Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

SC DHFK
Google+ Instagram YouTube
Rückkehr der Idole: SC DHfK Leipzig feiert Saisoneröffnung gegen Talent Pilsen

Testspiel gegen tschechischen Meister Rückkehr der Idole: SC DHfK Leipzig feiert Saisoneröffnung gegen Talent Pilsen

Talent Pilsen ist nur eingefleischten Handball-Fans ein Begriff. Dabei hat die Mannschaft drei tschechische Titel in Folge geholt. Für Geschäftsführer Karsten Günther und Rückraumspieler Roman Becvar kommt es beim Test des SC DHfK zu einem besonderen Wiedersehen.

Freut sich auf die alten Kollegen: Roman Becvar (rechts), hier zusammen mit Aivis Jurdzs.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das wird eine emotionale Saisoneröffnung beim SC DHfK Leipzig am 24. August. Zwei Grün-Weiße treffen dann nämlich auf ihre Idole aus früheren Tagen, wenn der tschechische Meister Talent Pilsen um 19 Uhr in der Arena als Gegner für den deutschen Bundesligisten auf dem Parkett steht.

Einmal wäre da Trainer Martin Setlik. Der heute 47-Jährige spielte Mitte der 1990er Jahren beim EHV Aue in der 2. Bundesliga und damit vor der Haustür von DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther, der aus dem benachbarten Zwönitz stammt. „Er war damals ein Vorbild für mich“, gibt der Manager zu.

DHfK-Rückraumspieler Roman Becvar kennt den Gegner aus seiner Heimatstadt ohnehin aus dem Eff-Eff. Besonders freut sich der 27-Jährige auf das Duell mit Torhüter Jan Stochl, der gerade aus Erlangen in die tschechische Extraliga zurückgekehrt ist. „Jan habe ich das erste Mal in der Kabine gesehen, als mein Vater noch für Plzen spielte“, erinnert sich Becvar. Er war damals gerade neun Jahre alt, Stochl mit 23 Jahren schon eine feste Stütze im Männerteam. „Ich freue mich riesig und möchte natürlich auch ein paar Tore gegen ihn werfen“, so Becvar.

Topteams beim Klaus-Miesner-Turnier

Die Tschechen sind für Trainer Christian Prokop ein wichtiger Gradmesser zur richtigen Zeit. Nach dem Klaus-Miesner-Turnier am kommenden Wochenende in Ilsenburg mit den Topteams SC Magdeburg, MT Melsungen, VfL Gummersbach, Gorenje Velje und Ystads IF, muss seine Team erneut gegen einen starken Gegner antreten und will sich so die nötige Wettkampfhärte für die neue Saison holen.

Dem Coach gefiel die Einstellung seiner Männer zuletzt beim Heide Cup in Schneverdingen mit Platz fünf nur mäßig. „Der Auftritt war teilweise ernüchternd“, so Prokop. Die größte Baustelle bestehe beim Zurücklaufen. Nach gescheiterten Angriffen brauche seine Mannschaft zu lange, um wieder vor dem eigenen Tor zu verteidigen.

Durch die neue Regelung mit dem siebenten Feldspieler werde der Laufaufwand in der kommenden Saison wesentlich höher. „Wir müssen viele Meter zurücklegen und uns mehr zerreißen“, fordert Prokop. Der Handballtüftler hat sich aber schon Varianten ausgedacht. „Ich habe fünf bis sechs Lösungen im Innenblock parat“, verriet er. Voraussetzung: Seine Spieler müssen sich auf dem Spielfeld richtig „austoben“. Bei 17 Feldspielern im Kader ständen genug Wechselalternativen für Ruhepausen bereit.

Sorgen bereitet Prokop im Moment Franz Semper. Er fehlte wegen der U20-Europameisterschaft bereits in der Vorbereitung, hatte in der vergangenen Woche Sonderurlaub und liegt diese Woche mit einer bakteriellen Entzündung flach. Der 19-Jährige darf bis mindestens Freitag nicht trainieren.

Von Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News