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SC DHfK Leipzig scheut das E-Wort – „verrückte“ Spiele gegen Gummersbach

Handball-Bundesliga SC DHfK Leipzig scheut das E-Wort – „verrückte“ Spiele gegen Gummersbach

Neue Ziele: Der SC DHfK Leipzig will jetzt sein Ergebnis aus der Aufstiegssaison noch einmal übertreffen. Vom Europapokal will allerdings niemand sprechen. Am Montag ist der VfL Gummersbach zu Gast.

Zurück in der Bundesliga: Lukas Binder und seine Kollegen wohl die Pokaleuphorie mit in die Punktspiele nehmen.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Der SC DHfK Leipzig setzt sich neue Ziele. Nach einem berauschenden Pokalwochenende in Hamburg mit Lob von allen Seiten und Anfeuerungsrufen aus 10.000 Kehlen sind die Grün-Weißen zurück im Liga-Alltag. „Wir haben uns zusammen gesetzt und wollen jetzt die Sensationssaison aus dem vergangen Jahr noch einmal toppen“, sagte Trainer Christian Prokop.

Weit davon entfernt ist der Handball-Erstligist nicht mehr. 30 Punkte hatte die Mannschaft im Sommer 2016 auf dem Konto, jetzt sind es bei noch neun ausstehenden Spielen bereits 28 Zähler. Eine genaue Zielvorgabe nennt der Coach nicht. Vor allem scheuen die Verantwortlichen das E-Wort. Über das Thema Europapokal will niemand sprechen. Dabei hatte die Mannschaft am vergangenen Sonnabend schon fast das internationale Geschäft sicher. Bei einem Sieg gegen den THW Kiel wäre sie für den EHF-Cup qualifiziert gewesen. Nun muss mindestens Platz sechs in der Bundesliga her und dafür bedarf es weiterer Punkte.

Spiel am Ostermontag

Am Ostermontag ist der VfL Gummersbach in der Arena (Anwurf 17.15 Uhr) zu Gast. Für die Partie muss sich die Mannschaft neu motivieren. „Wir wollen uns nach dem absoluten Highlight nicht gehen lassen“, kündigt Kapitän Lukas Binder den nächsten heißen Kampf vor erwarteten 4000 Zuschauern an.

Leipzig gegen Gummersbach, das seien immer verrückte Spiele, findet Binder. Bei den Bergischen holte der Aufsteiger aus Sachsen im vergangenen Jahr seinen ersten Auswärtspunkt. Philipp Weber traf in der Schlusssekunde mit einem Heber vom Siebenmeterpunkt. Zu Hause kassierte der SC DHfK eine deftige 21:31-Pleite. Dieses Jahr gewann die Mannschaft von Prokop in Gummersbach mit 24:22. Den VfL hätten dieses Jahr viele Experten im ersten Tabellendrittel erwartet.

Gummersbach mit Abstiegssorgen

Aktuell ist er gerade zwei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt. Der einstige Europapokalsieger bringe dennoch viel Qualität mit, findet Prokop. Mit Carsten Lichtlein, Julius Kühn und Simon Ernst hat er drei deutsche Nationalspieler in seinen Reihen. Hinzu kommt mit Sead Hasanefendic einer der erfahrensten Trainer der Liga. Der 68-Jährige hat den VfL Ende März zum dritten Mal in seiner Karriere übernommen.

Leipzigs Geschäftsführer Karsten Günther würde mit weiteren Siegen die Arbeit leichter von der Hand gehen. „Wir befinden uns gerade in Sponsorengesprächen und wollen neue Partner für uns begeistern“, berichtet er. Sportliche Erfolge seien die beste Werbung für den Männerhandball in Leipzig. Über den Europapokal hat Günther mit Sponsoren bisher noch nicht geredet. Und auch Prokop warnt mit dem Blick auf das schwere Restprogramm: „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Alles schnell, schnell ist nicht gerade förderlich für den Verein.“

Das bisher letzte Europapokalspiel des SC DHfK Leipzig endete am 19. März 1967 mit einem 17:11-Heimsieg im Viertelfinale gegen Dukla Prag. Die Tschechen zogen wegen ihres hohen 21:10-Hinspielerfolgs ins Halbfinale ein. Den Pott der Landesmeister holte damals der VfL Gummersbach.

Von Matthias Roth

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