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SC DHfK Leipzig: Lopez-Transfer geplatzt - Jetzt kommt Steinert

Erstligaprofi im Anflug SC DHfK Leipzig: Lopez-Transfer geplatzt - Jetzt kommt Steinert

Beide Seiten waren sich schon einig, jetzt ist die Verpflichtung von Hugo Lopez beim SC DHfK Leipzig geplatzt. Dafür kommt nun wohl ein Erstligaprofi aus Minden. Auch die Zukunft von Max Emanuel bekommt Konturen.

Trainer des SC DHfK - Christian Prokop.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Eigentlich schien der Transfer schon sicher, jetzt hat sich der Wechsel des Spaniers Hugo Lopez zum SC DHfK Leipzig zerschlagen. „Das hat sich erledigt“, sagte Trainer Christian Prokop am Sonntag am Rande der Meisterfeier knapp. Dem 32-Jährigen lag schon seit mehr als einer Woche ein unterschriftsreifer Vertrag vor. Der ehemalige Europapokalsieger mit BM Valladolid ging aber auf Tauchstation und meldete sich nicht mehr.
 
Lopez trug in den vergangenen beiden Jahren das Trikot des TV Großwallstadt, konnte bei den Mainfranken aber nicht an die Leistungen aus seiner Zeit in Spanien anknüpfen. Nach den finanziellen Problemen des Traditionsvereins durfte Lopez im Mai nach Katar wechseln und dort für den Klub Al-Quiyada beim gutdotierten Emir-Cup spielen, um die Familienkasse wieder zu füllen. Zuvor absolvierte er ein Probetraining in Leipzig und hinterließ dabei einen starken Eindruck. Ob Lopez nun den finanziellen Verlockungen in Katar erlegen ist, ist noch offen. Beim SC DHfK haben die Verantwortlichen diese Personalakte jedenfalls zugeklappt und eine neue aus dem Schubkasten gezogen.

Christoph Steinert soll nach Leipzig kommen

Nach Informationen von LVZ.de erhält nun ein erstligaerfahrener Spieler die Arbeitsstelle im rechten Rückraum. Vom Absteiger GWD Minden wechselt Christoph Steinert nach Leipzig und erhält einen Einjahresvertrag. Am Dienstag bestätigte der Verein die Personalie. Der 1,95 Meter große Linkshänder stammt aus der Talentschmiede des SC Magdeburg und trainierte in der zweiten Mannschaft einst unter der Führung von Christian Prokop. Jetzt führen die Wege vom Coach und seines früheren Schützlings möglicherweise wieder zusammen. Der 25-Jährige bringt neben seiner Angriffswucht eine Eigenschaft mit, die Prokop schätzt: Er kann auch verteidigen. Eingewöhnungsprobleme dürfte Steinert kaum haben. Aus seiner Zeit in Magdeburg kennt er neben dem Trainer auch Torhüter Felix Storbeck und den ebenfalls zum SC DHfK wechselnden Benjamin Meschke.

Noch in dieser Woche könnte sich auch die Zukunft Max Emanuel entscheiden. Er macht den Platz im Team für Steinert frei und sucht nun eine neue Herausforderung. Die Reise geht möglicherweise nach Baden zur SG BBM Bieitigheim. Offiziell bestätigen wollten das bislang weder der 20-Jährige noch BBM-Geschäftsführer Jochen Sandkühler. „Wir sind mit mehreren Spielern aus Leipzig im Gespräch“, sagte Sandkühler augenzwinkernd.
 
Bietigheim ist gerade aus der 1. Bundesliga abgestiegen und leitet nun einen Umbruch im Team ein. Nun könnte Emanuel für neuen Schwung sorgen. Für den gebürtigen Schkeuditzer, der in Delitzsch mit dem Handballsport begann, sind neben der sportlichen Perspektive vor allem die beruflichen Chancen ein Hauptaugenmerk bei der Wahl eines neuen Vereins. Im Herbst will Emanuel, der sein Matheabitur mit 13 Punkten abgelegt hat, ein BWL-Studium beginnen. Im nahen Ludwigsburg oder Stuttgart wäre das beim BBM möglich.

Von der Leipziger Fans konnte sich Emanuel am Sonntag nur an der Seitenlinie verabschieden. Am vergangenen Freitag war der Rückraumspieler bei einem Benefizspiel in Freiberg umgeknickt. Seine Verletzung machte einen Einsatz gegen TV Hüttenberg unmöglich.

Außerdem stößt Nachwuchskeeper Jan Gurezkij zum Bundesligateam. Er wurde gerade mit der A-Jugend Deutscher Meister. Die Kaderplanung sei nun abgeschlossen, so der SC DHfK.

Matthias Roth

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