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„Magdeburg liegt uns“ – SC DHfK Leipzig startet selbstbewusst

Handball-Bundesliga „Magdeburg liegt uns“ – SC DHfK Leipzig startet selbstbewusst

Auftaktsieg und Platz drei: Der SC DHfK Leipzig ist wie im Vorjahr in die Saison gestartet. Jetzt wartet der SC Magdeburg auf eine Revanche. Trainer Christian Prokop bleibt entspannt: „Magdeburg liegt uns“.

Gut in Form: Aivis Jurdzs vom SC DHfK.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. „Am besten gleich die gesamte Saison abpfeifen“, sagt DHfK-Trainer Christian Prokop mit einem Augenzwinkern. Seine Männer belegen nach dem ersten Begegnung in der Handball-Bundesliga den dritten Tabellenplatz. Am Ende der Spielzeit wäre damit die Qualifikation für die Champions League erreicht.

Prokop ist aber kein Träumer und kehrt sofort zum Tagesgeschäft zurück. „Wir müssen demütig bleiben und weiter gewissenhaft arbeiten“, fordert er. Während seine Spieler nach dem überzeugenden 30:21-Sieg gegen den Bergischen HC einen freien Tag spendiert bekamen, studierte der Coach die Sonntagspartie noch einmal per Videomitschnitt. „Wir haben diszipliniert gespielt und einfach nicht nachgelassen“, freut sich Prokop noch einmal mit Blick auf den Bildschirm.

Beim Trainer und den Vereinsverantwortlichen ist nach der Auftaktbegegnung jede Menge Druck abgefallen. Schon die gesamte Woche vor dem Spiel war ihnen die Anspannung anzumerken. „Wir wussten nicht, wo wir stehen, der BHC war taktisch eingespielter“, so Prokop. Die Furcht vor einem Fehlstart schwang im Hintergrund stets mit.

Bei den Fans nicht. Sie feuerten ihr Team euphorisch an, hatten eine Niederlage zu keiner Zeit auf der Rechnung und dachten auch an den Auftakt der vergangenen Saison. Damals startete der SC DHfK mit einem Sieg gegen das Starensemble vom HSV Hamburg und ebenfalls einem dritten Tabellenplatz. Am zweiten Spieltag folgte allerdings ein Dämpfer mit der 21:32-Heimpleite gegen MT Melsungen, der im vergangenen Jahr höchsten Saisonniederlage.

„Magdeburg liegt uns“

Am kommenden Sonntag (Anwurf 15 Uhr) heißt der nächste Gegner SC Magdeburg und spielt in seiner Festung Getec-Arena vor mehr als 6.000 erwarteten Zuschauern. Angst vor einem zweiten Melsungen-Loch hat Prokop nicht. „Magdeburg ist eine Mannschaft die uns liegt, wir haben positive Erfahrungen gemacht“, so der Trainer.

Der SCM sieht das mit Sicherheit anders. Die beiden Niederlagen aus der Vorsaison sind nicht vergessen. Erschwerend kommt hinzu: Die Magdeburger haben in der vergangenen Woche gleich zweimal gegen die Rhein-Neckar-Löwen verloren, im Supercup und der Meisterschaft. Dem stets ambitionierten Traditionsverein von der Elbe, mit seinem gewohnt kritischen Umfeld, droht mit einer weiteren Niederlage ein Negativ-Start. Prokop bleibt gelassen. „Nach einem Spieltag hat man noch keinen Druck“, versucht er die Situation seines Kollegen Bennet Wiegert herunterzuspielen.

Personell kann Prokop bis auf Roman Becvar, der nach seinem Muskelfaserriss behutsam aufgebaut wird, auf den gesamten Kader zurückgreifen. Alen Milosevic war am Sonntag zwar umgeknickt, darf aber voll trainieren. Prokop kann sich inzwischen sogar den Luxus erlauben und wie gegen den BHC Tobias Rivesjö, Marvin Sommer und Thomas Oehlrich hinter die Bank setzen. Bei Bedarf nominiert der Coach während der Partie noch einen Spieler nach. Am Sonntag bestand kein Bedarf.

Von Matthias Roth

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