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SC DHfK Leipzig reist mit Geheimwaffe zu den Rhein-Neckar Löwen

Wechsel im Tor SC DHfK Leipzig reist mit Geheimwaffe zu den Rhein-Neckar Löwen

Von ihm gibt es kein Vidoematerial aus der 1. Bundesliag: Der SC DHfK Leipzig reist mit einem neuen Torhüter zu den Rhein-Neckar Löwen und setzt auf den Überraschungsmoment.

Marian Voigt.

Quelle: Modla

Leipzig. Sie kennen sich eigentlich in- und auswendig. Die Kontrahenten der Handball-Bundesliga zerlegen beim Videostudium ihren nächsten Gegner stets zu einem Filet. Die Torhüter studieren Wurfbilder, die Spieler saugen die Bewegungen der Keeper auf. Voraussetzung: Es ist ausreichend Filmmaterial vorhanden.

Von Marian Voigt existieren nur Mitschnitte von Jugendspielen, im Männerbereich ist er ein unbeschriebenes Blatt. Am Dienstag erfuhr der Nachwuchsmann des SC DHfK von Co-Trainer André Haber: „Du fährst am Sonnabend mit zu den Rhein-Neckar Löwen.“ Der 18-Jährige soll den verletzten Milos Putera ersetzen und Nationaltorhüter Jens Vortmann den Rücken frei halten. Die Rhein-Neckar-Löwen können  mit dem 18-Jährigen wenig anfangen. Der Vorteil liegt beim SC DHfK, mit Geheimwaffe Voigt im Kader.

Cheftrainer Christian Prokop freut sich über die interne Lösung. „Wir erwarten jetzt aber keine Wunderdinge von ihm“, so der 38-Jährige. Im ersten Training mit den Profis hinterließ er aber einen guten Eindruck. „Er hat eine gute Körpergröße und Spannweite“, findet Prokop. Vor allem bei Siebenmetern darf sich der Schüler Hoffnung auf einen Einsatz machen. Sonst wird wohl Vortmann durchspielen.

Voigt tauchte am Mittwoch erstmals bei den Profis auf: „Hallo, ich trainiere jetzt bei Euch mit“, begrüßte er die Bundesligamänner. Seine Furcht vor großen Namen war unbegründet. „Alle sind auf mich zugekommen, sind super kontaktfreudig“, so der gebürtige Chemnitzer.

Am Freitag bringt er am Sportgymnasium noch fix seinen letzten Schultag vor den Abiturprüfungen hinter sich. Danach gilt den Rhein-Neckar Löwen die volle Aufmerksamkeit. „Es ist in meinem Alter eine große Chance und ein Traum in Mannheim dabei zu sein“, verrät der Keeper.

Zumindest die Leipziger werden den Deutschen Meister am Donnerstag noch einmal ausgiebig studieren. Zusammen schauen sie sich am Abend das Rückspiel in der Champions League gegen den THW Kiel an.

Matthias Roth

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