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Osteransturm beim SC DHfK Leipzig – Transfertipp vom Zahnarzt

VfL Gummersbach zu Gast Osteransturm beim SC DHfK Leipzig – Transfertipp vom Zahnarzt

Es wird voll in der Arena gegen den VfL Gummersbach: 4000 Karten hat der SC DHfK Leipzig bereits abgesetzt. Nach dem Quasi-Klassenerhalt kämpfen zwei Spieler nun um ihre Zukunft.

Das Spiel des SC DHfK Leipzig gegen Gummersbach am Sonntag wird viele Fans anlocken. Schon 4000 Karten sind verkauft. (Archivfoto)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Genießen ja, aber nur kurz. Die Handballer des SC DHfK Leipzig durften sich am Sonntag noch über den Sieg beim ThSV Eisenach freuen. Am Montag bat Coach Christian Prokop schon wieder zu zwei Trainingseinheiten als Vorbereitung auf den VfL Gummersbach. Am Sonntag (Anwurf 15 Uhr) ist der zwölffache Deutsche Meister in der Arena zu Gast. Viele Osterspaziergänge werden direkt zur Halle führen. 4000 Karten hat der Verein schon verkauft und hofft sogar auf 5000 Fans.

Die Erinnerungen an die Mannschaft aus dem Bergischen Land sind durchweg positiv. Im Hinspiel holten die Leipziger den ersten Auswärtspunkt ihrer Erstliga-Geschichte. Philipp Weber glich mit einem irren Heber vom Siebenmeterpunkt in der Schlusssekunde noch zum 23:23 aus.

Zahnarzt hilft mit neuem Spieler

Aus Gummersbach kam auch der Tipp, als der SC DHfK in der 2. Bundesliga personell auf dem Zahnfleisch kroch. Damals fehlte nach Verletzungen von Thomas Oehlrich und Bastian Roscheck ein Kreisspieler. Helfen konnte im September 2013 Frank Scharff. Er hat in Leipzig Zahnmedizin studiert, besitzt in Gummersbach eine Praxis und ist mit Familie Milosevic freundschaftlich verbunden. Beim SC DHfK besitzt er als Sponsor eine Bundesligaaktie und schickte Geschäftsführer Karsten Günther eine SMS: „Guck Dir mal den Verrückten an!“ Der Kontakt war schnell hergestellt und Kreisspieler Alen wechselte nach Leipzig. Als Dank für die Vermittlung nach Deutschland lässt sich der Schweizer Milosevic bis heute bei Scharff behandeln.

Gummersbach scheint zwar in der Tabelle mit gerade fünf Punkten mehr auf dem Konto in Schlagdistanz. Allein die Aufstellung zeigt: Hier reist ein Schwergewicht der Liga an. Im Tor steht Carsten Lichtlein, hinzu kommen die weiteren Nationalspieler Julius Kühn, Simon Ernst und Evgeni Pevnov. Kühn kündigte nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Katar in Leipzig bereits an: „In zwei Wochen wollen wir hier wieder gewinnen.“

Nach dem praktisch geschafften Klassenerhalt, halten Günther und Prokop die Bälle flach. Das Saisonziel soll nicht angepasst werden. „Wir haben jetzt ein schönes neues Level, jetzt kann sich jeder weiter verbessern“, so der Trainer. Weitere Erfolge seien auch fürs Image der Mannschaft wichtig.

Herth und Zhedik spielen um neuen Vertrag

Für einige Spieler geht es sogar um mehr. Benjamin Herth und Sergey Zhedik kämpfen um einen Platz im Team der kommenden Saison. Ihre Einsatzzeiten werden sich zwangsläufig nach der Verletzung von Philipp Pöter erhöhen. Der 29-Jährige hat seine Operation gut überstanden, muss aber voraussichtlich noch bis Karfreitag in der Universitätsklinik bleiben. Wenn überhaupt, könnte er nur im letzten Heimspiel noch einmal das Trikot des SC DHfK überstreifen, für einen Siebenmeter gegen Balingen-Weilstetten.

Angeschlagen sind nach der Partie in Eisenach auch Peter Strosack (Fersenprellung) und Aivis Jurdzs (geschwollenes Knie). Ihr Einsatz gegen Gummersbach ist aber nicht in Gefahr. Gute Nachricht: Milos Putera soll nach seinem Bizepsabriss in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Die DKB Handball-Bundesliga wählte am Montag die besten Akteure des Wochenendes. Jurdzs schaffte es in die „Mannschaft des Spieltages“. Spielmacher Weber wurde dank seiner zwölf Treffer sogar der „Mann des Spieltages“.

Von Matthias Roth

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