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SC DHfK Leipzig macht sich gegen Weltstars für den Pokal fit

Turnier am Wochenende SC DHfK Leipzig macht sich gegen Weltstars für den Pokal fit

Ausgerechnet gegen den THW Kiel und den FC Barcelona hat Aufsteiger SC DHfK Leipzig jede Menge Selbstbewusstsein getankt. Den Schwung wollen die Grün-Weißen mit ins Pokalwochenende nehmen. Trainer Christian Prokop warnt: „Demut tut uns gut.“

Freuen sich auf das Pokalwochenende: Christoph Steinert, Christian Prokop, Karsten Günther und Tommi Sillanpää (v.l.).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Das war eine Rückfahrt mit breiter Brust und Ankunft in der Heimat um 5.30 Uhr. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben am Mittwoch beim „Unser Norden-Cup“ nicht nur mit Gastgeber THW Kiel mitgehalten, sondern dem Deutschen Meister ernsthafte Probleme bereitet. Am Ende hieß es zwar 24:21 für das Starensemble von Trainer Alfred Gislason, dessen Leipziger Kollege Christian Prokop war dennoch rundum mit der Leistung seiner Männer zufrieden. „Im Angriff sah das richtig gut aus, wir haben mit viel Disziplin gespielt“, so der DHfK-Coach.

Gegen den THW und danach noch gegen den FC Barcelona aufzulaufen, sei für viele seiner Spieler ein Kindheitstraum gewesen. Angst hatte sein junges Team nicht. Der gerade 17 Jahre alte Gregor Remke etwa spielte im Rückraum unbekümmert auf und erzielte gegen die Spanier vier Tore. Abheben wird er deshalb nicht, Prokop hat ihn sofort wieder auf den Boden geholt. „Er hatte auch sechs Fehlabspiele, da war er wieder geerdet“, meint der Übungsleiter.

„Mit Handball-Opas gespielt“

Den Schwung aus dem Turnier in Kiel will der Aufsteiger mit in die neue Saison nehmen. „Das macht Mut, damit tanken wir Selbstvertrauen“, sagt Neuzugang Christoph Steinert. Vom SC DHfK ist der Rückraumspieler begeistert. „Die Moral in dem jungen Team ist einmalig“, findet er. Klar, Leipzig habe nicht die größten und stärksten Akteure, dass mache die Mannschaft aber mit Kampf, Ehrgeiz und vor allem ihrer jugendlichen Dynamik wett. „Bei meinem alten Verein in Minden habe ich dagegen mit Handball-Opas gespielt“, so Steinert.

Am kommenden Wochenende müssen sich die Grün-Weißen neu beweisen. Die erste Runde im DHB-Pokal steht auf dem Programm. Neu in diesem Jahr: Der Auftakt wird in einem Turnier mit vier Mannschaften ausgespielt. Am Sonnabend treffen im Sportcenter Markranstädt um 16.30 Uhr zunächst die SG LVB und die Füchse Berlin aufeinander.

Der SC DHfK folgt dann um 19 Uhr mit dem Spiel gegen den TSV Altenholz. Die Ansetzung klingt einfach und die Fans rechnen mit einem sicheren Einzug ins Finale (Sonntag, 15 Uhr, Arena Leipzig). Prokop und Steinert warnen vor dem Drittligisten. Altenholz arbeitet eng mit dem THW Kiel zusammen, Nachwuchsspieler parkt der Erstligist gern beim Partnerverein. Auch Hendrik Pekeler spielte einst dort und steht heute bei den Rhein-Neckar-Löwen unter Vertrag. Dennoch: Alles andere als ein Leipziger Sieg wäre eine riesige Überraschung.

SG LVB gibt sich mutig

Auch im Spiel des zweiten Leipziger Vereins sind die Karten klar verteilt. Zwar verkündet Underdog SG LVB selbstbewusst durch seinen Geschäftsführer Tommi Sillanpää: „Wir wollen gewinnen“. Die Füchse Berlin, aktueller Europapokalsieger, gelten trotzdem als uneinnehmbare Festung. Mit zwei Favoritensiegen gäbe es eine Neuauflage des Pokalviertelfinals vom zurückliegenden März. Damals musste der SC DHfK eine deutliche 19:29-Schlappe hinnehmen. „Wir hatten keine Chance“, gibt auch Prokop zu. Inzwischen haben sich die Gesichter beider Teams aber verändert, vor allem körperlich konnten die Leipziger zugelegen. Prokop rät dennoch zur Vorsicht. „Demut tut uns gut und nur wegen des Heimvorteils sind wir kein Favorit“, findet er.

Tachostand: 429.000 Kilometer

Christoph Steinert läuft am Wochenende zu seinen ersten Pflichtspielen für den SC DHfK auf. „Ich bin schon richtig aufgeregt“, sagt der 25-Jährige. Der Aufstieg und die jüngsten Erfolge der Leipziger Handballer haben auch neue Sponsorentüren geöffnet. Das Audi Zentrum Süd unterstützt jetzt das Team und übernimmt die Patenschaft über Steinert. Dessen Rücknummer 4 passe hervorragend zu den vier Ringen des Autobauers, finden die Marketingstrategen beider Partner. Der Athlet darf künftig mit einem Wagen aus der Flotte des Sponsor fahren. „Das war auch dringend nötig“, so Steinert. Bis jetzt war er im alten Golf seines Vaters unterwegs. Der Tacho zeigt aktuell einen Kilometerstand von 429.000 an.

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