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Neue Sponsoren und steigender Etat: SC DHfK Leipzig stellt Zukunftsweichen

Handball-Bundesliga Neue Sponsoren und steigender Etat: SC DHfK Leipzig stellt Zukunftsweichen

Die Handballer des SC DHfK Leipzig erhöhen ihren Etat auf 3,2 Millionen Euro. Mittelfristig peilen sie sogar die fünf Millionen Euro an. Lob und einen Fingerzeig erhielt der Aufsteiger von DHB-Präsident Andreas Michelmann.

DHB-Präsident Andreas Michelmann bei der EM in Polen.
 

Quelle: DHfK

Leipzig.  Die Lobeshymnen auf die Handballer des SC DHfK Leipzig gehen weiter. „Guter Trainer, tolle Mannschaft“, sagte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB), am Donnerstag beim verspäteten Neujahrsauftakt des Vereins mit Sponsoren im Marriott-Hotel. Der Sportfunktionär und Bürgermeister von Aschersleben hat den Sieg der Leipziger beim SC Magdeburg vergangene Woche live in der Halle verfolgt. „Das Spiel hätte noch eine Stunde gehen können, der SC DHfK wäre trotzdem der Sieger gewesen“, so der 56-Jährige. Karsten Günther, Geschäftsführer des Erstligisten, merkte launig an: „Dann wäre aber die Halle schon leer gewesen.“ Viele Magdeburger waren schon vor dem Abpfiff frustriert nach Hause gegangen.

Michelmann hatte aber nicht nur nette Wünsche mitgebracht. „Das nächste Jahr wird schwerer und der Verein muss finanziell zulegen, wenn er weiter nach oben klettern will“, sagte er. Am Budget für die nächste Saison bastelt der SC DHfK gerade. Günther muss am 1. März die Lizenzunterlagen bei der Handball-Bundesliga abgeben. Der Plan sieht einen Etat von 3,2 Millionen Euro vor, rund 200.000 Euro mehr als in diesem Jahr. Und die Ansprüche wachsen weiter. Das Ziel sind vier bis fünf Millionen Euro in den kommenden drei bis fünf Jahren. „Das ist viel, aber nicht unmöglich“, sagte Günther. Schon in der übernächsten Saison sollen es 3,8 Millionen Euro sein.

Der gesicherte Tabellenplatz hat das Team inzwischen bei Sponsoren aus ganz Sachsen interessant gemacht. Auch aus Leipzig melden sich neue Geldgeber. Jüngstes Beispiel: Die BMW-Niederlassung engagiert sich bis zum Saisonende und belegt einen Werbeplatz auf den Hosen der Spieler. Im Marriott ebenfalls dabei: Siegfried Bülow, Leiter des Porsche Werkes und in Jugendjahren selbst Handballer. Zusagen wollte er nicht abgeben. „Wir prüfen aber, ob wir im Nachwuchs etwas machen können“, sagte er gegenüber LVZ.de.

Bundesweit ist der Aufsteiger zu einer beachteten Marke geworden. In einer TV-Rangliste liegen die Leipziger auf Platz vier. Sie weist aus, wie viele Zuschauer durch die Fernsehübertragungen bisher erreicht wurden. Beim SC DHfK waren es 22,4 Millionen. Besser Werte weisen nur der THW Kiel, der SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt auf.

Schulen werden zu Handball-Fans

Den derzeitigen Handball-Hype nach dem EM-Sieg nutzen auch die Leipziger. Für die Nachwuchsgewinnung hat der SC DHfK die Schulen in Sachsen angeschrieben und eine Sportstunde mit einem Bundesligaspieler angeboten. Die Resonanz war überwältigend. 150 Schulen haben sich gemeldet.

Bekannt wurde außerdem: Eine Woche vor dem Länderspiel gegen Katar ist Bundestrainer Dagur Sigurdsson schon einmal in Leipzig. Gemeinsam mit DHfK-Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar und seinem Trainerkollegen Christian Prokop diskutiert er in einem öffentlichen Forum über die „Zukunftsperspektiven des deutschen Handballs“.

Von Matthias Roth

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