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SC DHfK Leipzig rechnet sich was aus: „Feuer frei“ gegen die Rhein-Neckar-Löwen

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig rechnet sich was aus: „Feuer frei“ gegen die Rhein-Neckar-Löwen

Sportwoche in Leipzig: Nach RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach folgt am Tag danach schon der nächste Knaller. Der SC DHfK Leipzig empfängt die Rhein-Neckar-Löwen und rechnet sich gegen den Deutschen Meister etwas aus.

„Die Sahne obendrauf“: DHfK-Torhüter Milos Putera.
 

Quelle: Modla

Leipzig.  „Wir arbeiten an der Sensation“, sagt DHfK-Trainer Christian Prokop. Und Torhüter Milos Putera fügt an: „Wir wollen den Meistern ärgern.“ Selbstbewusst sind die Leipziger Erstliga-Handballer. Am Donnerstag sind die Stars von den Rhein-Neckar-Löwen in der Arena zu Gast (Anwurf 19 Uhr). Die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen ist auf allen Positionen mit Nationalspielern und europäischen Topprofis besetzt. Und wenn im Sommer eine Galionsfigur wie Uwe Gensheimer den Verein in Richtung Paris verlässt, dann wird einfach mit Guðjón Valur Sigurðsson die geballte Erfahrung aus Barcelona verpflichtet.

Prokop bleibt mit Blick auf den gegnerischen Kader gelassen. Große Namen allein gewinnen für ihn noch keine Spiele. „Wir werden eine starke Abwehr entgegen stellen“, so der Coach. Dazu hofft er auf einen hervorragenden Tag seines Keeper-Duos. „Dann haben wir die Chance, bis zum Ende mitzuhalten“, so der 37-Jährige. Der Coach hat folgenden Matchplan: „Wir spielen hinten mit einer Mischung aus taktischer Variabilität und vorn Feuer frei!“ Übersetzt heißt das: Seine Abwehr muss sich flink bewegen und immer wieder neu auf die Löwen-Schützen einstellen. Nach vorn geht es zum Gästetor über den schnellen Gegenstoß oder mit der brachialen Gewalt der Rückraumspieler.

Ausverkaufte Halle erwartet

„Das wird ein großes Abenteuer, gegen eine solche Mannschaft in den Ring zu steigen“, findet DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther. Zuletzt mussten die Grün-Weißen in Magdeburg und Coburg den ohrenbetäubenden Lärm der heimischen Fans miterleben. Zwar behielt der SC DHfK dabei kühlen Kopf und holte in den beiden Hallen zusammen drei Punkte, einen Schub sollen nun die Leipziger Fans geben. 3500 Tickets sind bereits verkauft worden. Die Sitzplätze in der Halle werden am Donnerstag nicht auf 6000 erweitert. Insgesamt finden bis zu 4300 Zuschauer einen Klappstuhl. Der Grund: Mit der gewohnt engen Atmosphäre wollen die Verantwortlichen noch einige Prozent Leistung zusätzlich aus der Mannschaft kitzeln.

Nicht dabei sind werden Marvin Sommer (Schulter) und voraussichtlich auch Niklas Pieczkowski (nach Bänderriss noch Schmerzen im Fuß). Der Rest arbeitet auf das große Spiel hin. Im Training hat Prokop die Handbremse angezogen. Regeneration und Taktikschulung stehen in der englischen Woche im Vordergrund. Der Trainer schaut sich mit der Mannschaft die Videos der vergangenen Löwen-Spiele an. Vor allem die Partie gegen Flensburg-Handewitt dient als eine Art Blaupause für die Leipziger. Die Norddeutschen ließen in Mannheim nur sensationelle 17 Tore zu und gewannen am Ende mit vier Treffern Differenz. Der Auswärtssieg schmeckt Prokop allerdings gar nicht. „Die Löwen werden eine Reaktion zeigen“, vermutet Prokop.

Hexer Putera

Putera studiert derweil die Wurfbilder der Weltstars. „Ich schaue mir die Handbewegungen genau an“, verrät der Slowake. Im vergangenen Jahr muss er daraus erstaunliche Erkenntnisse gewonnen haben. In Mannheim war er einer der überragenden Spieler, hielt sein Team bis zur Schlussphase im Spiel und verlor unglücklich mit 22:28. Das Ergebnis fiel zu hoch aus, gab damals auch Löwen-Coach Jacobsen zu. Der 34-Jährige will seine Leistung nicht herausstellen. Gehaltene Bälle des Torhüters sind für ihn nur die „Sahne obendrauf“. Die gesamte Arbeit habe zuvor schon die Abwehr geleistet.

Bei einem Sieg würden nicht nur die Leipziger Fans toben, sondern sich auch die Konkurrenz verwundert die Augen reiben. Der SC DHfK Leipzig würde nämlich an den Löwen in der Tabelle vorbei ziehen.

Von Matthias Roth

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