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SC DHfK Leipzig surft auf der Euphoriewelle

Nach dem Pokaltriumph SC DHfK Leipzig surft auf der Euphoriewelle

Diese Mannschaft packt im Augenblick alles. Sie steckt schmerzhafte Fouls weg, holt Rückstände auf und arbeitet konzentriert wie ein mechanisches Uhrwerk aus Glashütte. Am Sonntag steht schon die nächste Aufgabe für den SC DHfK an.

Andreas Rojewski und Niklas Pieczkowski freuen sich nach dem Sieg in Wetzlar.
 

Quelle: Rainer Justen

Leipzig.  Es ist dieser unbändige Wille, der die Handballer des SC DHfK Leipzig immer wieder auf die Siegerstraße bringt. So war es auch am Mittwochabend in Hüttenberg gegen die HSG Wetzlar im Viertelfinale des DHB-Pokals. Beim Rückstand von 12:17 Anfang der zweiten Halbzeit glaubten die meisten der 1223 Zuschauer schon an einen sicheren Sieg der Hessen.

Trainer Christian Prokop und seine Spieler zogen sich förmlich am eigenen Schopf aus dem Negativlauf. „Trotz des Rückstandes haben wir uns auf unseren Matchplan konzentriert“, sagte Prokop. Und der ging am Ende mit dem 27:25-Sieg noch auf.

Ein Spieler steht ganz besonders für die Einsatzbereitschaft der gesamten Mannschaft: Lukas Binder. Am Sonntag traf ihn noch der Gummersbacher Torhüter Matthias Puhle mit einem übertriebenen Foul am Kopf. Binder schüttelte sich einen Tag später und trainierte mit Brummschädel bereits wieder.

Auch in Wetzlar schonte sich der Flügelflitzer nicht. Nach einem Foul durch Evars Klesniks schmerzte der Fuß. Binder biss auf die Zähne, trieb seine Kollegen weiter nach vorn und spielte bis zum Abpfiff. Am Donnerstag musste der 24-Jährige trotzdem zur Untersuchung in die Klinik. „Es tut noch weh, es ist aber nichts kaputt, ich spiele am Sonntag“, kündigt Binder schon wieder an.

Trainer Prokop sieht einen Grund für die jüngsten Erfolge: „Wir befinden uns im Moment auf einer Euphoriewelle und die Mannschaft ist sehr eng zusammengewachsen.“ Der Coach gab seinen Spielern am Donnerstag frei. Der Mannschaftsbus erreichte erst gegen 2.30 Uhr wieder Leipzig. Nur zur Physiotherapie und zum Schwimmen mussten die Profis.

Auslosung am Mittwoch

Auf den nächsten Gegner im Viertelfinale müssen die Leipziger noch bis kommenden Mittwoch warten. Ausgerechnet in Wetzlar werden die Partien vor dem Länderspiel gegen Portugal ausgelost. Die DHfK-Spieler sind sich einig: Wir wollen zu Hause antreten. Nur Zweitligist Friesenheim genießt als unterklassiger Verein automatisch Heimrecht. Gespielt wird am 14. Dezember. An diesem Tag ist allerdings die Arena mit einem Konzert von ZAZ belegt. „Wir finden eine Lösung“, sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.

Es könnte für den SC DHfK zu einer Balingen-Woche werden. Sollten die Leipziger den Bundesligakonkurrenten zugelost bekommen, dann würden sie auf das Team aus dem Zollernalbkreis gleich zweimal innerhalb einer Woche treffen. Am 17. Dezember steht die Ligabegegnung auf dem Plan. Für Balingen-Trainer Runar Sigytrygsson wäre es eine Rückkehr in seine Wahlheimat Leipzig. Sein Sohn Andri spielt bis heute im Nachwuchs des SC DHfK.

Jetzt kommt Stuttgart

Die nächste Aufgabe in der Bundesliga steht aber schon am kommenden Sonntag auf dem Programm. Um 15 Uhr ist in der Arena der TVB Stuttgart zu Gast. Benjamin Meschke arbeitet für das Spiel nach seinen Innenbandproblemen an seiner Rückkehr.

Auch wenn die Schwaben erst sechs Punkte eingesammelt haben, warnt Prokop wie gewohnt auch vor diesem Gegner eindringlich. Neuverpflichtung Michael Kraus hat zu alter Stärke zurückgewonnen, Dominik Weiß geht nach seiner Nominierung für die Nationalmannschaft mit viel Rückenwind aufs Parkett und Torhüter Johannes Bitter bringt die Erfahrung von 144 Länderspielen mit. Nach dem Pokaltriumph ist die Kartennachfrage enorm. Es sind nur noch knapp 1000 Tickets auf dem Markt.

Von Matthias Roth

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