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Mini-Weihnachten für DHfK-Keeper Storbeck – Vertragsende „war ein Schock“

Handball Mini-Weihnachten für DHfK-Keeper Storbeck – Vertragsende „war ein Schock“

Felix Storbeck durchlebt eine harte Woche. Am Montag erfuhr der Torhüter, dass für ihn im Sommer bei den Handballern des SC DHfK Leipzig Schluss ist. Zeit zur Besinnung findet er kaum. Weihnachten ist für ihn auf wenige Stunden geschrumpft. Storbeck ist im Interview mit LVZ.de dennoch optimistisch: „Es wird auf jeden Fall weitergehen.“

Trotz Aus in Leipzig: Felix Storbeck hat keine Motivationsprobleme.

Quelle: Christian Modla

Felix Storbeck, am 23. Dezember noch Spiel und am ersten Weihnachtsfeiertag schon wieder Training: Wie verbringen Sie Heiligabend?

Viel Zeit bleibt nicht. Wir sind Heiligabend erst gegen 4.30 Uhr aus Göppingen zurück gewesen. Ich werde erst noch etwas schlafen und dann am Nachmittag zu meinem Vater nach Oschatz fahren. Dort gibt es Kaffee und abends ein leckeres Essen. Dann geht es aber auch schon wieder zurück nach Leipzig. Morgen bereiten wir uns dann auf das Spiel gegen Melsungen vor.

In Göppingen gab es eine deutliche Niederlage, der Trainer sprach sogar vom schlechtesten Saisonspiel. Was waren die Gründe?

Anfangs haben wir in der Deckung noch gut gespielt und ich hatte die Chance, ordentlich was wegzunehmen. Nach dem 9:13 zur Halbzeit wollten wir noch einmal angreifen. Insgesamt waren wir aber zu unkonzentriert. Allein zehn technische Fehler haben uns ins Hintertreffen gebracht.

War die Rückfahrt nicht trotzdem entspannt, schließlich haben Trainer Christian Prokop und Alen Milosevic am 24. Dezember Geburtstag.

Klar haben wir für Beide um Mitternacht gesungen. Insgesamt war die Stimmung aber getrübt. Der Coach war nicht zu happy und uns ist es auch schwer gefallen, ausgelassen zu sein. Wir hatten in Göppingen nicht gerade unseren besten Tag.

In dieser Woche wurde bekannt, dass Ihr Vertrag nicht verlängert wird. Wie enttäuscht sind Sie?

Das war ein großer Schock für mich. Ich bin immer noch sprachlos. Meine Zukunft hätte ich mir gut in Leipzig vorstellen können. Ich hatte ein gutes letztes Jahr und komme in dieser Saison immer besser zurecht. Richtig fassen kann ich es immer noch nicht.

Wie haben Sie erfahren, dass für Sie in Leipzig Schluss ist?

Der Trainer hat sich am Montag mit mir hingesetzt und die Situation erklärt. Mehr möchte ich dazu jetzt aber gar nicht mehr sagen.

Haben Sie mit so einer Nachricht gerechnet?

Ich wusste von der Situation in Hamburg, dass dort Spieler frei werden. Das habe ich aber versucht auszublenden, wollte nach außen cool wirken und mich dadurch nicht beeinflussen lassen. Ich denke, das habe ich auch ganz ordentlich gelöst.

Wie motivieren Sie sich jetzt für die Rückrunde?

Da habe ich keine Probleme. Schon auf das Spiel gegen Göppingen konnte ich mich wieder richtig konzentrieren. In der Rückrunde will ich allen zeigen, dass ich es kann. Das will ich auch mir selbst beweisen. Auf keinen Fall möchte ich mir vorwerfen lassen, nicht alles gegeben zu haben.

Welche Eindrücke werden Sie nach zwei Jahren aus Leipzig mitnehmen?

Das ist bisher die erfolgreichste Station in meiner noch jungen Karriere. Der Aufstieg in die 1. Bundesliga war der Höhepunkt. Auch diese Saison ist trotz aller Ups und Downs toll für mich. Jeder junge Handballer will einmal in dieser Liga spielen. Ich genieße es, in den vollen Hallen und gegen die Stars anzutreten. Die beiden Jahre in Leipzig waren sehr wertvoll für mich.

Wie geht es im Sommer weiter?

Das werden wir sehen. Ich werde mich mit meinem Berater Erik Göthel zusammensetzen. Jetzt kommt erstmal die EM im Januar, da wird nicht viel passieren. Vielleicht wissen wir im Februar schon mehr. Am schönsten wäre es für mich, weiter in der 1. Bundesliga zu spielen. Es wird auf jeden Fall weitergehen.

Interview Matthias Roth

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