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SC DHfK Leipzig: Prokop hat viel Platz auf der Bank – A-Jugend erwartet „raue Gangart“

Letzte Saisonpartie und Finalrückspiel SC DHfK Leipzig: Prokop hat viel Platz auf der Bank – A-Jugend erwartet „raue Gangart“

Saisonfinale bei den Handballern des SC DHfK Leipzig: Die A-Jugend will am Sonnabend den Meistertitel holen. Einen Tag später fahren die Männer mit nur einem Wechselspieler nach Wetzlar.

Leipzigs Franz Semper (links) im Duell mit Justus Max Kluge vom SCM.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Es geht um die Deutsche Meisterschaft und ganz viel Prestige. Der SC DHfK Leipzig will am Sonnabend (Anwurf 17.30 Uhr) beim SC Magdeburg mit der A-Jugend seinen Titel verteidigen. Das Hinspiel gewannen die Grün-Weißen mit 35:31, nun geht es zur entscheidenden Partie in die traditionsreiche Hermann-Gieseler-Halle. Dort schlugen die Männer des SC Magdeburg zu DDR-Zeiten ihre erfolgreichen Europacup-Schlachten und sammelten nationale Titel am Fließband.

Die ehemalige Viehmarkt- und Ausstellungshalle mit ihren 2000 Plätzen versprüht noch immer eine ganz besondere Atmosphäre. „Es ist wirklich eng dort“, weiß Franz Semper noch aus Spielen mit der B-Jugend in Magdeburg. Die Zuschauer sitzen direkt an der Seitenlinie hinter einer niedrigen Bande. Selbst internationale Topteams ließen sich in den 1980er Jahren von der Atmosphäre beeindrucken. Inzwischen sind die Profis längst in die moderne Getec-Arena auf der anderen Elbseite umgezogen.

Blick in die Magdeburger Hermann-Gieseler-Halle.

Quelle: Archiv

Der Magdeburger Nachwuchs setzt auf diesen Heimvorteil. „Vier Tore lassen sich aufholen“, meinte Trainer Martin Ostermann schon nach dem Hinspiel vor 1500 Fans in der Leipziger Arena. Zum Rückspiel werden rund 1000 Zuschauer erwartet, allein 250 Schlachtenbummler machen sich aus Leipzig auf den Weg. Bemerkenswert: Auch die Profis der Männermannschaft haben sich einen Kleinbus organisiert und fahren zur Unterstützung mit in die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt.

„Bisher härtester Gegner“

„Wir müssen hellwach sein und mit einer rauen Gangart rechnen“, sagte Leipzigs A-Jugend-Coach André Haber. Schon im Hinspiel spürten seine Jungs die körperbetonte Spielweise des SCM. „Das war bisher unser härtester Gegner“, meint auch Philip Jungemann, mit neun Treffern bester DHfK-Schütze.

Mit einem weiteren Sieg wären die Leipziger Nachwuchsspieler nicht nur Deutscher Meister, sondern würden es den Bundesligamännern gleich tun und gegen den SC Magdeburg in dieser Saison ungeschlagen bleiben. Für Ex-Profi und SCM-Geschäftsstellenleiter Steffen Stiebler spielt das keine Rolle. „Die Jungs wollen Meister werden, das ist Motivation genug“, sagt er. Eine kleine Kampfansage an die DHfK-Männer hat Stiebler nach den beiden SCM-Pleiten doch noch parat. „Im nächsten Jahr werden wir das wieder ändern“, kündigt er an.

Am Sonntag (Anwurf 15 Uhr) müssen dann auch die Männer noch einmal aufs Parkett. Im letzten Saisonspiel heißt der Gegner auswärts Wetzlar. Philipp Weber brennt auf einen Einsatz bei seinem neuen Verein, musste aber in dieser Woche nach einem Pferdekuss kürzer treten. Sein Einsatz ist aber nicht gefährdet. Für Trainer Christian Prokop zählt inzwischen jeder Mann. Schon gegen Balingen bekam er wegen Verletzungen gerade noch zehn Feldspieler zusammen.

Jetzt fehlen auch noch Thomas Oehlrich (spielt bei der Polizei-EM in Dänemark), und Sebastian Greß (durfte nach seiner Saison mit dem HC Elbflorenz schon in den Urlaub). Die A-Jugendspieler dürfen selbst entscheiden, ob sie nach einem möglichen Triumph in Magdeburg mit anschließender Party mitfahren wollen. Im ungünstigsten Fall sitzt Prokop mit nur zwei Feldspielern und zwei Torhütern auf der Wechselbank. Sein Matchplan: „Wir wollen Spaß haben und mit Tempo spielen.“

Von Matthias Roth

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