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SC DHfK: 16.000 Kilometer bis zum Saisonziel - Handballer werben mit nackten Oberkörpern

SC DHfK: 16.000 Kilometer bis zum Saisonziel - Handballer werben mit nackten Oberkörpern

Leipzig. Die Ziele sind ehrgeizig, die Strecke ist gewaltig. Am Montagabend haben die Handballer des SC DHfK offiziell das Abenteuer zweite Bundesliga gestartet.

Vor Sponsoren und Partnern präsentierte der Verein seine Mannschaft für die kommende Spielzeit in der Moritzbastei. Oliver Krechel (Wilhelmshaven), Till Riehn (Münden), Martin Müller (Wolfen), Andreas Weikert (Halle), Max Emanuel und Lucas Krzikalla (beide Handballakademie) heißen die Neuen. „In der zweiten Liga wird jedes Spiel ein Tempospiel“, blickte Torhüter Krechel voraus, der gerade mit der Junioren-Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Da seien fast alle Teams auf einem Level, jede Begegnung wird ein Topspiel.

Das sieht auch Karsten Günther, Geschäfstführer der SC DHfK Handball GmbH, so. „Eine riesige Herausforderung wartet auf uns“, sagte er. Allein die Reisestrapazen seien mit der dritten Liga nicht mehr zu vergleichen. „16.000 Kilometer müssen wir zurücklegen“, so Günther. Los geht es am 2. September mit den ersten 920 Kilometern der Reise zum Punktspielstart nach Essen.

Offiziell sprechen die Grün-Weißen nur vom Klassenerhalt. Bei 20 Teams und vier Absteigern heißt das Minimalziel Platz 16. Die Favoriten kommen für Günther aus Minden, Hamm und mit dem DHC Rheinland aus Dormagen. „Allein Minden hat einen Etat von 2,5 Millionen Euro“, berichtete Günther. Dort agiere ein Erstligateam mit einem Erstligaumfeld. Dennoch will er sich auch mit einem weitaus kleineren Budget wirtschaftlich nicht verstecken. „Wir gehen mit einem Etat von 730.000 Euro in die Saison“, sagte der Geschäftsführer. Gegenüber dem Vorjahr seien das fast 300.000 Euro zusätzlich.

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Leipzig. Die Ziele sind ehrgeizig, die Strecke ist gewaltig. Am Montagabend haben die Handballer des SC DHfK offiziell das Abenteuer zweite Bundesliga gestartet. Vor Sponsoren und Partnern präsentierte der Verein sein neues Team in der Moritzbastei. Zum Saisonstart überreicht die LVZ-Post mit Sonderbriefmarken. Darauf sind die Porträts der Spieler gedruckt.

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Möglich machten das 105 Sponsoren und Partner. Sie könnten mit ihren Werbeflächen bald bundesweite Aufmerksamkeit erhalten. Der Fernsehsender Sport 1 plant ein Handballmagazin auch aus der zweiten Liga, mit einem Spiel der Woche inklusive.

Seinen großen Zuschauercoup hat Günther bereits fest im Blick: Am 16. März kommenden Jahres will er die alte Zweitligabestmerke von 6600 Fans aus Bittenfeld knacken. „Dann spielen wir gegen Schwerin und ziehen das einzige Mal in der Saison von der Erst-Grube-Halle in die Arena um“, verriet er.

Bis dahin will Günther mit seinen Helfern aus der Geschäftsstelle am Sportforum eifrig die Werbetrommel rühren. 200 Dauerkarten sind bereits abgesetzt, in den kommenden knapp vier Wochen vor dem ersten Heimspiel könnten weitere folgen. Helfen dabei soll der Slogan: „Männerhandball hautnah erleben“.

Dafür haben die Spieler bei einem Fotoshooting ihre Trikots ausgezogen und zeigen ihre von Fitnesstrainer Andreas Konetzke gestählten Oberkörper. Für die Kampagne verantwortlich ist die Agentur Rhodesohn. Dort arbeitet auch Kreisspieler René Wagner als Grafikdesigner. „Alle Aufnahmen sind zum Saisonstart auch als Autogrammkarte zu haben“, sagte der 31-Jährige. Wagners, Uli Streitenbergers und René Boeses Fotos wurden zudem für großflächige Plakate ausgewählt. Weiterer Leckerbissen für Fans und Sammler: Die LVZ-Post gibt zum Ligastart einen Briefmarkensatz mit den Porträts der Spieler heraus.

Bei allen Entwicklungen im Umfeld konzentriert sich Trainer Uwe Jungandreas auf die letzten Wochen der Vorbereitung. „Uns fehlt noch ein Quentchen, vor allem im Kopfbereich müssen wir noch arbeiten“, erklärte der Coach, der sonst schon mit den Leistungen seiner Spieler zufrieden ist. Der Klassenerhalt ist auch das Ziel von Jungandreas, einen genauen Tabellenplatz will er aber nicht nennen. Klar ist ihm aber, das Leipzig mit seinen hohen Ansprüchen den ersten Nichtabstiegsplatz am Ende der Saison nur schwer akzeptieren werde.

Matthias Roth

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