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Neuer Partner für den SC DHfK: Grün-Weiße holen HSV-Mäzen Andreas Rudolph ins Boot

Neuer Partner für den SC DHfK: Grün-Weiße holen HSV-Mäzen Andreas Rudolph ins Boot

Der SC DHfK Leipzig hat einen weiteren Schritt in Richtung des Projekts Bundesligahandball in der Messestadt gemacht. Die Verantwortlichen des Clubs gaben am Dienstag die strategische Werbepartnerschaft mit der Profusio Leipzig GesundHeits GmbH bekannt.

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Neue Werbepartnerschaft besiegelt: Stefan Kretzschmar, Karsten Günther, Uwe Krasselt und Andreas Rudolph (v.l.)

Quelle: D. Möritz

Leipzig. Das Besondere daran: Im Rahmen dieser Partnerschaft holten sich die Grün-Weißen auch Andreas Rudolph ins Boot, seines Zeichens Mäzen und Präsident des Erstligisten HSV Hamburg.

Denn der 55-Jährige ist Vorsitzender der Geschäftsführung der GHD GesundHeits GmbH Deutschland, zu der Profusio seit neuestem gehört. Für die Leipziger sei die Verbindung natürlich ein Glücksfall, wie Karsten Günther, Geschäftsführer der SC DHfK Handball GmbH versicherte. Zu verdanken hat er diesen dem prominenten Aushängeschild und Aufsichtsratsmitglieds des Clubs Stefan Kretzschmar. Der ehemalige Nationalspieler und der Unternehmer sind seit Jahren befreundet. Logisch, dass „Kretzsche" da die Vorstellung des neuen Partners übernahm. „Dass eine Lichtgestalt wie Andreas Rudolph an ein Projekt wie das unsrige glaubt, ist nicht selbstverständlich", betonte der 37-Jährige. Immerhin befinde man sich nach wie vor in der dritten Liga.

Mit dem neuen Partner, der zunächst einmal bis zum Sommer 2012 an der Seite des SC DHfK stehen wird, wollen die Grün-Weißen hoch hinaus, und zwar gleich in doppelter Hinsicht. „Natürlich hilft uns die Vereinbarung finanziell weiter", so Kretzschmar. Und dann sei da noch die Sogwirkung in Leipzig und der Handballszene, die man sich von der Verbindung erhoffe. Keiner der Anwesenden wollte sich zur konkreten Höhe des Engagements äußern. „Ich denke, für einen Drittligisten ist es ein ordentlicher Betrag", meinte Rudolph und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Es ist nicht ganz so viel wie beim HSV."

Seinen Einstieg beim SC DHfK sieht der Unternehmer recht pragmatisch. „Wir haben uns als Firma für die Ansiedlung in Leipzig entschieden. Da lag es nahe, sich am Ort auch in irgendeiner Weise zu engagieren", so Andreas Rudolph, der einst selbst in der Handballbundesliga für Essen und Rheinhausen aktiv war. Dass die Wahl auf die ambitionierten Männer in den grün-weißen Trikots fiel, sei in seinen Augen auch logisch. „Der Handball ist im Osten Deutschlands seit jeher eine etablierte Sportart, die auf große nationale und internationale Erfolge zurückblicken kann", sagte er am Dienstag. „Auch deshalb bin ich davon überzeugt, dass Leipzig eine Bundesligamannschaft verdient hat."

Dass der Weg dahin noch weit ist, sei allen klar, bemühte sich Stefan Kretzschmar zu versichern. Zudem sei mit der neuen Partnerschaft der Druck auf die Spieler noch einmal gestiegen sei. „Wir haben die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg in die 2. Liga geschaffen. Es ist uns allen klar, dass die Relegation ein hartes Brot ist. Es ist jetzt an der Mannschaft nachzuziehen. Die Jungs müssen mit diesem Druck umgehen können", zeigte sich der ehemalige Weltklasse-Linksaußen zunächst recht unbarmherzig, um dann doch wieder mildere Töne anzustimmen. „Sollten die Jungs es in dieser Saison nicht schaffen, geht unser gemeinsames Projekt nicht kaputt."

Auch Andreas Rudolph versicherte in diesem Zusammenhang rasch, dass die soeben geschlossene Partnerschaft ligenunabhängig gelte. „Wir werden den SC DHfK auch unterstützen, wenn ein weiteres Jahr in der dritten Liga gespielt wird", erklärte er. „Ich sehe für die künftige Entwicklung des Clubs zwei wichtige Schritte: erst einmal in der zweiten Bundesliga ankommen und dann dort bestehen." Bekanntlich werde die Liga künftig eingleisig gespielt. „Da sind dann einige Vereine dabei, die etwas von Handball verstehen und mächtig aufrüsten", so der Unternehmer, der mit einem Lächeln hinzufügte: „Wenn Leipzig irgendwann tatsächlich in der ersten Bundesliga spielt, habe ich da natürlich einen kleinen Konflikt."

Antje Henselin-Rudolph

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