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Mit Respekt, Selbstvertrauen und Maik Machulla reist der ASV Hamm-Westfalen zum SC DHfK

Mit Respekt, Selbstvertrauen und Maik Machulla reist der ASV Hamm-Westfalen zum SC DHfK

Maik Machulla hat relativ viel von dem gewonnen, was man als Handballer so gewinnen kann: die Deutsche Meisterschaft, den Europapokal, den Supercup, die Vereins-Europameisterschaft und den EHF-Cup.

Maik Machulla im Spiel gegen den DHC Rheinland. Der ASV Hamm-Westfalen verlor die Partie 24:31. Machulla war mit sechs Toren bester Werfer seines Teams.

Quelle: ASV HammWestfalen Henning Wegener

Leipzig. Am Samstag kommt der gebürtige Greifswalder, der jahrelang für den SC Magdeburg spielte, nach Leipzig. Als Spielertrainer führt er den ASV Hamm-Westfalen gegen den heimischen SC DHfK auf die Platte und will natürlich auch hier gewinnen. 17 Uhr ist Anpfiff in der Ernst-Grube-Halle.

Wenn der 34-Jährige mit seinen Teamkameraden in die Halle einläuft, wird auch seine Familie auf einer der Tribünen sitzen. Schwester Anja spielte jahrelang bei den Piranhas Markranstädt ebenfalls Handball. „Wenn ich schon mal da bin. Das muss man ja wenigstens für ein kurzes Wiedersehen nutzen", sagt Machulla. Ein besonderes Spiel sei die Partie dennoch nicht für ihn. „Alles ganz normal."

Von seiner Rolle beim ASV Hamm-Westfalen kann der gelernte Rückraumspieler das allerdings nicht sagen. „Eigentlich funktioniert diese Doppelrolle während eines Spiels gar nicht", gibt Machulla freimütig zu. „Wenn ich auf der Platte stehe, habe ich dieselben Emotionen wie alle anderen. Dann bin ich Spieler und nichts anderes." Denoch ist Maik Machulla Trainer des ASV. Er habe erst lernen müssen, sich von dem Gedanken zu verabschieden, zu 100 Prozent alles richtig machen zu wollen. „Das ist in der Konstellation nicht möglich. Es ist ein sehr schwieriger Weg, der für ein Jahr machbar ist", sagt er. Eine Dauerlösung sei das nicht.

Machullas verlängerter Arm auf der Bank heißt Kay Rothenpieler. Der Manager des Erstligaabsteigers hat den Blick von außen. „Ohne ihn ginge es nicht", ist der Trainer überzeugt. „Wir bereiten jedes Spiel gemeinsam vor, legen die Startaufstellung und mögliche Wechsel fest. Kay entscheidet dann im Spiel aber auch selbst, zum Beispiel bei den Auszeiten", so Machulla. Das alles habe sich erst einspielen müssen, werde vom Team aber gut angenommen.

Nichtsdestotrotz gestaltete sich der Saisonauftakt für den Sonntagsgegner des SC DHfK schwierig. Die Vorbereitungsspiele liefen nicht optimal. Gegen Oranienburg schieden die Westfalen aus dem DHB-Pokal aus. Das erste Ligaspiel gegen den DHC Rheinland ging überraschend deutlich mit 24:31 verloren. „Die Enttäuschung war vor allem nach dem Pokalaus groß, im Umfeld aber auch in der Mannschaft. Da entwickelte sich ganz plötzlich so eine kleine Drucksituation", resümiert Maik Machulla. „Wir wollten mit aller Macht den Bock umstoßen und haben dabei unsere Leichtigkeit und die spielerische Linie verloren, unser Heil in Einzelaktionen gesucht. Die Stimmung wurde immer schlechter."

Mit einem 21:21 in Bad Schwartau und dem 31:27-Sieg gegen Bietigheim am vergangenen Wochenende kämpfte sich der ASV selbst aus dem Tief. „Das war wichtig", meint der Coach der Westfalen. Auch wenn 3:3 Punkte nicht das seien, was man sich vor Saisonbeginn gewünscht habe. „Die Jungs haben eine gute Reaktion gezeigt."

Dass die Trauben für ihn und sein Team am Sonntag in Leipzig hoch hängen, ist dem ehemaligen Nationalspieler bewusst. „Der SC DHfK ist heimstark, hat ein tolles Publikum im Rücken. Die Mannschaft kommt über die Emotionen ins Spiel. Darauf sind wir vorbereitet", blickt Machulla voraus. 60 Minuten volle Konzentration sei deshalb gefragt. Wir reisen mit viel Respekt an, aber auch mit viel Selbstvertrauen. Wir wollen die zwei Punkte mitnehmen."

Antje Henselin-Rudolph

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