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SC DHfK Leipzig trifft auf einen alten Bekannten – Aufstieg schon nächste Woche perfekt?

SC DHfK Leipzig trifft auf einen alten Bekannten – Aufstieg schon nächste Woche perfekt?

So hat sich das Pavel Prokopec nicht vorgestellt. Im vergangenen Sommer wechselte der Tscheche von den Zweitligahandballern des SC DHfK Leipzig zum TV Großwallstadt.

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Pavel Prokopec.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der inzwischen 35-Jährige wollte noch einmal 1. Bundesliga spielen und sah die beste Perspektive für sich bei den Unterfranken. Der siebenfache Deutsche Meister war zwar gerade aus dem Oberhaus abgestiegen, hielt aber einen Großteil seines Kaders zusammen und verstärkte sich noch einmal. Die Wirklichkeit sieht inzwischen anders aus. Großwallstadt rangiert auf Platz sieben der Tabelle und hat nur noch theoretische Möglichkeiten auf den direkten Wiederaufstieg.

Anders der SC DHfK: Die Leipziger liegen an der Tabellenspitze. Darüber, ob der Sprung in die Beletage des deutschen Handballs gelingt, spricht niemand mehr, nur an welchem Spieltag die Sektkorken knallen, ist noch offen. Am Freitag will die Mannschaft von Trainer Christian Prokop in Großwallstadt die nächsten beiden Punkte einsammeln.

Prokopec will weiteres Jahr anhängen

Prokopec hadert nicht mit seinem Schicksal. „Ich hätte ja bleiben können“, so der Rückraumspieler gegenüber LVZ-Online. Die Grün-Weißen hatten ihm einen neuen Einjahresvertrag vorgelegt. Prokopec war das zu wenig, er wollte in seinem fortgeschrittenen Sportleralter Sicherheit und unterschrieb für zwei Jahre bei der Konkurrenz. „Ich bin fit und könnte mir sogar noch ein weiteres Jahr hier vorstellen“, sagt der Rechtshänder.

Auf seine alten Kollegen freut er sich und lobt das Team. „Da steckt eine Menge Qualität drin“, so der Zweimeter-Mann. Von der Schnelligkeit her sei der SC DHfK schon erstligareif, zulegen müsse der Ligaprimus noch bei der „Körpermasse“, wie es Prokopec nennt. Die Leipziger wissen das, sie haben es beim Pokalspiel gegen die Füchse Berlin bitter erfahren müssen. Da stand ihnen eine Abwehrwand aus Schultern und Muskeln gegenüber und wirkte zeitweise unüberwindbar.

Für die Partie am Freitag ist Prokopec bei einer Voraussage ganz Diplomat: „Beide Mannschaft haben eine Chance auf den Sieg, die Tagesform wird entscheiden“, sagt er. DHfK-Coach Prokop muss auf Philipp Pöter verzichten. Er liegt mit einer Angina flach und muss Antibiotika schlucken. Für ihn soll sich das Trio Philipp Weber/Maximilian Janke/Sebastian Greß als Spielmacher abwechseln.

„Wir müssen sehr diszipliniert auftreten, Großwallstadt stellt eine aggressive 6:0-Deckung“, hat Prokop seinen Männern erklärt. In den vergangenen Tagen ließ der Übungsleiter noch einmal das Tempospiel trainieren. „Wir müssen sie mit hoher Laufbereitschaft unter Druck setzen, dürfen dabei aber nicht den Ball verlieren“, so der Coach. Wie gefährlich Großwallstadt bei Kontern ist, zeigt ein Name: Michael Spatz. Der ehemalige Nationalspieler liegt mit 217 Treffern auf dem dritten Platz der Torschützenliste.

Aufstiegsparty gegen Rimpar?

Bei einem Sieg der Leipziger darf wieder eifrig gerechnet werden. Ebenfalls am Freitag treffen die beiden Verfolger aus Rimpar und Bittenfeld aufeinander. Am Sonntag danach muss Rimpar dann nach Leipzig. Sollte die DJK beide Spiele verlieren, wäre Leipzig bei noch vier ausstehenden Spielen, acht Punkten Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis nur noch für hartgesottene Theoretiker abzufangen. Andere Konstellation: Eisenach verliert am Sonnabend zu Hause gegen Coburg oder in der Woche darauf in Emsdetten, dann wären alle Rechnereien beendet und der SC DHfK schon im April sicher aufgestiegen.

Der Spielplan meint es mit den Leipziger Fans gut. Sollte es in der nächsten Woche noch immer nicht reichen, folgt am 8. Mai die nächste Chance für eine Aufstiegsparty in der eigenen Halle. Der Gegner ist dann der Abstiegskandidat aus Hildesheim.

Matthias Roth

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