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SC DHfK Leipzig spielt schon früher – Norwegen zieht Protest zurück

Wegen EM-Finale SC DHfK Leipzig spielt schon früher – Norwegen zieht Protest zurück

Erst mit dem SC DHfK Leipzig mitfiebern und dann der deutschen Handball-Nationalmannschaft die Daumen drücken: Erst heißt der Gegner Füche Berlin, danach Spanien beim Public Viewing.

Im Überschwang der Gefühle rannten nach Ansicht der Norweger zu viele deutsche Spieler bereits vor der Schlusssirene aufs Feld.

Quelle: Jens Wolf

Leipzig. Erst mit dem SC DHfK Leipzig mitfiebern und dann der deutschen Handball-Nationalmannschaft die Daumen drücken: Genau so stellt sich das der Bundesligaaufsteiger am Sonntag vor. Zum Abschluss ihres Trainingslagers in Zwönitz trifft die Mannschaft von Trainer Christian Prokop auf Ligakonkurrenten Füchse Berlin, die freilich ohne ihre EM-Teilnehmer antreten. Gespielt wird in der Medipolis Handball Arena in Jena. Zunächst stehen sich um 14.30 Uhr der SV Hermsdorf und der HSV Apolda gegenüber, anschließend folgt um 16 Uhr das vorgezogene Hauptspiel der beiden Erstligisten.

Die rund 2000 Zuschauer können anschließend gleich auf ihren Plätzen sitzen bleiben. Das EM-Finale wird nämlich auf dem Vidoewürfel in der Halle übertragen. Wegen der großen Nachfrage haben die Veranstalter eine zusätzliche Tribüne aufgebaut. Für die eigentlich ausverkauften Spiele sind nun noch rund 100 Resttickets im Angebot.

Aus allen Nähten platzte schon beim Halbfinale gegen Norwegen die Champions Bar in Leipzig. Unter den Gästen: Die verletzten DHfK-Spieler, die nicht mit ins Trainingslager fahren konnten. Ihre Mannschaftskollegen verfolgten im Brauereigasthof Zwönitz den Krimi.

Am Sonntag treffen sich in dem Lokal wieder Handball-Fans gemeinsam mit den DHfK-Profis Milos Putera, Lucas Krzikalla Marvin Sommer sowie Maskottchen BalLeo zum gemeinsamen Daumendrücken. Besonderer Höhepunkt: In der Halbzeitpause istz eine Schalte zur DHfK-Mannschaft nach Jena vorgesehen. Eine Tischreservierung (Tel. 9653800) wird empfohlen.

"Der Unsinn hat ein Ende"

Aufatmen bei den Handball-Helden: Norwegen hat am Sonnabendvormittag nach nur rund zwölf Stunden den Protest gegen den 34:33 (27:27, 14:13)-Halbfinalsieg der deutschen Mannschaft nach Verlängerung wieder zurückgezogen. Damit steht dem großen Finale um EM-Gold in Krakau gegen Spanien nichts mehr im Wege.

„Ich bin froh, dass der Unsinn ein Ende hat. Jetzt freuen wir uns einfach nur noch auf das Finale gegen Spanien. Deutschland wird am Sonntag wieder Handball-Leidenschaft erleben“, sagte Bob Hanning, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Handballbund (DHB).

Norwegen hatte seinen Protest damit begründet, dass nach dem Treffer von Kai Häfner wenige Sekunden vor der Schlusssirene zum 34:33 zu viele Spieler - darunter zwei Torhüter - auf dem Parkett gewesen sind. Dieser Wechselfehler hätte mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet werden müssen. 

„Norwegen wäre somit im Rest des Spiels mit 7:5 in Überzahl gewesen. Die Restzeit war aber nur noch fünf Sekunden. Mit anderen Worten, es war eine sehr kurze Zeit, aber ausreichend, um auszugleichen“, schrieb der Verband in seiner Erklärung.

Und weiter: „Trotz der guten Dokumentation hat Norwegen im Sinne des Fairplay beschlossen, seinen Protest zurückzuziehen.“ In einem Schreiben forderten die Norweger vom Europäischen Handball-Verband (EHF) die Regeln so anzupassen, dass ähnliche Situationen nicht mehr vorkommen.

Hanning hatte bereits am Vorabend dem norwegischen Einspruch keine Erfolgsaussichten eingeräumt. „Wir sehen dem Protest gelassen entgegen und freuen uns auf das Finale“, hatte der Delegationsleiter erklärt. An diesem Sonntag (17.30 Uhr/ARD) kommt es nun zum erneuten Aufeinandertreffen Deutschland gegen Spanien. In der Vorrunde hatte die DHB-Auswahl in Breslau mit 29:32 verloren. Nach dem verkrampften Auftritt seines Teams im Halbfinale versprach Bundestrainer Dagur Sigurdsson, dass seine Mannschaft im Endspiel wieder gelöster und so unbekümmert wie in den Gruppenspielen agieren wird. „Das kann ich versprechen, dass wird weg sein. Ich kenne die einfach gut genug. Und wir werden besseren Handball spielen am Sonntag“, betonte der Isländer.

Matthias Roth/Martin Kloth

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