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SC DHfK Leipzig mit erster Kampfansage an Hannover

Handball-Bundesliga am Sonntag SC DHfK Leipzig mit erster Kampfansage an Hannover

Hannover-Burgdorf ist als Tabellenführer das Team der Stunde. Am Sonntag ist der TSV beim SC DHfK zu Gast. Die Leipziger wollen gewinnen und „haben nicht vergessen, wo sie spielen“.

In der vergangenen Saison reichte die Angriffskraft von Aivis Jurdzs nicht aus. Hannover gewann mit 25:23 in der Arena.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Damit hätte niemand gerechnet: Nach fünf Spieltagen steht der TSV Hannover-Burgdorf ungeschlagen an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga. In der abgelaufenen Saison gewann die Mannschaft im Jahr 2017 nicht eine Punktspielpartie. Das neue Trainerteam um die beiden spanischen Champions-League-Sieger Carlos Ortega und Iker Romero hat den Recken neues Leben eingehaucht. Siege gegen Flensburg-Handewitt, Kiel und zuletzt Magdeburg lassen die Szene aufhorchen. „Das wird die ultimative Herausforderung“, findet DHfK-Manager Karsten Günther. Am Sonntag sind die Niedersachsen in Leipzig zu Gast (Anwurf 12.30 Uhr, Arena).

Der Respekt ist gehörig, die Angriffslust nicht minder groß bei den Gastgebern. „Hannover ist sehr genau eingestellt und bietet ein gutes Gesamtpaket“, sagt DHfK-Coach André Haber. Er will sich aber nicht ausschließlich mit dem Gegner befassen, sondern setzt auf eigene Stärken. „Wir wollen gewinnen und haben nicht vergessen, dass wir in Leipzig spielen“, formuliert Haber eine erste Kampfansage. Er weiß aber auch um die Schwere der Aufgabe. Deshalb fordert er eine Einstellung seiner Spieler wie gegen Flensburg. „Da haben wir phantastisch verteidigt“, so der Coach.

Und genau darauf wird es auch am Sonntag wieder ankommen. Mit den Recken ist das im Augenblick zweitbeste Angriffsteam in die Arena zu Gast. Ein Name steht im Augenblick für die Offensivwucht der Gäste: Kai Häfner. Er ist mit 33 Toren bester Schütze seiner Mannschaft, einer der Dreh- und Angelpunkt im Spiel. Leipzigs Niclas Pieczkowski kennt den 28-Jährigen bestens aus der Nationalmannschaft. „Er überlegt nicht lange und schließt sehr schnell ab“, schätzt der DHfK-Rückraumspieler ein. Meist zappeln seine Bälle danach im Netz.

Häfner gehört zu den gestandenen Spielern in Hannover, die vergangene Saison glücklos agierten und mit dem spanischen Trainer-Duo nun zu einem Höhenflug angesetzt haben. Der Tabellenführer hat sich nur mit drei Profis verstärkt, die Namen haben es allerdings in sich.

Starke Neuzugänge

Aus Kiel kam der kroatische Nationalspieler Ilija Brozovic, aus Gummersbach der deutsche Auswahlakteur Evgeni Pevnov. Beide bilden das neue Duo am Kreis. Dazu lockten die Niedersachsen den russischen Star Pavel Atman aus Brest in Weißrussland an die Leine. Allerdings konnte der Rückraumspieler wegen eines Ermüdungsbruchs im Fuß noch keine Akzente setzen.

Beim SC DHfK fehlt derzeit mit Lukas Binder ebenfalls eine Stütze im Spiel. Eine Rückkehr schon am Sonntag nach seinem doppelten Bänderriss gilt als wage. „Wir geben ihm die Zeit, die er braucht“, meint Haber. Benjamin Meschke wird nach seiner Hüftprellung in Kiel wieder fit.

„Wir brauchen die innere Überzeugung“

Für DHfK-Trainer Haber wird das Spiel auch zu Kopfsache. „Zu einem Sieg gehört viel innere Überzeugung dazu“, trichtert er seinen Männern ein. Hannover habe einen „Boost“ bekommen, läuft also mit Selbstvertrauen und breiter Brust auf. Eine Sache ist für Haber aber auch klar, keine Mannschaft wird ohne Verlustpunkt durch die Saison marschieren. Der TSV soll am besten gegen Leipzig die ersten Minuszähler kassieren.

Dass es nicht so weiter geht, weiß auch Hannovers Sven-Sören Christophersen. „Wir dürfen uns nicht zu sehr blenden lassen, aber wir genießen es trotzdem. Die Serie soll so lange wie möglich halten.“

Von Matthias Roth

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