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SC DHfK Leipzig erwartet schmerzhaftes Spiel in Eisenach

Ostderby SC DHfK Leipzig erwartet schmerzhaftes Spiel in Eisenach

Der ThSV Eisenach will gegen den SC DHfK Leipzig zu alten Tugenden zurückkehren. „Kampf und Härte“ heißen die Schlagworte. Hoffnungen haben die Thüringen für den Umbau der Werner-Aßmann-Halle.

Beherzter Griff: Lukas Binder stoppt Tomas Urban (blaues Trikot).

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig muss sich am Sonnabend (Anwurf 19 Uhr) auf ein ganz heißes Duell einstellen. Eisenachs neuer Trainer, Gennadij Chalepo, hat nämlich die Rückkehr zu alten Tugenden ausgerufen. Mit „Kampf und Härte“ sollen seine Männer dem SC DHfK begegnen.

Die Leipziger stellen sich auf ein intensives Spiel mit vielen Schmerzen ein. „Wir müssen cool bleiben und den Kopf oben behalten“, sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. Zimperlich ging es schon beim Hinspiel nicht zu. Damals griff Maximilian Janke beherzt in der Abwehr zu und sah nach drei Zeitstrafen die rote Karte. Mann des Spiels war Philipp Pöter.  Mit acht Toren hatte er entscheidenden Anteil am 36:31-Sieg.

Marvin Sommer vor Comeback

Trainer Christian Prokop befindet sich inzwischen wieder in einer komfortablen Situation. Die Krankenstation hat sich gelichtet, im Augenblick fehlen nur Lucas Krzikalla, Thomas Oehlrich und Milos Putera. Marvin Somer steht vor seinem Comeback. Der Coach kann mit 16 Spielern im Bus nach Thüringen fahren und sich wieder einen Luxus leisten: Er lässt einen Namen auf dem Spielerprotokoll frei. Drei Profis nehmen hinter der Spielbank Platz. Prokop darf während der Partie einen von ihnen nachnominieren.

Die 250 Leipziger Schlachtenbummler werden nicht nur das Spiel ganz genau verfolgen, sondern sich auch die traditionsreiche Werner-Aßmann-Halle ansehen. Selbst bei einem Klassenerhalt der Eisenacher ist unklar, ob sie dort weiter spielen dürfen. Für diese Saison erteilte die Handball Bundesliga (HBL) eine Ausnahmegenehmigung. „Sie gilt bis zum 30. Juni“, sagte der für Spielorganisation zuständige HBL-Manager, Andreas Wäschenbach, gegenüber LVZ.de. Was danach wird, ist völlig offen. Die Hallenfrage ist Teil des Lizenzverfahrens. Die Bundesligavereine mussten Anfang März dafür die Unterlagen abgeben. Eine Entscheidung wird im Mai erwartet.

Hoffnung für die Werner-Aßmann-Halle

Knackpunkt in Eisenach ist die zweite Zuschauertribüne. Die HBL fordert Sitzplätze an beiden Längsseiten des Spielfelds. Für die Ausnahmegenehmigung errichtete der ThSV im Sommer eilig ein Provisorium mit knapp 300 Plätzen. Wäschebach wollte über eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung nicht spekulieren. Sollte die HBL allerdings den Daumen senken, wäre Bundesliga-Handball in Eisenach vorerst nicht mehr möglich. Der ThSV müsste in eine Halle nach Hessen oder Bayern ausweichen und die Anhänger lange Fahrtwege auf sich nehmen.

Ein Umbau der Werner-Aßmann-Halle scheiterte bisher an der Finanzierung. Der ursprünglich mit sechs Millionen Euro veranschlagte Bau, verteuerte sich schon in der Planung auf nun neun Millionen Euro. Der Verein will 600.000 Euro beisteuern, die klamme Kommune 300.000 Euro. Den Rest soll der Freistaat Thüringen bezahlen. Dort liegen die Planungen seit Monaten zur Prüfung vor. Für den Bundesligisten gibt es aber inzwischen Hoffnung. Nach Informationen von LVZ.de reist Thüringens Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke) nach Eisenach und lädt auch zu einem Pressegespräch ein. Schwer vorstellbar, dass die Politikerin eine schlechte Botschaft im Gepäck hat. Ein Umbau wäre allerdings bis zum Beginn der neuen Spielzeit nicht fertig.

Matthias Roth

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