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SC DHfK Leipzig: Trainerdiskussion flackert wieder auf

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig: Trainerdiskussion flackert wieder auf

Nach dem Flensburg-Triumph der Leipziger Handballer überrascht eine Aussage von Michael Biegler, der bei den Grün-Weißen eigentlich das Traineramt ab kommendem Jahr übernehmen soll.

Eigentlich soll Michael Biegler (links) nächstes Jahr den SC DHfK als Trainer übernehmen. Doch nach dem Erfolg gegen Flensburg beginnt eine neue Debatte, ob André Haber (rechts) nicht Cheftrainer bleiben sollte.

Quelle: Chrstian Modla

Leipzig. Überraschende Entwicklung in der Trainer-Frage bei den DHfK-Männern nach dem umjubelten 25:22-Bundesliga-Triumph gegen Vizemeister Flensburg-Handewitt. Zu den großen Gewinnern des mitreißenden Handball-Nachmittages gehörte am Sonntag der Leipziger Trainer André Haber (31), der vor gut zwei Monaten in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Christian Prokop getreten ist. Haber soll die Leipziger Männer eigentlich nur bis Ende 2017 führen und dann wieder in die zweite Reihe rücken. Doch nach dem Spiel sorgte eine Aussage von Michael Biegler für Aufstehen.

Im Talk von Stefan Kretzschmar auf Sky – live gesendet aus der Arena Leipzig – sagte der aktuelle Frauen-Bundestrainer und designierte DHfK-Chefcoach ab Januar: „Ich habe sehr viel Respekt vor der Arbeit von André Haber. Gegebenenfalls werden wir uns noch einmal neu zusammensetzen. Eine Lokomotive, die läuft, muss man nicht aufhalten. Ich bin da völlig entspannt.“

„Mit 60 werde ich nicht mehr auf der Bank sitzen“

Würde der 56-Jährige also seinem 25 Jahre jüngeren Kollegen die Vorfahrt überlassen, wenn die Leipziger weiter so auftrumpfen wie am Sonntag? Nach dem Sky-Talk sagte Biegler der LVZ: „Es gibt nichts, was wir im Moment weiter diskutieren müssen. In der Sendung gab es auch keine Nachfrage dazu. Der SC DHfK ist ein besonderer Verein für mich. Nirgendwo anders hätte ich diese Trainerkonstellation so mitgemacht. Ich muss aber auch sagen: Ich bin jetzt 56 Jahre alte und mit 60 werde ich nicht mehr auf der Bank sitzen. Lassen wir André Haber jetzt in Ruhe arbeiten – und dann sehen wir weiter."

Er habe sich das Spiel gegen Flensburg auch nicht in der Halle angesehen, sondern davor im Ü-Wagen. „Das gebietet der Respekt vor dem jetzigen Trainer“, sagte Biegler. DHfK-Manager Karsten Günther zeigte sich von diesen Aussagen überrascht – er will am Montag mit Biegler frühstücken. Auch André Haber hatte von der ganzen Diskussion nichts mitbekommen und meinte auf LVZ-Anfrage: „Bleibt mal alle ganz ruhig.“

Frank Schober, Matthias Roth

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