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SC DHfK Leipzig bleibt nach Pleite in Berlin angriffslustig

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig bleibt nach Pleite in Berlin angriffslustig

Noch reicht es nicht, um gegen international gestandene Teams zu bestehen. Doch nach der deutlichen Niederlage in Berlin lässt sich der SC DHfK nicht von seinen langfristigen Ambitionen abbringen. „Unser Ziel bleibt irgendwann einmal der Europacup", sagte Geschäftsführer Karsten Günther. Um die Zukunft von Coach Christian Prokop gibt es weiter Spekulationen.

Um die Zukunft von DHfK-Coach Christian Prokop gibt es weiter Spekulationen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Niedergeschlagen sieht anders aus. Klar, die Spieler des SC DHfK Leipzig waren nach der deutlichen 20:29-Pleite bei den Füchsen Berlin sauer über das eigene Auftreten in der überaus lauten Max-Schmeling-Halle. Ihr tatsächliches Leistungsvermögen stellten sie aber nach der ersten Auswärtsniederlage in dieser Spielzeit nicht infrage. „Berlin war schon ein anderer Gradmesser als Stuttgart zuletzt“, meinte Kreisspieler Benjamin Meschke. Dennoch spiele seine Mannschaft bisher eine tolle Saison, daran ändere auch der Erfolg der Berliner nichts. Der SC DHfK belegt in der Tabelle weiter einen hervorragenden fünften Platz, hat schon drei Punkte mehr als in der vergangenen Saison zum gleichen Zeitpunkt auf dem Konto.

„Wir haben nicht den Anspruch, oben mitzuspielen, es geht für uns um den Klassenerhalt“, erklärte Nationalspieler Niklas Pieczkowski. Dennoch: Als Punktelieferant wollten die Sachsen nicht in den Fuchsbau fahren. Trainer Christian Prokop analysierte nach dem Spiel: „Zur Höhe der Niederlage haben wir einen großen Teil selbst beigetragen, denn wir haben viele einfache Fehler gemacht und es nicht geschafft, uns auf unsere Aufgaben zu konzentrieren.“

Die Füchse mussten sich für den deutlichen Sieg aber mächtig strecken und eine Topleistung abliefern. „Unsere Abwehr war überragend und im Angriff war es unser bisher bestes Spiel in dieser Saison“, fand Berlins Trainer Erlingur Richardsson.

DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther zeigte sich eine knappe Stunde nach dem Abpfiff schon wieder angriffslustig. „Unser Ziel bleibt irgendwann einmal der Europacup, das klingt komisch nach so einer Klatsche. Wir werden aber davon lernen.“ Die Grün-Weißen haben jetzt anderthalb Wochen Zeit, sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Dann ist am 20. November, 15 Uhr, Aufsteiger GWD Minden in der Arena zu Gast. Es folgen die beiden schweren Auswärtspartien in Kiel und Flensburg.

Wenig Bewegung gibt es im Moment in der Causa Bundestrainer. Amtsinhaber Dagur Sigurdsson will sich in den nächsten zwei bis drei Wochen über seine Zukunft äußern. Kiel und Flensburg erklärten vorsorglich, ihre Übungsleiter nicht für den DHB freigeben zu wollen. Der hoch gehandelte dänische Coach Gudmundur Gudmundsson hält sich ebenso bedeckt wie der seit Mittwoch ins Spiel gebrachte DHfK-Trainer Christian Prokop. Überraschungen in der Personalfrage um eines der reizvollsten Handballämter der Welt sind also weiter denkbar.

Matthias Roth

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