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Pokal: SC DHfK und RB Leipzig stehen vor selbem Spieltag – Weber aus Klinik entlassen

Pokal: SC DHfK und RB Leipzig stehen vor selbem Spieltag – Weber aus Klinik entlassen

Den Pokalsieg gegen Balingen-Weilstetten hat sich der SC DHfK Leipzig am Mittwoch teuer erkauft. Philipp Weber und Bastian Roscheck fallen für die restlichen drei Spiele in diesem Jahr aus.

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Philipp Weber wurde von Balingen hart attackiert. Zunächst riss nur das Trikot, zur Halbzeit musste der Rückraumspieler verletzt vom Parkett.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Und ein weiteres Problem ist aufgetaucht. Die Handballer könnten ihr nächstes Pokalspiel im März am selben Abend wie die Fußballer von RB Leipzig bestreiten.

Weber war kurz vor der Halbzeitpause von Sascha Ilitsch beim Wurf gefoult worden. Der 22-Jährige knallte dabei mit dem Kopf auf den Boden. Noch während des Spiels wurde er in die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universität eingeliefert. Professor Pierre Hepp kümmerte sich sofort um den DHfK-Star und ordnete eine Nacht in der Klinik an. Am Donnerstag kam nun die Diagnose: Gehirnerschütterung und Dehnung des Schultereckgelenks. „Leider kann ich mich an allzu viel nicht mehr erinnern. Mir geht's den Umständen entsprechend ganz gut“, teilte Weber am Tag nach dem Sieg via Facebook mit.

Bangen hieß es auch bei Bastian Roscheck. Der Abwehrterrier der Grün-Weiß verletzte sich in der Verteidigung an der Schulter, fasste sich in der Schlussphase immer wieder an die lädierte Stelle. Die Verantwortlichen des Zweitligisten ahnten nichts Gutes. Roscheck hatte sich im vergangenen Jahr die Schulterlippe gerissen, musste operiert werden und fiel danach monatelang aus. Jetzt hatte der 23-Jährige Glück im Unglück. Die medizinische Abteilung stellte einen Muskelfaserris fest. Nach der WM-Pause im Januar soll Roscheck wieder fit sein.

Terminprobleme bei Emanuel

Die letzten drei Partien in Hüttenberg, Bittenfeld und zu Hause gegen Essen werden damit nicht einfacher. Auch wenn der SC DHfK fünf Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz hat, lauert die Konkurrenz. Neben Weber und Roscheck fällt auch Max Emanuel mindestens sechs Wochen aus. Der 20-Jährige brach sich am Montag im Training den Mittelfuß. Doppelt unglücklich für den Abiturienten: Im spielfreien Januar sollte der künftige Sportsoldat seinen Grundlehrgang bei der Bundeswehr absolvieren. Wann er die Ausbildung nachholt, ist noch unklar, könnte aber einen weiteren Ausfall für die Handballer bedeuten.

Am Donnerstag glühten bereits die Telefondrähte zwischen dem SC DHfK und der Arena-Betreibergesellschaft ZSL. Der Grund: Die Deutsche Handball Liga hat das Pokal-Viertelfinale für den 4. März angesetzt. Kurz davor ist die Halle für einen Leichtathletikblock gebucht. „Wir bekommen das aber hin, werden die Laufbahnen und Anlagen ab 2. März abbauen“, erklärte ZSL-Eventmanagerin Iris Rackwitz gegenüber LVZ-Online.

Es lauert noch ein weiteres Problem. Leipzig steht eine Superpokalwoche im März bevor. Neben dem SC DHfK spielen auch die Fußballer von RB Leipzig im Achtelfinale zu Hause gegen den VfL Wolfsburg. Der Rahmenterminplan sieht dafür den 3. und 4. März vor. Wann genau angepfiffen wird, soll sich dem DFB zufolge noch in diesem Jahr entscheiden. Die Tendenz geht dabei ebenfalls zum 4. März und hängt mit den internationalen Verpflichtungen des RB-Gegners aus Niedersachsen zusammen.

In der Europa League treten die Wölfe am 26. Februar bei Sporting Lissabon an, einem Donnerstag. Das folgende Bundesligaspiel wird dann in der Regel auf den Sonntag gelegt. Um den Profis in ihrer englischen Woche eine weitere Pause zu ermöglich, folgt das Pokalspiel dann wohl am Mittwoch danach, das ist der 4. März. Da bestehe wenig Spielraum, hieß es vom DFB.

Auch bei den Handballern ist der Terminplan eng. Sollte Leipzig einen Teilnehmer der Champions League zugelost bekommen, ist eine Verlegung auf die folgende Woche nicht denkbar. Da stehen die Achtelfinale der Königsklasse auf dem Programm.

Megastau Anfang Oktober

Fest steht zumindest: Zwei Großveranstaltungen in Arena und Stadion gleichzeitig sind nur mit erhöhtem logistischen Aufwand möglich. Anfang Oktober spielten die Roten Bullen gegen den 1. FC Heidenheim und Helene Fischer wenige Meter entfernt in der Veranstaltungshalle. Am frühen Abend ächzten die Autofahrer unter einem Megastau in der Innenstadt. Die Polizei hob damals die Hände: „Nichts geht mehr“, hieß es aus dem Lagezentrum. Selbst wenn die Sportfans komplett auf Bus und Bahn umsteigen würden, müssten sie sich bei zwei Abendpartien immer noch für eines der beiden Topspiele entscheiden.

Helene Fischer in der Arena

Matthias Roth

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