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Mit aggressiver Abwehr: DHfK will in Emsdetten punkten - Unruhe nach Delitzscher Forderung

Mit aggressiver Abwehr: DHfK will in Emsdetten punkten - Unruhe nach Delitzscher Forderung

Das Spiel gegen den HC Empor Rostock (31:19) vom vergangenen Sonntag ist jetzt der Maßstab für die Zweitligahandballer des SC DHfK Leipzig. Am Sonnabend geht es nun zum TV Emsdetten.

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„Wenn wir mit der gleichen soliden und aggressiven Abwehr spielen, brauchen wir uns nicht zu verstecken“, sagt Trainer Uwe Jungandreas.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Wenn wir mit der gleichen soliden und aggressiven Abwehr spielen, brauchen wir uns nicht zu verstecken“, sagt DHfK-Trainer Uwe Jungandreas. Die Punkte werde er keinesfalls schon vorher abschreiben.

Anpfiff in der Ems-Halle ist am Sonnabend um 19.15 Uhr. LVZ-Online überträgt die Partie per Audio-Livestream.

Emsdetten gehört zu den Aufstiegsfavoriten. Das erste Spiel verloren die Westfalen zwar zu Hause gegen Nordhorn. „Das war ein Derby, da kann alles passieren“, so Jungandreas. Die zweite Partie gewann der TV bei Korschenbroich mit 29:28. Gegen die Leipziger muss der Gastgeber voraussichtlich auf drei Stammspieler verzichten. Der ehemalige Delitzscher Andrej Kurchev und Achim Cordes sind verletzt. Auch hinter dem Einsatz des Torschützenkönigs der vergangenen Saison in der Nordstaffel, Elvir Selmanovic, steht ein großes Fragezeichen. Er verletzte sich im Spiel gegen Nordhorn.

Dafür ist 2,04-Meter-Mann Janko Bozovic nach einer Zahnentzündung wieder fit. Ihn und den isländischen Nationalspieler Fannar Fridgeirsson haben die Grün-Weißen besonders im Blick. „Das sind die Haupttorschützen bei Emsdetten“, hat auch DHfK-Flügelflitzer René Boese ausgemacht. Uwe Jungandreas gibt nichts auf die Verletztenliste der Westfalen. „Die haben gleichwertigen Ersatz“, glaubt auch er.

Die Leipziger dürfen wieder mit den angeschlagenenen Phil Seitle (leichte Gehirnerschütterung) und Eric Jacob (Knieverletzung) rechnen. Unklar ist der Einsatz von Kreisspieler Thomas Oehlrich, der sich gegen Empor am Sprunggelenk verletzte. „Das sieht nicht gut aus“, meint Jungandreas.

Diskutiert wird in der Mannschaft noch ein ganz anderes Thema. Der Insolvenzverwalter von Concordia Delitzsch hat den früheren Spielern des ehemaligen Zweitligisten und auch Coach Jungandreas ein Forderungsschreiben geschickt. Darin verlangt er drei Gehälter zurück. Begründung: Die Betroffenen hätten wissen müssen, dass der Verein pleite war. Delitzsch hatte ihm vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Zahlungsschwierigkeiten hatte es zuvor schon seit Monaten gegeben.

Der Stamm des SC DHfK besteht aus ehemaligen Concordia-Handballern. „Wir sind zwar einiges gewohnt aus Delitzsch. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass jetzt Unruhe da ist“, berichtet Jungandreas. Für ihn sind die Forderungen unverständlich, schließlich habe er in der Zeit ordentlich gearbeitet.

„Das war ein kleiner Schock“, sagt Boese. Aus Leipzig haben er und seine Mannschaftskollegen aber sofort Rückendeckung erhalten. „Wir sehen die Forderung als nicht rechtens an“, erklärt der Rechtsaußen. Die Spieler wollen nun dagegen juristisch vorgehen. „Ich bin froh, dass der SC DHfK dabei zu uns hält“, so der 27-Jährige.

Jungandreas hofft, dass sein Team das Problem nicht mit nach Emsdetten nimmt. „Das sollte uns dort nicht belasten“, hofft er.

Matthias Roth

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