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SC DHfK Leipzig plant gegen Kiel den nächsten Coup

Auswärtsspiel beim THW SC DHfK Leipzig plant gegen Kiel den nächsten Coup

Erster der Sieg gegen Flensburg, jetzt das Auswärtsspiel beim THW Kiel: Der SC DHfK Leipzig plant den nächsten Coup. Allerdings will sich der Rekordmeister nach zwei Niederlagen in Folgen rehabilitieren.

Mit 34:25 fertigte der SC DHfK die Kieler in der vergangenen Saison zu Hause ab.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Die Konstellation im Spielplan könnte für den SC DHfK Leipzig ungünstiger sein. Am Donnerstag tritt der Tabellendritte der Handball-Bundesliga beim deutschen Rekordmeister THW Kiel an und rechnet sich auch im hohen Norden etwas aus. „Wir müssen wieder an unser Maximum kommen, dann kann in Kiel auch etwas gehen“, sagte Abwehrchef Bastian Roscheck nach dem Überraschungssieg gegen die SG Flensburg-Handewitt am vergangenen Sonntag.

Bei den Zebras aus Kiel läuft es nicht rund. Zwei Niederlagen in Folge und vier Minuspunkte nach vier Spieltagen sind eine ungewohnte Situation für die erfolgsverwöhnten Nordlichter. Hinzu kommen Personaldiskussionen die stets Unruhe bedeuten. Trainer Alfred Gislason steht nach neun Jahren auf der THW-Bank offiziell nicht zur Debatte. Manager Thorsten Storm, der selbst von einer Mini-Krise spricht, hält seine schützende Hand über den Coach. „Es wird sehr hart gearbeitet. Darum gibt es keine Trainerdiskussion“, sagte er den Kieler Nachrichten.

Andreas Wolff in den Schlagzeilen

Für Wirbel sorgt seit Wochen allerdings Nationaltorhüter Andreas Wolff. Mal geht es um Einsatzzeiten, dann ums Gehalt. Dem Keeper sollen bestens dotierte Angebote der Champions-League-Teams aus Kielce und Veszprem vorliegen. Mit Leistungen beeindruckte Wolff zuletzt bei der Niederlage in Melsungen allerdings nicht. Nach knapp 40 Minuten musste er vom Parkett. Seine Bilanz: zwei gehaltene Bälle und eine persönliche Abwehrquote von zehn Prozent. Hinzu kam: Als Gislason ihn auf die Bank beorderte, quittierte das Wolff mit einem bitterbösen Blick in Richtung Coach. „Wir hatten anfangs große Probleme auf der Torhüterposition“, erklärte Gislason nach dem Spiel.

Sein Leipziger Kollege André Haber lässt sich von dem Hickhack an der Förde allerdings nicht den Blick vernebeln. „Das wird eine Mammutaufgabe, wir wissen um díe Qualität des THW“, so der Trainer der Grün-Weißen. Bis auf Lukas Binder kann er auf sein komplettes Team zurückgreifen. „Wir müssen wieder in eine Adrenalinsituationen hineinkommen. Wir wollen jedes Spiel mit einer Überraschung gestalten“, formulierte Roscheck eine selbstbewusste Kampfansage.

Augenmerk auf Franz Semper

Auf einen DHfK-Spieler werden die Kieler mit Sicherheit ihr besonderes Augenmerk richten: Franz Semper. Anfang des Jahres streckte der THW seine Fühler nach dem Talent aus und bekam damals einen Korb von Semper. Der 20-Jährige beeindruckt derzeit durch eine hervorragende Form, übernimmt Verantwortung und trifft aus dem rechten Rückraum. „Franz Semper stach im Angriff heute heraus“, sagte Bundestrainer Christian Prokop nach dem Triumph gegen Flensburg. Bei Kiel überzeugte in dieser Spielzeit nur Steffen Weinhold auf Sempers Position. Stars wie Marko Vujin, der angeschlagene Christian Dissinger und Neuzugang Miha Zarabec sorgten noch nicht für die gewünschten Impulse.

„Es wird ein harter Kampf, wir haben aber viel gut zu machen und das werden wir auch zeigen“, kündigte Nationalspieler Patrick Wiencek an. Zuletzt startete Kiel vor drei Jahren mit vier Minuspunkten nach vier Spielen ähnlich durchwachsen in die Spielzeit. Zu spüren bekam den THW-Frust damals Melsungen am fünften Spieltag mit einer 23:32-Pleite in Kiel. Am Saisonende hieß der Meister THW.

Es ist also in der Kieler Arena mit ihren gut 10.000 Plätzen angerichtet. Anwurf ist am Donnerstag um 19 Uhr. Ungewöhnlich für die Norddeutschen: Am Dienstag waren noch ausreichend Karten für Steh- und Sitzplätze im Angebot. Die Schiedsrichter heißen Robert Schulze und Tobias Tönnies und kommen aus Magdeburg.

Von Matthias Roth

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