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SC DHfK Leipzig fährt mutig zum Tabellen-Spitzenreiter

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig fährt mutig zum Tabellen-Spitzenreiter

Die Leipziger Bundesliga-Handballer treten am Mittwochabend als krasser Außenseiter bei Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen an, glauben aber an ihre Chance. „Das sind auch nur Menschen und nicht unschlagbar“, sagt Kapitän Lukas Binder. Trainer Christian Prokop setzt auf Mut und Tempospiel, schickt erstmals seit September wieder Serghey Zhedik aufs Parkett.

Auf der Euphorie-Welle: Der SC DHfK feiert den jüngsten Heimsieg gegen Eisenach.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Wunder gibt es immer wieder, auch im Handball. Mit dem Heimsieg gegen den SC Magdeburg hat Bundesliga-Aufsteiger SC DHfK Leipzig schon eines vollbracht. Folgt am Mittwochabend beim ungeschlagenen Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen (20.15 Uhr in Mannheim) das nächste? „Es wäre eine Sensation, auch nur in die Nähe eines Punktgewinns zu kommen“, sagt Trainer Christian Prokop. „Aber es ist schön, gegen Weltstars anzutreten, und ich hoffe, dass wir dabei nicht allzu viel lernen müssen.“ Er verlangt in der SAP-Arena „Mut und hohes Tempo“ vom Team, „hundert Prozent Einsatz und Wille, Kämpfen und Beißen.“

Seine Jungs brennen. „Die Löwen sind das Nonplusultra der Liga, aber auch nur Menschen und nicht unschlagbar“, meint Kapitän Lukas Binder. „Wir haben uns geschworen, stets auf Sieg zu spielen und wollen die richtig ärgern“, erklärt Philipp Weber. „Wenn wir einen guten Tag erwischen, kriegen wir vielleicht auch dort eine Chance“, glaubt Philipp Pöter: „Wir sind noch lange nicht satt, freuen uns tierisch auf Mannheim und wollen weiterhin Spaß haben.“

Ja, die bisher erreichten 12:10 Punkte haben Selbstvertrauen gebracht. Und die Akkus sind auch wieder voll. Von Donnerstag bis Sonntagabend hatten die Grün-Weißen frei. Pöter nutzte das zum Heimatbesuch bei seiner Frau in Essen. Weber spannte in Leipzig aus, schaute sich das schmerzhafte RB-0:2 gegen Lautern an. Das Bullen-Projekt fasziniert ihn, „weil sie wie wir auf viele junge Leute setzen“. Binder widmete sich seiner Ausbildung und zusätzlichem Krafttraining. Er ist in Mannheim auf Linksaußen Alleinunterhalter, weil Marvin Sommer wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel ausfällt. Auch Max Janke (Adduktoren-Reizung) fehlt.

Für ihn rückt der russische Neuzugang Sergey Zhedik erstmals seit September wieder ins Aufgebot. „Er wird nicht beginnen, aber Einsatzzeiten erhalten und sollte sie nutzten“, betont Prokop, „ich erwarte von ihm im Rückraum Zug zum Tor und eine gute Abwehrleistung.“

Zwei DHfK-Akteure waren mit ihren Nationalteams in der EM-Qualifikation unterwegs. Aivis Jurdzs warf bei den lettischen Siegen über Griechenland und die Ukraine insgesamt 16 Tore, Keeper Milos Putera erlebte eine Niederlage gegen Bosnien und einen Erfolg über den Kosovo, stand jeweils eine Halbzeit lang im Kasten der Slowakei. Vor allem Jurdzs könnte etwas müde sein, flog erst am Montag wieder in Leipzig ein. Was möglicherweise Weber zu längeren Bewährungsproben verhilft. Er wird von Woche zu Woche stärker. „Ich nähere mich langsam meiner Topform, bin bei 95 Prozent und fast wieder der alte“, sagt er selbst.

Dass die Rhein-Neckar Löwen um Uwe Gensheimer beinahe komplett auf Länderspiel-Reise waren, hat Prokop durchaus auf der Rechnung: „Es wird sicher kein Nachteil für uns sein. Wir sind optimal vorbereitet.“

Von Steffen Enigk

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