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SC DHfK Leipzig testet gegen spanischen Topklub – Verhandlungen um Prokop

Rückkehr ins Training SC DHfK Leipzig testet gegen spanischen Topklub – Verhandlungen um Prokop

Mit zwei Langzeitverletzten an Bord startet der SC DHfK Leipzig wieder ins Training. Auf dem Programm steht noch im Januar ein Test gegen einen spanischen Erstligisten. Hinter den Kulissen wird weiter um Trainer Christian Prokop gerungen.

Greift wieder an: Lucas Krzikalla.
 

Quelle: Nitsche

Leipzig.  Während sich die deutsche Nationalmannschaft für das Projekt Weltmeistertitel in Stellung bringt, beginnt der SC DHfK Leipzig in dieser Woche mit der Vorbereitung auf die restliche Saison in der Handball-Bundesliga. Am Donnerstag und Freitag stehen zunächst Leistungstests auf dem Programm. Trainer Christian Prokop bittet seine Spieler dann am Montag wieder zur gemeinsamen Übungsstunde. Fehlen wird dabei WM-Fahrer Niklas Pieczkowski.

Nicht dabei sein wird auch Tobias Rivesjö, der nach seiner Schulteroperation weiter ausfällt. Die Langzeitverletzten Lucas Krzikalla und Marvin Sommer wollen dagegen wieder zum Team stoßen. Personell wird sich an der Mannschaft nichts ändern. Zwar schaut sich der Verein nach einer Verstärkung für den linken Rückraum um. „Vor dem Sommer passiert da aber nichts“, sagte Geschäftsführer Karsten Günther.

Bis zum nächsten Spiel in der Bundesliga bleibt dem Coach noch etwas Zeit. Die Grün-Weißen greifen erst am 19. Februar bei GWD Minden wieder ins Geschehen ein. Zuvor bestreiten die Leipziger wieder eine Reihe von Testspielen. Höhepunkt ist am 29. Januar die Partie gegen den spanischen Topklub GM Granollers. Das Team hat sich gerade für die Gruppenphase des EHF-Cups qualifiziert und trifft dort auch auf FrischAuf Göppingen. In der heimischen Liga belegt Granollers derzeit den vierten Platz.

Toptest in Jena

Der Vergleich mit dem SC DHfK wird um 14 Uhr in der Sparkassen-Arena Jena angepfiffen. Danach können die Handball-Fans gleich sitzen bleiben. In der Halle wird nämlich per Public Viewing das Finale bei der WM übertragen. Großer Wunsch der Leipziger: Erst ein Sieg gegen die Spaniern, dann eine Goldmedaille für Pieczkowski.

Zuvor startet der SC DHfK am 22. Januar beim traditionellen Peugeot-Cup in Dessau-Roßlau. Die Gegner heißen dort: SC Magdeburg, Füchse Berlin, GWD Minden, TBV Lemgo und Dessau-Roßlauer HV. Zudem ist vom 25. bis 28. Januar ein Trainingslager in Zwönitz und dort am 26. Januar ein Testspiel gegen den EHV Aue vereinbart.

Verhandlungen um Prokop

In den kommenden Wochen wird auch eine Entscheidung über die Zukunft von Prokop erwartet. Nach der Bundestrainerdebatte im November und Dezember hatten der SC DHfK und der Deutsche Handballbund für Anfang des Jahres Gespräche angekündigt. Die Verhandlungen um Prokop sollen möglichst hinter verschlossenen Türen stattfinden und wenig vom Inhalt nach außen dringen. Karsten Günther sagte deshalb über das weitere Vorgehen: „Kein Kommentar“.

In der B-Frage hat sich aber zuletzt DHfK-Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar in einem Interview mit der Welt am Sonntag zu Wort gemeldet. Darin betonte er erneut, dass die Leipziger ihren Coach nicht einfach so ziehen lassen werden.

„Prokop hat bei uns noch einen Vertrag bis 2021. Er hat sich eine Mannschaft nach seiner Philosophie zusammengestellt. Diese Mannschaft ist nach meiner Auffassung von kaum einem anderen zu trainieren als von ihm. Und das heißt für uns: Wir holen vielleicht einen neuen Trainer, müssen den finanzieren und vermutlich noch zwei neue Spieler dazu. Das ist eine Größenordnung, über vier Jahre verteilt, die wir in die Verhandlungen mit dem DHB hineinwerfen. Das wollen wir vom Verband haben. Denn eines sind wir garantiert in Leipzig nicht: ein Himmelfahrtskommando“, so Kretzschmar. Er fügte an: „Wir werden Prokop nicht zum Nulltarif abgeben. Wenn wir sehen, dass unsere Ziele gefährdet sind, werden wir ihn nicht gehen lassen.“

Schöner Erfolg für die A-Jugend des SC DHfK am vergangenen Wochenende: Beim Sauerland-Cup gewannen die Junioren das Finale gegen den Dauerrivalen vom SC Magdeburg mit 15:14 im Siebenmeterwerfen.

Von Matthias Roth

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