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„Rennen, beißen, kratzen“ – SC DHfK Leipzig will TuS Ferndorf im Abstiegsgipfel niederringen

„Rennen, beißen, kratzen“ – SC DHfK Leipzig will TuS Ferndorf im Abstiegsgipfel niederringen

SC DHfK Leipzig gegen TuS Ferndorf – allein diese Ansetzung hätte vor der Saison kaum einen Handballfan hinter dem Ofen hervorgelockt. Ferndorf, einer der Aufsteiger in die Zweite Handball-Bundesliga, ist eine nicht mit schönen Fachwerkhäusern geizende 4000-Einwohner-Gemeinde in der Nähe von Siegen.

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Ulrich Streitenberger erzielte im Hinspiel in Ferndorf zwei Tore. (Archivfoto)

Quelle: Rainer Justen

Leipzig. In der Handballszene hat die Mannschaft das gleiche Image wie der VfL Bochum im Fußball – das der grauen Maus.

Ganz anders der SC DHfK: Die Mannschaft ging als einer der Favoriten in diese Spielzeit, wollte die Aufstiegsfrage so lange wie möglich offen gestalten und hat mit Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar ein schillerndes Sprachrohr in der bundesweiten Medienlandschaft. Zumindest sportlich ist die Situation heute eine andere. Ferndorf befindet sich zwar wie erwartet im Tabellenkeller. Dort haben sich aber seit Wochen auch die Grün-Weißen festgesetzt.  

Noch ist für die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas dennoch vieles möglich. Sie hat einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang und bereits fünf Zähler mehr auf dem Konto als Ferndorf. Der Klassenerhalt ist damit aus eigener Kraft weiter machbar. Dafür muss eines her: Siege in den nächsten Spielen.

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SC DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.

Quelle: Christian Nitsche

Am Sonnabend sind die Ferndorfer zum Abstiegsgipfel in Leipzig zu Gast, Anwurf in der Arena ist um 20 Uhr. Und da will Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer, eine andere Einstellung als zuletzt bei der 31:37-Heimniederlage gegen Friesenheim sehen. „Wir müssen rennen, beißen, kratzen“, sagt er. Jeder Spieler müsse die Situation annehmen und alles für den Klassenerhalt tun. „Gegen Ferndorf haben wir eines von mehren Endspielen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn Du da gewinnst“, so Günther. Ein tolles Gefühl soll der Zweitligist auch nach den drei Begegnungen danach verspüren. Dann heißen die Kontrahenten: Leutershausen, Saarlouis und Bad Schwartau – alles Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte.

Acht Punkte sind für die Grün-Weißen bis zum 8. Mai möglich. Das würde schon nahezu den Ligaverbleib sichern. Trainer Uwe Jungandreas rechnet immer wieder vor: „In dieser Saison brauchst Du 30 Punkte für den Klassenerhalt.“ Die Leipziger haben bisher 21 Zähler eingesammelt.

Allerdings: Die Spieler müssen ganz eng zusammenrücken und sich gegenseitig zum Sieg antreiben. Ein Konstante dieser Saison setzt sich auch in diesen Wochen fort – das Verletzungspech. Am vergangenen Wochenende traf es erneut Kapitän Thomas Oehlrich. Nach einer komplizierten Schambeineintzündung stand er erst seit wenigen Wochen wieder auf dem Parkett. Gegen Friesenheim folgte der Rückschlag. Oehlrich riss sich einen Muskel im Unterschenkel. Ihm droht das Saisonaus.

Mit Rico Göde ist auch der zweite Kreisläufer nicht fit. Er ist gerade erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und könnte gegen Ferndorf höchstens mit Kurzeinsätzen aushelfen. Günther setzt deshalb auf zwei Ersatzlösungen in der DHfK-Zentrale auf dem Parkett: „Denkbar sind dort Till Riehn und Tatsuya Ogano.“

Probleme am Kreis haben allerdings auch die Ferndorfer. Stammkraft Bennet Johnen fällt nach einem Nasenbeinbruch voraussichtlich aus. Glück hat der TuS allerdings bei Moritz Barkow. Er sah am Wochenende in Saarlouis zwar nach einem brutalen Foul die rote Karte, erhielt aber nur eine Matchstrafe und darf wieder eingesetzt werden.

Mitglieder des SC DHfK können sich für die Partie am Samstag eine Freikarte sichern. 500 Tickets werden am Donnerstag und Freitag im Fitness- und Gesundheitszentrum, Am Sportforum 10, unter Vorlage des Vereinsausweises vergeben.    

Matthias Roth

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