Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Nationalspieler Gensheimer: "Leipzig hat als Underdog die Liga aufgemischt"

Rhein-Neckar-Löwen zu Gast in Leipzig Nationalspieler Gensheimer: "Leipzig hat als Underdog die Liga aufgemischt"

Uwe Gensheimer will zum Abschied aus der Bundesliga seinen ersten Meistertitel mit den Rhein-Neckar-Löwen holen. Dafür benötigt der Tabellenführer gegen den SC DHfK am Mittwoch (Anwurf 20.45 Uhr) einen Sieg. Im LVZ-Interview spricht er über die enge Meisterschaft, seinen Wechsel nach Paris und den Höhenflug der Leipziger.

Uwe Gensheimer will mit den Rhein-Neckar Löwen erstmals Deutscher Meister werden. Am Dienstag trainierte er mit seinem Team vor der Partie gegen den SC DHfK in der Arena Leipzig.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Aus in der Champions League und im DHB-Pokal, jetzt noch eine Niederlage in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin: Geht den Rhein-Neckar-Löwen zum Saisonfinale die Puste aus?

Wir sind total auf dem absteigenden Ast und müssen aufpassen, dass es für die verbleibenden Spiele noch langt. Nein, im Ernst: Es waren alles enge Spiele. In der Champions League wollten wir schon in die nächste Runde kommen. Das Pokalhalbfinale mit Verlängerung war ein Fifty-Fifty-Spiel. Und in Berlin haben auch schon andere Mannschaften verloren. Wir halten an unserem Ziel fest: die erste deutsche Meisterschaft.

Kiel ist in der Bundesliga wieder punktgleich, jetzt geht es im Titelkampf auch ums Torverhältnis. Muss der SC DHfK Angst vor einem Debakel haben?

Der erste Schritt ist, überhaupt hier in Leipzig zu gewinnen. Wir wissen, dass das nicht einfach wird. Dafür bringen wir den nötigen Respekt mit und gehen nicht ins Spiel, um so hoch wie möglich zu gewinnen.

Warum werden die Rhein-Neckar-Löwen dieses Mal Deutscher Meister?

Wir haben von den vergangenen Jahr gelernt und sind daran gewachsen. Diese Saison ist es nicht ganz so eng wie vor zwei Jahren (Kiel holte damals mit einer um zwei Treffer besseren Tordifferenz den Titel, Anm. d. Red.). Das eine oder andere Spiel haben wir auch höher gewonnen als früher. Über das ganze Jahr hinweg gesehen, waren wir die beste Mannschaft der Liga.

Uwe Gensheimer tritt am Mittwoch in der Handball-Bundesliga mit den Rhein-Neckar Löwen gegen den SC DHfK Leipzig an. Zuvor wurde zum Training und LVZ-Interview in der Arena Leipzig gebeten.

Zur Bildergalerie

  Sie verlassen zum Saisonende die Bundesliga und wechseln zu Paris St. Germain. Wie erleben Sie Ihre Abschiedstournee in den deutschen Handball-Hallen?

Sehr, sehr positiv. Ich habe mich schon dabei erwischt, die restlichen Spiele zu zählen. Größtenteils bekomme ich von den gegnerischen Fans viel Respekt. Das macht mich froh und glücklich, wenn meine Leistung auch auswärts anerkannt wird.

In Deutschland sind Sie einer der populärsten Spieler. Warum gehen Sie nach Frankreich?

Ich habe seit 2003 in Mannheim gespielt und dort viel mitgemacht. Jetzt möchte ich eine neue Erfahrung machen, bei einer Mannschaft wie Paris St. Germain spielen und mich im Ausland beweisen. Es wäre nicht ganz so einfach gewesen, innerhalb der Bundesliga zu wechseln. Deshalb war Paris für mich die beste Option.

Der deutsche Handball hat nach dem EM-Titel einen enormen Hype erlebt. Wie realistisch ist der Olympiasieg im Sommer?

In der Weltspitze geht es eng zur Sache. Es war das Dramatische bei der EM in Polen, dass wir so enge Spiele hatten. So wird es sicher auch bei den Olympischen Spielen werden. Es kommt auf  Kleinigkeiten an. Aber klar, wir nehmen uns viel vor und wollen in Rio erfolgreich sein.

Sie sind mit der mit den Rhein-Neckar-Löwen schon seit Sonntag in Leipzig. Was haben Sie von der Stadt gesehen?

Ganz ehrlich: nicht viel. Wir sind im Lindner-Hotel untergebracht und waren in der Trainingshalle. Am Montagabend hat uns unser Beiratsmitglied Michael Notzon zum Abendessen an den Cospudener See eingeladen. Das war sehr schön, in einem schicken Restaurant bei bestem Wetter.

Der SC DHfK hat den Klassenerhalt schon seit einigen Wochen gesichert. Wie haben Sie die Mannschaft in diesem Jahr erlebt?

Die Jungs kämpfen um jeden Zentimeter. Sie haben mit viel Leidenschaft die Punkte gesichert. Dazu kommt die Unbekümmertheit eines Aufsteigers. Leipzig hat als Underdog die Liga aufgemischt. Deshalb haben wir auch viel Respekt vor dem SC DHfK.

Interview: Matthias Roth

Der SC DHfK hat bereits 4200 Tickets für die Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen abgesetzt. An der Abendkasse gibt es noch Karten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News