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Oehlrich und Streitenberger geben Vollgas - mit SC DHfK auf dem Weg zurück in die 1. Liga

Oehlrich und Streitenberger geben Vollgas - mit SC DHfK auf dem Weg zurück in die 1. Liga

Zwei unverzichtbare Routiniers mit ganz verschiedenen Rollen: Der abgesetzte Kapitän Thomas Oehlrich ist beim Zweitliga-Spitzenreiter SC DHfK Leipzig noch immer der Abwehrchef, Edelreservist Ulrich Streitenberger auf dem Weg in die Handball-Bundesliga der Mann für alle Fälle und ein glänzender Antreiber.

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Thomas Oehlrich im Angriff - aber seine Hauptaufgabe ist die Abwehr.

Quelle: Elmar Keil

Leipzig. Beide spielten in der Saison 2005/06 für Concordia Delitzsch bereits in der stärksten Liga der Welt.

„Uli lebt Teamgeist, das überträgt sich auf die Mannschaft. Er bringt trotz der geringen Einsatzzeiten eine unheimliche Motivation hinein“, sagte Trainer Christian Prokop über die Bedeutung des Linksaußen fürs Team. Die Aufgabe von Oehlrich, zuletzt nicht in der Startformation, ist eine andere: „Er hält die Abwehr zusammen, besonders gegen körperlich robuste Gegner. Ich hoffe, dass er nach der Verletzung schnell zu alter Form zurückfindet.“ Zum Glück sei man variabel, bei bestimmten Gegnern sei eben ein Mann mit flinkeren Füßen wie Bastian Roscheck notwendig.

„Noch einmal Bundesliga spielen zu dürfen, wäre für mich eine Riesenfreude - ich möchte das unbedingt noch einmal erleben“, sagt Oehlrich. Dafür nimmt der 30-Jährige - der noch zweieinhalb Jahre Vertrag hat - eine gewaltige Belastung auf sich. Er ist Familienvater, arbeitet als Polizist auf einem Leipziger Revier, muss auf einige Einheiten mit der Mannschaft verzichten und blieb zuletzt nicht von Verletzungen wie am Sprunggelenk verschont. Englische Wochen erfordern auch eine besondere Dienstplanung.

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Uli Streitenberger ist Edelreservist bei den Grün-Weißen.

Quelle: Christian Nitsche

Nach dem überzeugenden 31:24 vom Mittwoch gegen den früheren Europacup-Gewinner TV Großwallstadt steht in „einer entscheidenden Woche“ (Oehlrich) nun am Samstag die Top-Partie beim Tabellenzweiten DJK Rimpar Wölfe an. Laut Prokop ein Gegner, der eher das Zupacken von Oehlrich erfordert. „Es ist nicht leicht, als älterer Spieler nach Verletzungen körperlich aufzuholen“, weiß Oehlrich. Mit dem Wechsel der Kapitänsbinde wollte der Verein ihn entlasten. Die Entscheidung habe schon an ihm genagt. „Aber inzwischen habe ich mich damit arrangiert“, meinte er. Mit Blick auf Nachfolger Lukas Binder fügte der langjährige Abwehrchef hinzu: „Eine solche Aufgabe ist nicht leicht für einen 22-Jährigen. Aber die ganze Mannschaft unterstützt ihn, auch bei mir hat er sich schon Rat geholt.“

Streitenberger, einer der Publikumslieblinge, musste seinen Stammplatz abtreten. Auf Linksaußen ist Binder klar die Nummer eins. „Wir verstehen uns super. Ich sehe mich nicht als großen Konkurrenten, sondern eher als Ansporn für ihn“, meinte der 32-Jährige. Binder war in dieser Saison auch schon verletzt und der kampfstarke Oldie topfit für die längeren Einsätze. Auch Streitenberger ist kein reiner Handball-Profi, hat als Mitarbeiter der DHfK-Geschäftsstelle ein umfangreiches Aufgabengebiet.  Er kümmert sich vor allem um Sponsoren und Marketing. „Es geht darum, dass der Verein, das Umfeld und die Mannschaft vorankommen. Alles ist dem Ziel untergeordnet, in den nächsten Jahren den Sprung in die erste Bundesliga zu schaffen“, so der Blondschopf. Im Gegensatz zu Oehlrich, beide sind seit 2010 im Verein, wird er seine Laufbahn im Oberhaus wohl nicht fortsetzen. „Ich würde mich mehr freuen, zum Aufstieg beitragen zu können“, sagte er: „Das wäre doch ein herrlicher Abschluss meiner Karriere und genau das, wofür ich die letzten Jahre spiele und kämpfe.“

Klappen könnte der Aufstieg ruhig in dieser Saison - da sind sich „Oehle“ und „Uli“ einig.

Torsten Teichert, dpa

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