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SC DHfK Leipzig präsentiert sein Bundesliga-Team

Die Liebe wächst SC DHfK Leipzig präsentiert sein Bundesliga-Team

„Wir wollen in Leipzig noch mehr akzeptiert und geliebt werden“, wünscht sich Karsten Günther. Dass der Prozess längst im Gang ist, sah der Manager des SC DHfK Leipzig bei der Präsentation des Bundesliga-Teams am Montagabend in der Moritzbastei leibhaftig vor sich.

Das Bundesliga-Team des SC DHfK Leipzig.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das ist doch mal Selbstbewusstsein: Da traut sich Montagabend wegen des Legida-Aufmarschs so mancher nicht in die Leipziger City, da ist auch noch Heimspiel der RB-Fußballer, doch die DHfK-Handballer veranstalten Saisoneröffnung. Gaaanz ungünstiger Termin. Oder?

„Wir wollen in Leipzig noch mehr akzeptiert und geliebt werden“, wünscht sich Karsten Günther. Dass der Prozess längst im Gang ist, sieht der Manager leibhaftig vor sich. Knapp 200 Unterstützer, Sponsoren und Freunde des Bundesliga-Aufsteigers sind vor der öffentlichen Teampräsentation in den Keller der Moritzbastei gekommen, die Sitzplätze reichen nicht. „Ich bin sprachlos“, meint denn auch Günther ob der großen Resonanz. Um dann sofort das Gegenteil zu beweisen: Fast anderthalb Stunden referiert er über Vergangenes („Manchmal muss ich mich zwicken, wir haben vor acht Jahren als Hobby-Mannschaft angefangen“) und Kommendes, schwört die Zuhörer immer wieder auf die „verdammt schwere Mission Klassenerhalt“ ein.

Am Montagabend (03.08.2015) hat der SC DHfK Leipzig sein Bundesliga-Team offiziell vorgestellt. Geschäftsführer Karsten Günther sprach dabei über bisher Erreichtes und über die schwere Herausforderung Klassenerhalt. Fotos: Christian Modla

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Es ist ein Vortrag von beispielhafter Transparenz und Offenheit. Der DHfK-Macher wirft Zahlen an die Wand. 2,3 Millionen Euro beträgt der Saisonetat, davon sollen zum Beispiel 1,65 Millionen (1,4 Millionen für den Bundesliga-Kader) von Sponsoren kommen, 400.000 Euro aus dem Ticketing. Kalkuliert ist ein Zuschauerschnitt von 3000. Günther sagt auch offen, dass 150.000 Euro Sponsorengelder noch fehlen. Er ist optimistisch, die im Laufe der Saison noch auftreiben zu können. Der Manager erläutert, warum welche Spieler verpflichtet wurden oder eben nicht. Er erzählt, dass bei der vielen Fliegerei für Spielersichtungen Coach Christian Prokop quasi nebenbei seine Flugangst verloren hat. Günther begründet auch, warum manche der Aufstiegshelden nicht bleiben konnten.

„Die Jungs müssen wahnsinnig dicke Bretter bohren“

Dann ist da noch ein schöner Satz zum Fall Aivis Jurdzs: „Alles, was mit Eisenach noch zu klären ist, sollten wir am 1. November machen.“ Da kommt der Mitaufsteiger und Jurdzs-Ärger-Verursacher zum Punktspiel in die Arena. Der lettische Hüne wird bei der offiziellen Präsentation mit viel Beifall begrüßt, wie alle DHfK-Jungs, auf denen so große Hoffnungen ruhen.

„Die Jungs müssen wahnsinnig dicke Bretter bohren“, nennt Karsten Günther die Aufgabe Klassenerhalt. Zur Einstimmung wird ein Film mit Heldentaten der Top-Stars der Bundesliga gezeigt. „Jetzt wissen alle Bescheid“, sagt Günther trocken und ergänzt mit Pathos: „Was wird, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass wir uns wie Sau darauf freuen.“

Am Schluss gibt‘s dann noch einen Schlenker Richtung RB. Er nehme es niemandem übel, wenn jemand jetzt zum Fußball abhaue, sagt Günther. Viele sind nicht gegangen. Die Liebe wächst.

Am Dienstag um 19 Uhr steigt in der Stadthalle Zwenkau der letzte DHfK-Heimtest gegen Baia Mare.

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