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Prokop bekommt Gänsehaut – SC DHfK will gegen Lemgo nachlegen

Handball-Bundesliga Prokop bekommt Gänsehaut – SC DHfK will gegen Lemgo nachlegen

Am Sonntag ist Tabellenplatz fünf möglich. Die Handballer des SC DHfK Leipzig wollen nach dem Melsungen-Sieg nun gegen den TBV Lemgo nachlegen. Die halbe Mannschaft sammelt auch Argumente für einen neuen Vertrag.

Begeistert von seiner Mannschaft: Trainer Christian Prokop.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Als ob er das Spiel nicht hautnah miterlebt hätte: DHfK-Trainer Christian Prokop ist vom Sieg gegen die MT Melsungen noch immer begeistert. Zu Hause rief sich der Coach noch einmal den Videomitschnitt auf. „Ich hatte eine Gänsehaut vor dem Computer“, gab er am Dienstag zu.

Der 23:20-Sieg mit einer turbulenten Schlussphase hat die Leipziger weiter in der Tabelle klettern lassen. Aktuell liegen die Grün-Weißen auf Rang sieben. Mit einem Sieg am kommenden Sonntag und der Hilfe der Konkurrenz in den anderen Spielen ist sogar der fünfte Platz möglich.

Geschäftsführer Karsten Günther will davon nichts wissen. Er gucke nicht einmal auf die Tabelle. „Wir wollen einfach nur als Mannschaft ein Stück weiterkommen und das Publikum begeistern. Das halten wir seit neun Jahren so“, betont Günther.

DHfK ist Favorit

Der Coach setzt dagegen auf die Eichhörnchen-Taktik. „Wir brauchen 25 Punkte um drin zu bleiben“, so Prokop. Die Zähler acht und neun sollen am Sonntag (Anwurf 15 Uhr) in der Arena gegen den TBV Lemgo eingesammelt werden. Dafür wolle der SC DHfK die Favoritenrolle annehmen. Auch wenn die Ostwestfalen gefährlich nah an der Abstiegszone rangieren, warnt Prokop vor dem Gegner. „Sehr beweglich und spielerisch stark ist Lemgo. Man kann sie mit uns vergleichen“, findet der Trainer. Zuletzt erzielte der ehemalige Deutsche Meister gegen Flensburg-Handewitt 29 Tore, verlor dennoch knapp.

Zusätzlichen Schub bringt dem SC DHfK offenbar die neue Anzeige auf dem Videowürfel unter dem Hallendach. Seit der Melsungen-Partie sind darauf auch der Zwischenstand und die Spielzeit zu sehen. „Ich brauchte nur kurz nach oben schauen und habe dann einfach abgezogen“, sagte Niklas Pieczkowski nach seinem Zehn-Meter-Kracher zum 15:10 eine Sekunde vor der Halbzeit. Vorteil auch für die Verantwortlichen: Sie müssen ihre Blicke nicht mehr vom Parkett zur alten Leuchttafel hinter dem Tor abwenden.

Wenig Bewegung gibt es auf der Krankenstation des SC DHfK Leipzig. Tobias Rivesjö, Marvin Sommer und Peter Strosack werden voraussichtlich auch gegen Lemgo fehlen. Lucas Krzikalla wird wohl nicht wie erhofft in den nächsten Wochen sein Comeback geben. Nach seinem Achillessehnenriss soll er weiter behutsam aufgebaut werden. Gut möglich, dass der Rechtsaußen erst im Januar wieder angreift.

Zehn Verträge laufen aus

Bis dahin sollen auch wichtige Personalentscheidungen vom Tisch sein. Nach den Vertragsverlängerungen mit Lukas Binder und Maximilian Janke führt Günther in den kommenden Wochen weitere Gespräche. Bei zehn weiteren Spielern, darunter Leistungsträger wie Christoph Steinert, Aivis Jurdzs, Milos Putera, Benjamin Meschke und Bastian Roschek, laufen im kommenden Sommer die Kontrakte aus. „Bis Weihnachten wollen wir Klarheit haben“, so Günther.

Besonderer Service für Studenten am Sonntag zum Semesterstart: Sie erhalten gegen Lemgo zwei Tickets zum Preis von einem. 2500 Karten sind bereits weg.

Von Matthias Roth

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