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SC DHfK Leipzig peilt vor großer Kulisse die Überraschung an – Weber wohl wieder fit

SC DHfK Leipzig peilt vor großer Kulisse die Überraschung an – Weber wohl wieder fit

Beim SC DHfK Leipzig wird es am Mittwoch vor dem Pokalspiel gegen den Erstligisten Balingen-Weilstetten wieder so sein wie immer. Wenige Minuten vor der Partie baut sich Kapitän Lukas Binder im Umkleideraum Nummer 7 der Arena vor der Mannschaft auf und peitscht seinen Kollegen mit „energischen Worten“ ein.

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Auf eine Siegesfeier vorbereitet: Kapitän und Mannschafts-DJ Lukas Binder.

Quelle: Manfred Weber

Leipzig. „Ich sammle über die Woche meine Gedanken, überlege mir dann bei der Erwärmung was ich wirklich sage“, so Binder. Wenn die Torhüter eingeworfen werden, zieht der Linksaußen seinen Pullover über den Kopf und redet erst mit sich selbst und kurz darauf mit dem Team.

Viele Worte muss er am Mittwoch allerdings nicht finden. „Es ist eine geile Sache, gegen einen Erstligisten zu spielen, da sind schon jetzt alle heiß“, verrät Binder. Knapp 2000 Tickets sind für die Partie weg. Und die Zuschauer werden erneut ein entscheidender Faktor sein. Beim Punktspiel gegen Eisenach peitschten sie die Grün-Weißen bereits zu einem Last-Minute-Sieg, am Mittwoch soll das genauso werden. DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther erwartet mehr als 3.000 Besucher und hat „leise Hoffnung auf die Sensation“.

Trainer Christian Prokop rechnet wieder mit seinem Kader vom vergangenen Sonntag. Philipp Weber hatte sich im Spiel gegen Henstedt-Ulzburg eine Prellung am Knie zugezogen. „Das kann man in zwei Tagen auskurieren“, glaubt der Coach. Und auch Weber hatte schon kurz nach dem Schlusspfiff angekündigt: „Ich will unbedingt spielen, nehme zur Not Schmerzmittel.“

Balingen-Weilstetten wäre schon fast in dieser Saison ein Punktspielgegner der Leipziger geworden. Sportlich stiegen die „Gallier von der Alb“, wie sich selbst nennen, ab. Erst nach juristischen Streitigkeiten um den Lizenzentzug des HSV Hamburg und der Aufstockung der 1. Bundesliga auf 19 Teams blieb die Mannschaft aus dem Zollernalbkreis in der stärksten Liga der Welt. Und dort sorgte sie bereits für einige Überraschungen. Der THW Kiel musste eine seiner beiden Saisonniederlagen hinnehmen. Der HSV Hamburg verlor gleich beide Spiele. Was aber auch auffällt ist die Auswärtsschwäche des HBW. Nur vier Punkte holte das Team von Trainer Markus Gaugisch diese Saison in fremden Hallen.

Für Binder ist klar, geschenkt bekommt der SC DHfK am Mittwoch nichts. „Die werden uns wie die Kesselflicker verprügeln“, formuliert er markig. Das Spiel sei in erster Linie eine wichtige Standortbestimmung und die „Sahne auf dem Kuchen“. Mit anderen Worten: Die Liga und der angepeilte Aufstieg haben Vorrang.

Respekt vor Sprungfeder Nyokas

DHfK-Trainer Prokop blickt gespannt auf den Kader der Gäste. Viel wird auch davon abhängen, ob der Franzose Olivier Nyokas (kam vor der Saison von Cretail) spielen kann. Er leidet an einer Fußverletzung und musste zuletzt pausieren. Der Leipziger Coach bezeichnet den Rückraumspieler als Sprungfeder. Das musste auch der THW Kiel miterleben, gegen den Rekordmeister erzielte Nyokas neun Tore. Aber auch ohne den 28-Jährigen hat der HBW einen namhaften Kader. Fabian Böhm wurde am Montag in den deutschen WM-Kader berufen, Ex-Natioanlspieler Christoph Theuerkauf und Alexandros Vasilakis sind vor allem durch ihre Jahre in Magdeburg ein Begriff beim Publikum und mit Martin Strobel spielt eine weiterer ehemaliger Auswahlprofi bei Balingen.

Sollte der SC DHfK gewinnen, stehen die Pläne für die Siegesfeier schon fest. Klar ist: Die Party wird kurz. Ein, zwei Bier und Helene Fischer aus der Musikanlage sind die Choreografie fürs Kabinenfest. „Mehr ist nicht drin, am Sonnabend müssen wir schon wieder nach Hüttenberg“, so Kapitän und Mannschafts-DJ Binder.

Matthias Roth

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