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Losverkauf bis morgens um halb vier: SC DHfK Leipzig schließt Finanzlücke

Handball-Bundesliga Losverkauf bis morgens um halb vier: SC DHfK Leipzig schließt Finanzlücke

Der Etat ist wieder ausgeglichen: Der SC DHfK Leipzig hat innerhalb von drei Wochen rund 100.000 Euro mit einer Losaktion eingenommen. Die letzten Glücksscheine verkaufte Geschäftsführer Karsten Günther beim Opernball morgens um halb vier.

Cindy Roleder zog die Kugel und Karsten Günther verlas die Gewinner.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Nach dem Spiel ist vor der Verlosung. Die Pleite seiner DHfK-Handballer gegen Hannover-Burgdorf nagte am Mittwochabend an Geschäftsführer Karsten Günther schon gewaltig. „Das fühlt sich Scheiße an“, fand er deftige Worte nach dem doppelten Punktverlust. Der 35-Jährige ist aber ganz Profi und kann den Schalter von jetzt auf gleich umlegen.

Keine halbe Stunde nach dem Abpfiff stand der Manager schon wieder gut gelaunt in der VIP-Lounge vor Sponsoren und Partnern. Günther gab dort den Unterhalter, Motivator und Ziehungsleiter in Personalunion.

Vor drei Wochen hatte er zum offiziellen Saisonauftakt von einem Engpass im Etat über 100.000 Euro berichtet. Der Grund: Die Insolvenz von Unister und damit der Ausfall von Partner Flüge.de. Der Verein präsentierte damals den Sponsoren auch gleich eine Lösung. Sie sollten 300 Lose zum Preis von 500 Euro das Stück oder im Dreierpack für 1000 Euro kaufen. Die letzten Glücksscheine hat Günther beim Opernball am vergangenen Wochenende morgens um halb vier auf der Tanzfläche verkauft. „Danke, das habt ihr geil gemacht Leute“, sagte er deshalb nach dem Hannover-Spiel und ging an die Auslosung der Sieger. Der Gewinn ist die Werbefläche von fluege.de auf Trikots, der LED-Bande und im Programmheft in den 15 noch ausstehenden Heimspielen der Saison.

Damit alles mit rechten Dingen zuging, versiegelte schon am Nachmittag die Leipziger Notarin Angelika Doeberenz eine transparente Plastikbox mit den grünen Loskugeln. Glücksfee war Hürdensprinterin Cindy Roleder, mit der Günther launig über die Olympischen Spiele plauderte. Tenor: Tolles Erlebnis, die Unterkünfte waren nicht so schlecht wie immer beschrieben und Usain Bolt sah sie nur aus der Entfernung. Ein Plausch mit dem Superstar bei einer Saftschorle blieb deshalb unerreicht.

Auch wenn viele Sponsoren mehrere Lose geordert hatten, Sprinterin Roleder zog keinen Gewinner doppelt. Großzügige Geste: Gunter Oberreich unterstützte einst mit seiner Firma die Handballer, ist inzwischen Rentner und machte als Privatmann mit. Die gewonnene Werbefläche spendierte er der Leipziger Kinderstiftung. Das Spiel dürfte für höchste Aufmerksamkeit sorgen: Es ist das Ostderby gegen den SC Magdeburg.

Von Matthias Roth

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