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SC DHfK Leipzig bangt nach bösem Foul um Eric Jacob - „Bei mir war sofort Game Over"

SC DHfK Leipzig bangt nach bösem Foul um Eric Jacob - „Bei mir war sofort Game Over"

Die Handballer des SC DHfK Leipzig bangen vor dem Spitzenspiel gegen TV Neuhausen am Mittwoch um ihren Rückraumspieler Eric Jacob. Der 24-Jährige hat nach einem brutalen Foul bis Dienstag vom Arzt ein Trainingsverbot erhalten.

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Der SC DHfK bangt um den Einsatz von Eric Jacob, nachdem er am vergangenen Samstag in der Partie gegen Hamm böse gefoult wurde. (Archivbild)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Ich habe eine leichte Gehirnerschütterung", berichtet der 2,01-Meter-Mann. Bei der Partie gegen Hamm am vergangenen Sonnabend traf ihn ASV-Abwehrchef Jiri Hynek mit der Faust im Gesicht. „Das war kein normaler Zweikampf, bei mir war sofort Game Over", so Jacob.

Hynek sah für die Aktion die rote Karte. Der DHfK-Spieler hatte nach der harten Aktion Sehprobleme. „Alles war neblig und verschwommen", sagt er. Am Montag dann erlösende Diagnose: das Auge ist in Ordnung. „Ich konnte schon bei unserer Rückkehr nach Leipzig wieder klar sehen", berichtet der Rückraumschütze.

Dennoch: Die Aktion gegen Jacob erinnert an die schlimme Verletzung von Erstligastar Karol Bielecki von den Rhein-Neckar-Löwen. Bei einem Zusammenstoß vor zwei Jahren mit dem Gummersbacher Josip Valcic verlor er das linke Augenlicht.

Jacob, ganz Sportsmann, unterstellt seinem Kontrahenten aus Hamm aber keine Absicht. „Schön war es nicht, passiert aber beim Handball", meint er. Während sich der Student jetzt zwei Tage erholen darf, müssen sein Teamkollegen für die Partie gegen Neuhausen trainieren.

„Neuhausen ist eine Top-Spitzenmannschaft, wir haben jetzt aber auch vier Spiele in Folge gewonnen", zeigt sich Jacob selbstbewusst. Von der Minikrise des nächsten Gegners lässt er sich nicht täuschen. „Die nehmen wir nicht auf die leichte Schulter", so der Rückraumspieler. Die Rand-Stuttgarter haben am vergangenen Wochenende überraschend in eigener Halle mit 27:28 gegen Bad Schwartau verloren. In der Woche zuvor setzte es sogar eine deutliche 22:33-Niederlage in Nordhorn.

Beim Hinspiel in Neuhausen hat der SC DHfK eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt. Nach einem 14:23-Rückstand schafften die Leipziger in den letzten 20 Minuten der Partie noch ein 28:28. Überragender Torschützen waren damals René Boese und Philipp Seitle, die zusammen 20 Treffer erzielten. Für Seitle wird es am Mittwoch ein besonderes Spiel in der Ernst-Grube-Halle. Er wechselt in der kommenden Saison nach Neuhausen.

Die Leipziger kommen auch nach der Partie gegen die Schwaben kaum zum Luftholen. Am Sonnabend geht es zum Ligaprimus nach Minden und am Freitag darauf wird das Ostderby gegen Schwerin in der Arena angepfiffen. Die Nachfrage für die Partie ist enorm. Nach Vereinsangaben wurden schon gut 4000 Tickets abgesetzt.

Mit mehr als 6000 Zuschauern soll ein neuer Rekord in der zweiten Handball-Bundesliga aufgestellt werden. „Die Vorfreude auf das Spiel ist riesengroß, dafür trainiert man hart", sagt Jacob. Die Atmosphäre in der großen Halle macht ihm keine Angst. Mit dem damaligen Erstligisten Concordia Delitzsch hat Jacob als blutjunger Profi erste Erfahrungen in Arena Leipzig vor vollen Rängen gesammelt.

Matthias Roth

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