Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Mit Zauberwürfel-Training Richtung Aufstieg: Bergischer HC reist zum SC DHfK Leipzig

Mit Zauberwürfel-Training Richtung Aufstieg: Bergischer HC reist zum SC DHfK Leipzig

In Geduldsfragen ist Maximilian Weiß ganz groß – zumindest was das Lösen eines Zauberwürfels angeht. 27 Steine in 1,20 Minuten lautet seine Bestzeit. Dass der 1,96-Hühne des Bergischen HC auf so ein ungewöhnliches Hobby gekommen ist, lag an einem Kindheitstrauma, dass er jahrelang nicht überwand, nachdem er als kleiner Knirps nie den Zauberwürfel gelöst hat, wie er scherzhaft erklärt.

Voriger Artikel
SC DHfK: Oehlrich fällt verletzt mehrere Wochen aus – Einsatz im DHB-Pokal fraglich
Nächster Artikel
14 Tore Rückstand: SC DHfK Leipzig vom Bergischen HC in eigener Halle deklassiert

Maximilian Weiß (links) vom Bergischen HC will mit Zauberwürfel-Training Richtung Aufstieg.

Quelle: Alexander Bley

Leipzig. Bis zu dem Zeitpunkt, als er sich exzessiv zwei Monate damit beschäftigte. „Das ist super für die Hand-Augen-Koordination“, erklärt der Kreisläufer des Bergischen HC.

Zwar kann es am Samstag (20 Uhr) auch auf Geduldsspielchen ankommen. Vielmehr gefordert sein wird jedoch die besagte Augen-Hand-Koordination, wenn die Handballer des SC DHfK unter dem Motto „Löwenjagd“ in der 2. Bundesliga den Top-Favoriten BHC zähmen wollen.

Dabei ist Weiß für die Leipziger kein Unbekannter. Der 23-Jährige spielte von 2003 bis 2009 beim damaligen Zweitligisten Concordia Delitzsch, dessen Großteil der Spieler nun bei DHfK aufläuft. Besonders mit Ole Dietzmann hat Weiß noch regen Kontakt, stammen die beiden doch aus Freiberg. Dort haben sie auch zusammen das Handballspielen erlernt. Geprägt hat Weiß jedoch nicht nur diese Zeit. Intensiver waren vor allem die Jahre auf dem Leipziger Sportgymnasium und in Delitzsch, als er unter dem jetzigen DHfK-Coach Uwe Jungandreas trainierte. „Er ist ein typischer Schleifer“, erinnert sich der Kreisläufer, der das Projekt DHfK begrüßt. „Der Männerhandball hat in Leipzig Potenzial. Gerade mit dem Umzug in die Arena und der gegebenen Wirtschaftskraft“, erklärt der 23-Jährige, der gleichzeitig glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die Messestädter durchsetzen. „Spätestens in der Rückrunde werden sie kommen.“

Hingegen gilt es für den Bundesliga-Absteiger BHC bereits jetzt die Weichen für den direkten Wiederaufstieg zu stellen. „Natürlich sind wir mit dem Kader und den Möglichkeiten der Aufstiegsfavorit“, sagt Weiß. Dennoch würden die Wuppertaler von Spiel zu Spiel schauen, „um nicht schon jetzt extrem unter Druck zu geraten“.

Nachdem der BHC abgestiegen war, wurde der Kader umgekrempelt und mit den Spielmachern Michael Hegemann und Viktor Szilágyi überdurchschnittlich gut verstärkt. Hegemann erzielte 70 Tore in 57 Länderspielen für die deutsche Nationalmannschaft. Szilágyi wiederum bringt es sogar auf 754 Tore in 166 Partien für die österreichische Auswahl. Der Rückraumspieler ist Champions League-Gewinner (THW Kiel) und jeweils mehrfacher Europapokal- und EHF-Cup-Sieger (TUSEM Essen, VfL Gummersbach, Flensburg-Handewitt) sowie Deutscher Meister und Pokalsieger (THW Kiel). „Er und Hegemann sind Spieler, die in den wichtigen Situationen die Verantwortung im Team übernehmen und voran gehen“, erklärt Jungandreas.

Gegen den Zweitplatzierten sieht Jungandreas eine Chance: „Wir können nur zum Erfolg kommen, wenn wir uns von Anfang an über eine sehr aggressive Abwehr in das Spiel reinkämpfen. Doch auch der BHC hat eine starke 6:0-Verteidigung mit zwei guten Torhütern sowie ein schnellen Konterspiel über brandgefährliche Außen. Dem müssen wir etwas entgegensetzen“, fordert der Coach.

Anne Kunze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News