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Mit neuer Wurfqualität: SC DHfK Leipzig beendet die Fastenzeit – Etat steigt weiter

Handball-Bundesliga Mit neuer Wurfqualität: SC DHfK Leipzig beendet die Fastenzeit – Etat steigt weiter

Der SC DHfK Leipzig ist nach zehn Wochen Heimpause zurück in der Arena. Trainer Christian Prokop hat für die Mission Klassenerhalt an Stellschrauben gedreht. Für die neue Saison steigt der Etat auf vier Millionen Euro.

Apo-Chefin Kirsten Fritsch, Trainer Christian Prokop und Geschäftsführer Karsten Günther (v.r.).
 

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig.  Von wegen Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Für die Fans des SC DHfK Leipzig hört genau an diesem Tag die Enthaltsamkeit auf. Zehn Wochen mussten sie ohne Heimspiel überstehen. Jetzt geht es wieder los. Um 19 Uhr ist FrischAuf Göppingen zu Gast.

Für die Leipziger geht es nach vier Auswärtsspielen ohne Sieg in Folge wieder um einen doppelten Punkterfolg. Die Marschroute von Trainer Christian Prokop ist klar: „Wir wollen zu Hause gewinnen.“

Dafür will der Coach an der einen oder anderen Stelle im Team nachjustieren. „Wir müssen unsere Wurfqualität verbessern“, fordert der Trainer und meint damit vor allem den Rückraum. Zuletzt gegen Lemgo und zuvor auch schon in Minden hatten in erster Linie die Außenspieler mit ihren schnellen Tempogegenstößen überzeugt.

Sommer verdrängt Binder

Auffällig: Linksaußen Marvin Sommer läuft nach seiner Verletzungspause zu alter Form auf und überließ Kapitän Lukas Binder 60 Minuten lang den Platz auf der Bank. Für Prokop kein Problem: „Marvin war stark in der Deckung und schnell in den Kontern. Ich hatte keinen Grund zum Wechseln.“ Und auch Binder nimmt das Duell mit Sommer wie ein Sportsmann an. „Es tut Marvin gut zu spielen und ich habe die komplette Hinrunde allein absolviert, hatte kleinere Blessuren. Wir sind Freunde, ein kleiner Konkurrenzkampf bleibt aber“, so Binder, der am Mittwoch auf einen Einsatz hofft.

Höchstleistungen brauchen die Grün-Weißen gegen Göppingen. Auch wenn die Schwaben in der Tabelle hinter dem SC DHfK stehen, kommt ein Starensemble mit dem ehemaligen Delitzscher Lars Kaufmann, dem slowenischen Torhüter Primoz Prost oder Nationalspieler Tim Kneule, das in diesem Jahr vor allem international wieder für Aufsehen sorgt. Der Europapokalsieger aus dem vergangenen Jahr steht erneut vor dem Sprung ins Final Four. Die Endrunde wird im Mai zu Hause in Göppingen ausgespielt.

Orientierung an Balingen-Weilstetten

Nach einer Serie von 1:7 Punkten will beim SC DHfK niemand von einer Mini-Krise sprechen. „Wir müssen die Ziele realistisch betrachten und dürfen keine Wunderdinge erwarten“, findet Prokop. Und auch Geschäftsführer Karsten Günther schielt nicht auf Platz sechs, auf dem derzeit der TSV Hannover-Burgdorf rangiert, ebenso wie Leipzig mit 20 Minuspunkten belastet. „Wir gucken was Balingen macht“, so Günther. Der HBW liegt auf dem ersten Abstiegsplatz mit neun Zählern Rückstand auf den SC DHfK. Den Leipzigern fehlen noch fünf Punkte für den sicheren Klassenerhalt, die möglichst bei den drei Heimspielen im März eingesammelt werden sollen.

Offen ist weiter die Trainerfrage für die kommende Saison. „Wir befinden uns in Gesprächen“, so Günther. Frauen-Nationalcoach Michael Biegler gilt nach wie vor als Wunschkandidat.

Etat steigt auf vier Millionen Euro

Abgeben muss Günther am Mittwoch die Lizenzunterlagen für die kommenden Saison. Der Etat klettert dann um eine halbe Million auf vier Millionen Euro. Geld kommt in dieser Saison noch von einem neuen Goldsponsor. Ab sofort klebt der Namenszug der Markkleeberger Online-Apotheke apo.com (100 Millionen Euro Jahresumsatz und 20.000 versendete Pakete täglich) auf den Trikots. Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen. „Die halbe Belegschaft hat Handball gespielt und ist DHfK-Fan“, berichtet Geschäftsführerin Kirsten Fritsch. Deshalb habe sie sich für ein Engagement entschieden.

Von Matthias Roth

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