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SC DHfK Leipzig setzt auf eine tobende Halle - zwei Spitzenspiele in vier Tagen

SC DHfK Leipzig setzt auf eine tobende Halle - zwei Spitzenspiele in vier Tagen

Das wird die Woche der Wahrheit für die Zweitliga-Handballer des SC DHfK. Am Mittwoch erwartet der Tabellenführer das Starensemble vom TV Großwallstadt in der Arena (Anwurf um 19.30 Uhr) und am Sonnabend geht es nach Rimpar zum Tabellenzweiten.

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Leipzigs Trainer Christian Prokop

Quelle: Peter Endigdpa

Leipzig. Trainer Christian Prokop setzt wieder auf die Unterstützung der Fans. Beim Heimspiel gegen den ThSV Eisenach haben die mehr als 3.000 Zuschauer getobt. Die Leipziger haben so aus einem 10:16-Rückstand noch einen Sieg herausgeworfen. Eine solche Kulisse soll nun auch am Mittwoch helfen.

Ein Erfolg gegen Großwallstadt wäre für Prokop gleich aus drei Gründen wichtig. Erstens: Der SC DHfK will seine makellose Heimbilanz bewahren. Zweitens: Mit einem Sieg würden die Grün-Weißen mit Rückenwind zum Verfolger nach Rimpar reisen. Drittens: Die Rückrunde wird noch knüppelhart. Dann müssen die Leipziger gegen die meisten Spitzenteams der Liga auswärts antreten. Um mögliche Niederlagen auszugleichen, dürfen die Partien in eigener Halle nicht verloren werden.

Liga-Krösus mit hervorragender Besetzung

Großwallstadt musste nach einem durchwachsenen Saisonstart zuletzt zwei Niederlagen in Folge einstecken und liegt mit acht Verlustpunkten in Lauerstellung hinter der Spitzengruppe auf Rang sechs. "Da kommt ein angeschlagener Riese zu uns", warnt DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.

Zumindest vom Etat her ist der Krösus der Liga zu Gast. Dem TVG stehen in dieser Spielzeit zwei Millionen Euro zur Verfügung, 600.000 Euro mehr als dem SC DHfK. Das macht sich im Kader bemerkbar. In der Abwehr steht mit Pavel Prokopec ein alter Bekannter. In den vergangenen beiden Jahren trug er noch das grün-weiße Trikot der Leipziger. Im Sommer entschied er sich für einen Zweijahres-Vertrag beim Ligakonkurrenten. Der SC DHfK wollte mit dem 34 Jahre alten Tschechen nur für ein Jahr verlängern.

Hinzu kommen mit Alfredo Sorrentino ein jahrelanger spanischer Erstligaspieler, mit Michael Spatz ein deutscher Nationalspieler und mit den israelischen Brüdern Gil und Chen Pomeranz weitere Auswahlakteure, um nur einige Spitzenkräfte zu nennen. "Großwallstadt ist auf allen Positionen zwei- bis dreifach hervorragend besetzt", so Prokop. Trainiert wird der Gegner von Maik Handschke. Beide Übungsleiter kennen sich bestens. Prokop folgte Handschke einst als Trainer in Essen.

Neuzugang Pechstein auf dem richtigen Weg

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Philipp Weber spielt eine überragende Saison beim SC DHfK.

Quelle: Rainer Justen

Wie hart der Konkurrenzkampf beim ehemaligen Europapokalsieger und Deutschen Meister ist, hat Marc Pechstein erlebt. Der 22-Jährige ist neu beim SC DHfK und spielte in der A-Jugend bei den Unterfranken. Am Ende reichte es nicht für den Sprung in den damaligen Erstligakader des TVG, auch weil dort stärker auf erfahrene Profis gesetzt wurde. Über weitere Stationen landete der gebürtige Leisniger schließlich in Hüttenberg, stand dort in den vergangenen zwei Jahren auf dem Parkett. Anfang dieses Jahres hätte es sogar fast mit einem Erstligaeinsatz geklappt. Die HSG Wetzlar beantragte nach Verletzungssorgen ein Zweitspielrecht für Pechstein. "Dann habe ich mich aber selbst verletzt und es wurde nichts aus Wetzlar", berichtet der Lehramtsstudent.

Das Ziel 1. Bundesliga hat er aber weiter im Blick, jetzt mit den Leipzigern. Auch wenn der 1,98-Meter-Mann bisher nur zu Kurzeinsätzen kam, wird er nicht nervös. "Da darf ich jetzt nicht überdrehen", sagt er. Sein Trainer sieht es genauso. "Marc hat jede Menge Potential", findet Prokop. Im Augenblick habe er Philipp Weber, der bisher eine überragende Saison spielt, vor sich. Pechstein sei aber nicht allein für die Königsposition im linken Rückraum vorgesehen, sondern auch für den Innenblock der Abwehr. Dort hat er in der vergangenen Spielzeit schon bei Hüttenberg die Deckung dirigiert. "Er ist auf dem richtigen Weg, wir brauchen ihn", schiebt Prokop noch einmal hinterher.

Am Mittwoch muss der Trainer voraussichtlich auf den verletzten Franz Semper verzichten. Für ihn rückt Sebastian Naumann aus der A-Jugend ins Aufgebot. Neu ist dann auch eine weitere Trikotwerbung. Jetzt unterstützt auch der Freistaat Sachsen die Handball-Männer. Von sofort an ist der prominente Werbeplatz auf dem Trikot in Bauchhöhe mit dem Spruch "So geht Sächsisch" belegt, einer Kampagne des Landes. Karsten Günther freut sich nicht nur über das Interesse aus Dresden: "Jetzt haben wir nur noch zwei freie Werbeplätze auf dem Trikot."

 

Matthias Roth

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