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Nach dem Derby: SC DHfK erfüllt das Soll, bei der SG LVB regieren die Sorgen

Nach dem Derby: SC DHfK erfüllt das Soll, bei der SG LVB regieren die Sorgen

Gegensätzlicher konnte die Stimmung nach dem Leipziger Handball-Derby kaum sein. Während sich die Spieler des 31:17-Testspielsiegers SC DHfK lächelnd von ihren Fans verabschiedeten, zogen die LVB-Akteure lange Gesichter.

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DHfK-Spieler Matthias Gerlich setzt sich im Stadtderby gegen die Abwehr der SG LVB durch.

Quelle: Martin Glass

Leipzig. Eine derart hohe Niederlage hatte es in vorangegangen vier Aufeinandertreffen im Rahmen der Saisonvorbereitung noch nie gegeben.

LVB-Manager Jens Dirk Schöne bat gleich nach dem Abpfiff Trainer Torsten Löther und Kapitän Max Berthold zum Gespräch. Dass er das Duo aufgrund der insgesamt gesehen desolaten Vorstellung zusammengefaltet habe, wollte der 43-Jährige am Mittwoch auf Anfrage nicht bestätigen. "Das war unser erster harter Test. Wir haben gesehen, wo wir stehen. Wobei klar war, dass es mit den vielen neuen Spielern noch nicht so klappen kann wie gewünscht. Einige unserer Jungs waren gegen den Zweitligisten SC DHfK überfordert. Wir können nicht zufrieden sein und haben besprochen, wie wir die Fehler bis zum Saisonstart in Baunatal abstellen können."

Anders ist die Stimmung im Lager des SC DHfK. "Ich erkenne eine gute Arbeitsmoral bei den Jungs. Sie wirken zielstrebig und haben offenbar Spaß beim Training", fand Handball-Geschäftsführer Karsten Günther und warnte gleichzeitig vor zu großer Euphorie: "Es gibt noch viel zu tun, wir haben erst Halbzeit in der Vorbereitung. Voriges Jahr sah es auch lange Zeit hoffnungsvoll aus. Wie gut gearbeitet wurde, wird sich schon im ersten Spiel gegen Erstliga-Absteiger Großwallstadt zeigen."

Sorgen bereitet den DHfK-Verantwortlichen Kreisläufer Rico Göde (31), auch weil mit Thomas Oehlrich (29) ein Leistungsträger auf dieser Position noch wochenlang fehlen wird. Göde konnte gegen LVB in Hälfte zwei nicht mehr mitwirken. "Mein nach dem Kreuzband-riss voriges Jahr operiertes Knie wurde etwas dick. Das kommt von der derzeit hohen Belastung. Es ist schon wieder besser."

Trainer Christian Prokop hat Gödes Probleme erkannt, wird reagieren. "Wir müssen das Training von Rico dosieren. Denn wir brauchen ihn nicht nur im Angriff. Er spielt auch eine wichtige Rolle für unsere Deckung im Innenblock", erklärt der 34-Jährige.

Er gab seinen Männern gestern frei. Ein Tag sollte es aus seiner Sicht schon sein in dieser von harten Trainingseinheiten geprägten Zeit. "In der Vorbereitungsphase ist es eher die Kunst, gute Regenerationspausen zu legen. Jede Mannschaft trainiert hart, aber man kann sich dabei auch in den Keller trainieren, wenn wir diese Pausenzeiten nicht gut gestalten", weiß der junge DHfK-Coach.

Am Wochenende sind seine Jungs in Oranienburg gefordert. "Es ist ein gutbesetztes Turnier, bei dem wir die Chance nutzen möchten, uns weiter gut einzuspielen", meinte Prokop. Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2013

Norbert Töpfer

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