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Leistungsgrenze und Willensschulung – SC DHfK gibt Gas für die zweite Bundesligasaison

Trainingsauftakt Leistungsgrenze und Willensschulung – SC DHfK gibt Gas für die zweite Bundesligasaison

Die Schonzeit ist vorbei: Am Donnerstag startete der SC DHfK mit einem neuen Athletik-Coach in die harte Saisonvorbereitung. Cheftrainer Christian Prokop will mit seinen Spielern über die Grenzen hinaus gehen, um in der Bundesliga modernen und schnellen Handball zu zeigen. 

Trainingsauftakt bei Handball Bundesliga Erstligisten SC DHfK, auf dem Testfeld auf dem Sportcampus.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Christian Prokop kann gnadenlos sein: „Es wird in den kommenden Wochen viele Einheiten geben, bei denen wir über die Leistungsgrenze hinaus gehen werden“, kündigte der Trainer des Handball-Bundesligisten SC DHfK nach dem bereits kräftezehrenden Auftakt am Donnerstag an. Doch seine Mannschaft wird es ihm in dieser Saison noch danken. Der Coach sagt: „Der Wille war genau das, was uns auch letzte Saison ausgezeichnet hat. Die Fans dürfen sich auf eine moderne und temporeiche Spielweise freuen.“

Das Auftreten des SC DHfK in seiner Bundesliga-Premieren-Saison gab auch den Ausschlag für den Wechsel von Niclas Pieczkowski nach Leipzig. Nun haben die Grün-Weißen den ersten deutschen Nationalspieler in ihren Reihen. „Ich mache mir deshalb keinen Druck. Wir sind eine Mannschaft und der will ich mit meiner Athletik und in der Abwehr helfen.“ Dem verpassten Olympia-Traum hängt der Rückraumspieler nicht mehr hinterher: „Ich bin ja gleich am Anfang aus dem Kader gefallen. Außerdem habe ich so den Vorteil, mich hier besser einfügen zu können.“ 

Ist das erste Training der Vorbereitung eigentlich das Schlimmste? „Ja, weil es von Null auf 100 geht“, sagt Pieczkowski. Vom 19er Kader der Grün-Weißen waren bis auf Andreas Rojewski (polnische Nationalmannschaft) und Thomas Oehlrich (Urlaub) alle dabei. Milos Putera trat nach einer Angina noch etwas kürzer, Lucas Krzikalla muss nach dem Riss der Achillessehne mindestens bis September weiter pausieren. Der Rechtsaußen durfte die Zeiten notieren, die seine keuchenden Teamkollegen auf der Tartanbahn schrubbten.

Die Schonzeit ist vorbei: Am Donnerstag startete der SC DHfK mit einem neuen Athletik-Coach in die harte Saisonvorbereitung. Cheftrainer Christian Prokop will mit seinen Spielern über die Grenzen hinaus gehen, um in der Bundesliga modernen und schnellen Handball zu zeigen.  (Fotos: Dirk Knofe)

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Einen fitten Eindruck hinterließ der schwedische Neuzugang Tobias Rivesjö: „Ich bin froh, jetzt zur Mannschaft zu gehören. Ich wollte schon letzte Jahr nach Leipzig, aber da bin ich nicht aus meinem Vertrag herausgekommen“, sagt der 26-jährige Rückraumspieler und fügt hinzu: „Hier ist eine Reise nach oben möglich und ich möchte dabei sein.“  Dieser Motivation ist sich Coach Prokop bewusst: „Wir haben mit Tobias Rivesjö und Roman Becvar bewusst auch die mit stärksten Spieler der Zweiten Liga geholt, die sich in der Bundesliga noch beweisen wollen.“

Neben den Lauf- und Krafteinheiten in den nächsten Tagen gibt es gemeinsam mit dem HC Leipzig ein Seminar zur Regelkunde. Auf fünf neue Gegebenheiten, wie z.B. den siebten Feldspieler ohne farbiges Trikot, müssen sich die Handballer sowie die Fans ab dieser Saison einstellen. Neu beim ersten Training: Athletikcoach Hagen Pietrek, der zuletzt bei den Basketballern des MBC und vorher bei den Uniriesen für die Fitness zuständig war. Er soll Co-Trainer André Haber entlasten, der zusätzlich die A-Jugend des SC DHfK betreut und bei der Jugend-Nationalmannschaft arbeitet.

Nach anderthalb Stunden Schnelligkeit, Kraft und unzähligen Runden auf der Laufbahn waren die Spieler froh, als der Feierabend eingeläutet wurde. Torhüter Jens Vortmann versuchte die Tochter von Geschäftsführer Karsten Günther zu überreden, morgen seine Laufeinheit zu absolvieren – erfolglos. Den Humor hatten die Handballer trotz kräftezehrender Einheit nicht verloren. „Los jetzt, ab in die Vodkaria“, rief Benjamin Meschke scherzhaft in die Runde.

Anne Grimm

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