Gänsehaut - Tusem-Trainer Maik Handschke im Interview

Leipzigs Grube-Halle bereitet Gänsehaut - Tusem-Trainer Maik Handschke im Interview

Am Freitag startet die erste Saison der neuen eingleisigen 2. Handball-Bundesliga. Aufsteiger SC DHfK Leipzig tritt auswärts bei Tusem Essen an. Die Westdeutschen werden vom Schweriner Maik Handschke trainiert.

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Maik Handschke, Trainer von Tusem Essen

Quelle: Tusem Essen

Leipzig/Essen. Im Interview spricht er über die Chancen beider Teams, die neue Zahlungsmoral in Essen und seine Gänsehaut beim Gedanken an die Leipziger Grube-Halle.

Herr Handschke, Sie starten am Freitag gegen den SC DHfK in die Saison der neuen 2. Bundesliga. Was wissen Sie vom Gegner aus Leipzig?

Handschke:

Die Mannschaft und meinen Kollegen Uwe Jungandreas kenne ich gut. Ich habe den SC DHfK schon in der letzten Saison beobachtet. Wir mussten auch mit der Relegation rechnen. Diesen Gegner dürfen wir nicht unterschätzen, das ist eine eingespielte Truppe. Besonders Eric Jacob, Till Riehn, Philipp Seitle und Steve Baumgärtel sind gefährlich.

Leipzig ist der einzige echte Aufsteiger, welche Chancen räumen sie den Sachsen ein?

Ich glaube, dass sie auf jeden Fall drin bleiben und nicht absteigen. Vor allem mit ihrer Heimstärke werden sie Punkte holen, wenn sie auswärts unterschätzt werden ist auch dort etwas drin.

Sie haben mit Matthias Gerlich und Richard Wöss ihre besten Torschützen verloren, dafür sind der frühere Delitzscher Hannes Lindt und der Gummersbacher Ole Rahmel neu im Team. Welche Rolle trauen Sie ihrer Mannschaft  zu?

Wir wollen so stark spielen, wie in der Rückrunde der letzten Saison. In der Hinrunde hatten wir noch Probleme, weil die Mannschaft neu zusammengestellt war und einige Spieler auch verletzt waren. Nun müssen wir uns mit unserem jungen Team in der Liga etablieren und möchten einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Mit der Vorbereitung bin ich jedenfalls sehr zufrieden.

Ihr Sohn Felix hat in der vergangenen Saison 91 Tore geworfen. Im August hat er sich das Kreuzband gerissen. Wie geht es ihm?

Die Verletzung ist wirklich ein Wermutstropfen. Er ist vor drei Wochen operiert worden und fällt nun für die Hinrunde aus. Wir überlegen, ob wir noch einen Spieler kurzfristig als Ersatz verpflichten. Das passiert aber nicht mehr vor Freitag.

Essen hat wirtschaftlich turbulente Jahre mit dem Entzug des Bundesligalizenz im Jahr 2005 hinter sich. Wie ist der Verein heute finanziell aufgestellt?

Finanziell ist jetzt alles top hier. Die Spieler bekommen seit der Insolvenz vor über zwei Jahren ihr Geld pünktlich und das schon am 25. des laufenden Monats. Wir haben seitdem eine neue Geschäftsführung und gehen einen neuen Weg mit unseren jungen Spielern. Der Altersschnitt liegt bei 23,5 Jahren, das ist das zweitjüngste Team der Liga. In zwei, drei Jahren wollen wir dann zurück in die 1. Bundesliga.

Die meisten Trainer und Experten sehen in Minden den großen Ligafavoriten. Welche Teams steigen in die erste Bundesliga auf?

Minden mit seinem Etat sehen ich auch vorn. Zu den Favoriten gehören für mich aber auch Emsdetten, Bietigheim und Bittenfeld.

Mit dem ASK Vorwärts Frankfurt/Oder haben Sie selbst in der 1980er Jahren in Leipzig gespielt. Welche Erinnerungen haben Sie an die Stadt und das Publikum?

An Leipzig habe ich viele gute Erinnerungen. Mein erster Trainer in Schwerin war der frühere DHfK-Spieler Erwin Kaldarasch. Außerdem verfolge ich nach wie vor den Handball-Osten. Dass Kretzsche sich in Leipzig engagiert ist eine gute Sache. Die Ernst-Grube-Halle kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit, da freue ich mich auf unser Rückspiel. Wenn ich daran denke, bekomme ich schon jetzt eine Gänsehaut.

Interview: Matthias Roth

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