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Noch ein Sieg bis zum Europacup – Geheimtraining für SC DHfK in Hamburg

Final Four Noch ein Sieg bis zum Europacup – Geheimtraining für SC DHfK in Hamburg

Entwarnung beim SC DHfK Leipzig: Das Knie von Milos Putera wird bis zum Final Four wieder fit. Am Freitagabend ist der 35-Jährige auch beim Geheimtraining dabei.

Darf in Hamburg wieder auf die Platte: Milos Putera.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Anspannung steigt beim SC DHfK Leipzig und es gibt eine erfreuliche Nachricht für Verantwortliche und Fans. Das Knie von Torhüter Milos Putera hält. „Er kann mit nach Hamburg fahren“, sagte Trainer Christian Prokop am Donnerstag. Zwei andere Sorgenkinder müssen allerdings noch fit werden: Maximilian Janke und auch Roman Becar plagen sich mit Infekten. Die beiden Rückraumspieler werden gegen den THW Kiel wohl mit von der Partie sein. „Für die Vorbereitung war ihr Fehlen aber nicht ideal“, so Prokop.

Der Coach hat für Freitagnachmittag 16 Uhr ein Geheimtraining in Hamburg angesetzt. In der ersten Viertelstunde dürfen sich Medienvertreter einen Eindruck vom Team verschaffen, dann müssen alle Beobachter die Halle verlassen. Prokop, bekannt für seine akribische Vorbereitung und Taktik, lässt dann noch einmal Spielzüge üben. „Wir fahren dahin, um ins Finale zu kommen“, sagte der 38-Jährige. Von den großen Namen der Gegner in der Endrunde lässt er sich nicht beeindrucken, sagt aber auch: „Wir müssen über uns hinauswachsen.“

Andreas Rojewski könnte seinen Kollegen zurufen: „Macht es einfach so wie ich im vergangenen Jahr.“ Der 31-Jährige gewann mit dem SC Magdeburg den Pokal. Und einige Vorzeichen dürften dem polnischen Nationalspieler bekannt vorkommen. Der SC DHfK nutzt dasselbe Hotel wie der SCM und die Leipziger Fans sitzen in der Ecke, in der einst auch der Magdeburger Anhang jubelte. Rojewski reicht diese Konstellation aber als Glücksbringer nicht aus. Er sieht andere Pluspunkte bei den Grün-Weißen. „Wir wollen die Euphorie, die wir vielleicht einen Tick mehr haben, mitnehmen. Es ist ein Vorteil, dass wir hungriger sind als die Top drei“, so Rojewski.

Die Schiedsrichter kommen aus Stuttgart, heißen Andreas und Marcus Pritschow. Mit den 41 Jahre alten Zwillingsbrüdern hat der SC DHfK gute Erfahrungen gemacht. In dieser Saison pfiff das Duo bisher ein Spiel der Leipziger, beim Sieg auswärts gegen den Bergischen HC. In der vergangenen Spielzeit leiteten die beiden Ingenieure das emotionale Spiel gegen die Füchse Berlin genau 50 Jahre nach dem Europapokalsieg des SC DHfK im Cup der Landesmeister. Die Mannschaft von Prokop besiegte den Favoriten aus der Hauptstadt.

Pritschow/Pritschow könnten nun dabei sein, wenn der SC DHfK nach Jahrzehnten der Abwesenheit erneut die Qualifikation für den Europacup schafft. Ein Sieg im Halbfinale dürfte dafür bereits ausreichen, da Kiel, Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar-Löwen voraussichtlich wieder in der Champions League antreten. Allein die Teilnahme am Final Four wollten Verband und Liga aber nicht schon mit einem internationalen Startplatz belohnen. „Ich kenne die Konstellation gar nicht, weil ich mich mit dem Europacup nicht befasse“, bekannte Prokop.

Bei einer Niederlage im Halbfinale wäre selbst über die Bundesliga noch ein Sprung in den EHF-Cup möglich. Sollten die Füchse Berlin (Tabellenvierter) oder der SC Magdeburg (Tabellenfünfter) den Europapokal gewinnen, dann wären sie für den kommenden Wettbewerb gesetzt. Die beiden übrigen Startplätze würden dann auch dem Sechsten noch eine EC-Teilnahme bescheren. Diesen Rang belegen derzeit die Leipziger, haben allerdings noch ein hammerhartes Restprogramm vor der Brust.

Von Matthias Roth

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