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Olympia abgehakt: Andreas Rojewski steigt beim SC DHfK Leipzig ein

Letzter Neuzugang Olympia abgehakt: Andreas Rojewski steigt beim SC DHfK Leipzig ein

Der Kader des SC DHfK Leipzig ist komplett. Am Montag stieg auch Andreas Rojewski ins Training ein. Sein Olympia-Aus hat ihn enttäuscht, in Leipzig erwartet ihn eine besondere Rolle.

Andreas Rojewski bei seinem ersten Training beim SC DHfK Leipzig.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Er ist da, er ist fit und er bekommt gleich ein Lob vom Trainer. Mit Andreas Rojewski ist der Kader von Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig komplett. Am Montag trainierte der 30-Jährige das erste Mal mit seiner neuen Mannschaft. „Gut Roje, starker Einsatz“, rief ihm Coach Christian Prokop zwischendurch zu. Der Trainer ließ in der kleinen Arena auf einem Parkour seine Männer bei Kraft- und Geschicklichkeitsübungen schwitzen.

Rojewski hing sich rein, zeigte keine Starallüren, ordnete sich unter. Dabei hat der polnische Nationalspieler jede Menge Erfahrungen mit im Gepäck. Der SC Magdeburg hat ihn geprägt mit Bundesligaschlachten und Europapokalspielen. Bei den Elbestädtern stand er 13 Jahre lang im Kader. Für die neue Saison orientierte sich der Traditionsverein neu, holte den Dänen Mads Christiansen und verlängerte mit Rojewski nicht.

Vor allem Verletzungen warfen den gebürtigen Polen immer wieder zurück. Nach einer Operation am Kreuzband schon vor zehn Jahren hatte sich ein nur wenige Millimeter großes Überbein gebildet und hartnäckig für Schmerzen am Meniskus gesorgt. „Diese Probleme sind jetzt beseitigt“, sagt Rojewski .

„Für meinen Traum viel investiert“

Er kommt bestens vorbereitet nach Leipzig, hat in den vergangenen drei Wochen mit seinem Nationalteam trainiert und musste allerdings am Ende einen sportlichen Rückschlag hinnehmen. Polens Coach Talant Duschebajew sortierte ihn zum Abschluss der Olympia-Vorbereitung aus. „Er kann nicht alle mitnehmen“, bekam Rojewski vom früheren Superstar zu hören. Die Enttäuschung war riesig. „Ich habe für meinen Traum viel investiert und hatte große Hoffnung“, so Rojewski.

Andreas Rojewski auf dem Kraft-Parkour des SC DHfK.

Quelle: Christian Modla

Nach einem zehntägigen Sonderurlaub geht er seine neue Aufgabe aber schon wieder positiv gestimmt an. „Jetzt bleibt mir mehr Zeit für die Vorbereitung mit Leipzig“, blickt der Linkshänder voraus. Vor allem Trainer Christian Prokop war ein Grund für seinen Wechsel zum SC DHfK. Den 37-Jährigen kennt Rojewski aus gemeinsamen Magdeburger Zeiten.

Nach dem überraschenden Sieg der Leipziger beim SCM im Februar standen Prokop und Rojewski noch lange zusammen. „Es war erst Smalltalk“, so der Spieler. Für Prokop war es mehr. Er lotete bereits die Zukunft von Rojewski aus. Es folgte später ein Angebot und Rojewksi nahm an. „Die Wertschätzung und das Engagement in Leipzig haben mich überzeugt“, berichtet der 1,93-Meter-Mann.

Duell mit einem 19-Jährigen

Rojewski teilt sich die Position mit Christoph Steinert und bekommt ordentlich Druck von unten. Der 19 Jahre alte Franz Semper buhlt ebenfalls um Spielanteile. Die Konstellation gefällt Prokop, der Konkurrenzkampf bringe alle Drei voran, gesetzt sei niemand. Ein elf Jahre jüngerer Konkurrent ist für Rojewksi kein Problem, er nimmt das Duell gern an. „Ich war doch damals genauso, wollte unbedingt spielen“, erinnert er sich.

Prokop hat jetzt noch vier Wochen Zeit für die Vorbereitung. Rojewski soll sein verlängerter Arm auf dem Parkett werden, so wie es Philipp Pöter in der vergangenen Saison war. Am 4. September beginnt die Saison mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC, in der Woche danach geht es dann schon zum SC Magdeburg. Für Rojewski ein besonderes Spiel: „Der Abschied ist schließlich noch ganz frisch.“

Von Matthias Roth

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