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SC DHfK Leipzig im DHB-Pokal: Steinert fehlt – Binder brummt der Kopf

Gegen die HSG Wetzlar SC DHfK Leipzig im DHB-Pokal: Steinert fehlt – Binder brummt der Kopf

Englische Woche mit viel Emotionen: Der SC DHfK muss nach dem turbulenten Spiel in Gummersbach nun gegen die HSG Wetzlar im Pokal antreten. Christoph Steiner fällt aus, Lukas Binder ist geschwächt.

Spielt wieder in der Nationalmannschaft: Niklas Pieczkowski.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Mit heißer Atmosphäre kennen sich die Handballer des SC DHfK Leipzig aus. Am vergangenen Sonntag schäumten in Gummersbach die Emotionen über. In der Schlussphase stand der VfL wegen Zeitstrafen und einer roten Karte zeitweise nur noch mit zwei Feldspielern auf dem Parkett. Das Publikum und auch die Bank der Gastgeber verhielten sich entsprechend temperamentvoll.

Am Mittwoch wird es im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen die HSG Wetzlar wohl nicht viel leiser werden. Weil die heimische Rittal-Arena belegt ist, ziehen die Hessen ins benachbarte Hüttenberg um. Das dortige Sportzentrum bietet gerade 1450 Fans einen Platz, die erste Sitzreihe befindet sich unmittelbar hinter der Seitenlinie.

Die Leipziger bereiten sich akribisch auf die Partie vor, starten schon am frühen Morgen die rund 350 Kilometer lange Reise und ruhen sich beim Mittagsschlaf in einem Tageshotel aus. „Das Achtelfinale ist eine große Chance für uns“, sagt DHfK-Trainer Christian Prokop. An mehr will er noch gar nicht denken. Mit einer Finalteilnahme wären die Leipziger für den EHF-Cup qualifiziert, wenn der Endspielgegner gleichzeitig in der Champions League startet.

Prokop und Geschäftsführer Karsten Günther treten auf die Euphoriebremse. „Die Rübe muss immer für das nächste Spiel frei sein“, so Günther. Was in einem halben Jahr passiere, interessiere noch nicht. Zumindest Kreisspieler Alen Milosevic bekennt: „Ich möchte ins Final Four und dann auch ins Finale.“

Der Sieg in Gummersbach wurde teuer erkauft. Christoph Steinert fällt mit einer Schulterprellung in den kommenden zwei Begegnungen aus. Lukas Binder klagt nach dem Foul von VfL-Keeper Matthias Puhle noch immer über Kopfschmerzen, trainiert aber schon wieder. „Bindi ist unkaputtbar“, so Günther.

Puhle war am Sonntag bei einem Angriff des Leipziger Kapitäns aus seinem Tor gelaufen und hatte den Leipziger mit angezogenem linken Knie am Kopf getroffen. Die Aktion endete auch bitter für den Gummersbacher: Er sah nicht nur die rote Karte, sondern erlitt einen Außenbandriss, einen Anriss der Sehne im Kniegelenk und einen Bizepsriss im Bein.

Besonders motiviert dürften in Hüttenberg der Leipziger Niklas Pieczkowski und Wetzlars Philipp Weber sein. Beide Spieler wurden ins Aufgebot der Nationalmannschaft berufen. Pieczkowski steht nach den verpassten Olympischen Spielen vor seinem Comeback, der ehemalige Leipziger Weber ist erstmals dabei. Wetzlars Rückraumspieler darf wegen seiner DHfK-Vergangenheit am MIttwoch auf keinen Bonus hoffen. „Freundschaften sind mit dem Anpfiff vergessen“, so Milosevic. Weber leidet allerdings an einer Sehnenreizung, Einsatz ungewiss.

Für den SC DHfK geht es schon am Sonntag zu Haus gegen TVB Stuttgart in der Bundesliga weiter. 3000 Karten sind für das Spiel bisher weg. Und auch das All Star Game im Februar 2017 ist ein Publikumsrenner. Für die Partie der Nationalmannschaft gegen eine Bundesliga-Weltauswahl wurden ebenfalls bereits 3000 Tickets verkauft.

Von Matthias Roth

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